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DIN 18040-3 - öffentlicher VerkehrsraumFacebookTwitterEmailDrucken

DIN 18040-3:2014-12 Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 3: Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum

Die Norm beinhaltet Grundregeln wie Maße für benötigte Verkehrsräume mobilitäts­behinderter Menschen, Grundanforderungen zur Information und Orientierung, wie das Zwei-Sinne-Prinzip, Anforderungen an Oberflächen, Mobiliar im Außenraum oder Wegeketten.

Für den öffentlichen Raum liegen mit dieser Norm nun alle relevanten Regelwerke zur Barrierefreiheit in aktualisierter Fassung vor.

Die Norm trat im November 2014 in Kraft und ersetzt insbesondere die DIN 18024 Barrierefreies Bauen. Teil 1: Straßen, Plätze, Wege, Öffentliche Verkehrs- und Grünanlagen sowie Spielplätze - Planungsgrundlagen, von 1998.

Die den Hochbau betreffenden Teile wurden zuvor als DIN 18040 Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude und Teil 2: Wohnungen veröffentlicht.

Der öffentliche Freiraum ist für jedermann uneingeschränkt zugänglich und umfasst in der Regel Straßen, Plätze, Parkanlagen, Friedhöfe, und Wälder. Diese Freiräume stehen zumeist unter öffentlicher Verwaltung. Der kommune Freiraum ist ebenfalls für jedermann zugänglich, insofern also auch öffentlich, wird aber durch konkrete Nutzergruppen und Anlieger geprägt und beaufsichtigt. Er fällt also nicht allein oder primär in die administrative Zuständigkeit.

Ein typisches Beispiel ist die Dorf- oder städtische Straße als Freiraum, die grundsätzlich für alle nutzbar ist, deren Nutzbarkeit aber von den Anwohnern und den Menschen, die dort gewöhnlich unterwegs sind mitbestimmt wird. Wesentliches Element des kommunen Freiraumes ist die soziale Kontrolle. (Quelle: Jane Jacobs 1963)

DIN 18040-3 Begriffe

Bewegungsfläche, gesicherte Überquerungsstelle, nutzbare Gehwegbreite, Sicherheitsraum, stufenlos
Bedienelement, Orientierungshilfe, Kontraste, Leuchtdichte L, Leuchtdichtekontrast K

DIN 18040-3 Inhalt

"Ziel dieser Norm ist die Barrierefreiheit baulicher Anlagen, damit sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind (nach § 4 BGG Behindertengleichstellungsgesetz)".

DIN 18040-3 Flächen, Raumbedarf

Verkehrsflächen und Bewegungsflächen, Raumbedarf und Oberflächen, Längsneigung und Querneigung

DIN 18040-3 Pflaster und Plattenbeläge

Oberflächengestaltung von Pflaster- und Plattenbelägen, wassergebundenen Decken. Geeignete und ungeeignete Bodenbeläge

DIN 18040-3 Leitsysteme

DIN 18040-3 Warnen/ Orientieren/ Informieren/ Leiten
Warn-, Orientierungs- und Leitelemente müssen auch für Menschen mit sensorischen Einschränkungen zugänglich und nutzbar sein.
Leitelemente nach DIN 32984, Lichtsignalanlagen nach DIN 32981

DIN 18040-3 Fußgängerbereiche

Fußgängerzonen, Spielstraßen und Gemeinschaftsstraßen, Shared Space

DIN 18040-3 Überquerungsstellen

gesicherte Überquerungsstellen, ungesicherte Überquerungsstellen, Überquerungsstellen mit Lichtsignalanlage, mit differenzierter Bordhöhe, Nullabsenkung

DIN 18040-3 Rampen, Aufzüge, Treppen

Für Rampen, Aufzüge, Treppen gelten die entsprechenden Anforderungen nach DIN 18040-1.

DIN 18040-3 Behindertenarkplatz

Anlagen des ruhenden Kraftfahrzeugverkehrs, Seiten- und Heckausstieg, Anzahl und Größe der Behindertenparkplätze

DIN 18040-3 ÖPNV, Bahnhöfe, Gleisanlagen

Anlagen des öffentlichen Personenverkehrs, Haltestellen und Bahnhöfe, Gleisanlagen und Bahnübergänge

DIN 18040-3 Infrastrukturelemente, Ausstattung, Möblierung im Verkehrs- und Freiraum

Ausstattung und Möblierung mit Sitzbänken, Fahrradständern, Briefkästen und Mülleimern, Hinweisschilder, Geldautomaten

DIN 18040-3 Türen, Notruf, Sanitär

Türen und Vereinzelungsanlagen, Notrufanlagen und Sanitäranlagen

DIN 18040-3 Freizeitanlagen

Öffentlich zugängliche Grünanlagen und Freizeitanlagen, Spielplätze, Naturraum, Badestellen, Angelplätze

DIN 32984 Bodenindikatoren im öffentlichen Raum

DIN 32984 Bodenindikatoren im öffentlichen Raum

Die Norm von Oktober 2011 ist noch keine 7 Jahre alt, eine eher kurze Zeitspanne für eine Novellierung. Damals wurden die Form und die Anordnung von Bodenindikatoren völlig neu geregelt. Die jetzt als Entwurf vorgelegte neue Fassung ändert an diesen Grundvorgaben nur wenig, beinhaltet aber doch einige wichtige Klarstellungen, Ergänzungen und Korrekturen.

DIN 32984 Bodenindikatoren (2011)

Die Novellierung der DIN 32984 im Oktober 2011 wird öffentliche Räume verändern!
Die DIN 32984 vom Oktober 2011 muss ab sofort übernommen werden, damit blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen in naher Zukunft deutschlandweit die gleichen Sicherheitshinweise bekommen.

barrierefreie Verkehrsanlagen - Querungsstellen

Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen unter Berücksichtigung von Straßenräumen mit besonderem Überquerungsbedarf.

DIN 32984 Rippenstruktur, Noppenstruktur

Form und Maße der Profile der Bodenindikatoren Rippen, Noppen

DIN 32984 Getrennte Querungsstellen

Straßensituationen mit Querungsstellen, Kriterien für eine gut funktionierende getrennte Querungsstelle

Bordabsenkung

Positionspapier zur Diskussion der DIN 18040-3

Bordsteine für Querungsstellen

Sonderbordsteine und Orientierungsplatten für den Bau von Doppelquerungsstellen und Querungsinseln

Öffentlicher Freiraum Berlin

Auszug aus dem Handbuch Design for all - Öffentlicher Freiraum Berlin

Tipps

Vorsprung durch Wissen!

Vorsprung durch Wissen!Fortbildung Barrierefreie öffentliche Infrastruktur DIN 18040-1 - 3

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OrientierungshilfenIntegrative und taktile Leit- und Informations­systeme

Taktiles Blindenleitsystem

Taktiles BlindenleitsystemBlindenleitsystem für tempo­rären oder ständigen Gebrauch

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Straßeneinlaufbarrierefreie Roste, griffig und überfahrbar für Rollstuhlräder

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Befahrbares BodenleitsystemBelastbare Entwässerungs­rinne: Leit­system im öffent­lichen Verkehrsraum

Barrierefreies Bauen: Band 3

Barrierefreies Bauen: Band 3

Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum Kommentar
Der Kommentar setzt sich auf Grundlage der Norm (Originaltext) abschnittsweise sowohl mit den allgemeinen als auch besonderen Planungsanforderungen auseinander. Es werden Zusammenhänge mit anderen technischen Regelwerken bspw. der FGSV, RASt 06, H BVA erläutert.

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Barrierefreie Verkehrs- und Außenanlagen

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Relevante Regelwerke und DIN 18040-3

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