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DIN 18040-3 Parkplatz

DIN 18040-3

Anlagen des ruhenden Kraftfahrzeugverkehrs - Parkplatz

Anzahl und Größe der Behindertenparkplätze

Angaben aus Landesbauordnungen und weiteren landesrechtlichen Regelungen bleiben unberührt. Pkw-Stellplätze für Menschen mit Behinderung sind in der Nähe von barrierefreien Zugängen anzuordnen und müssen barrierefrei nutzbar und erreichbar sein.

Eine Kombination von Seiten- und Heckausstieg ist möglich.

  • Seitenausstieg: mindestens 3 % der Pkw-Stellplätze mindestens jedoch einer; mindestens 3,50 m breit und mindestens 5,00 m lang
  • Heckausstieg: mindestens ein Pkw-Stellplatz; mindestens 5,00 m lang und zuzüglich eine freizuhaltende Bewegungsfläche im Heckbereich von mindestens 2,50 m Tiefe in der Breite des Pkw-Stellplatzes
  • Bewegungsfläche: bei Seiteneinstieg z. B. stufenlos! (3 cm) durch abgesenkten Bord zum Gehweg; der Heckeinstieg kann im Anschluss an Einfahrten, Einmündungen oder Fußgängerüberwegen angeordnet werden
Behinderten-Parkplatz Piktogramm-Platte
Parkplatz Piktogramm-Platte

Kennzeichnung

  • Ausschilderung der Parkstände gemäß Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) mit Verkehrszeichen und Zusatzzeichen. Die Benutzung ist nur mit Schwerbehindertenparkplatzausweis erlaubt.
  • Umgrenzung der Parkstände mittels kontrastreicher Bodenmarkierung.

Längsneigung, Längsgefälle, Querneigung

Die Stellplätze sollten eine möglichst geringe Längsneigung der Fahrgasse von 3 % (max.6%) und eine Querneigung (senkrecht zur Fahrgasse) von 2,5 % aufweisen.

Angrenzende Fußwege und Bewegungsflächen dürfen die Längsneigung, das Längsgefälle von 3 % nicht überschreiten. Die Querneigung sollte ≤ 2 % bei Vorhandensein einer Längsneigung betragen und 2,5 %, wenn die Längsneigung 0 ist.

Oberflächengestaltung

"Bewegungsflächen und nutzbare Gehwegbreiten müssen für die barrierefreie Nutzung eben und erschütterungsarm berollbar sein."

Oberflächenbelag Spittfugenpflaster
Splittfuge-Plasterbelag

Als ebene Oberflächenbeläge sind bituminös und hydraulisch gebundene Oberflächen möglich [sowie] Pflaster- und Plattenbeläge, die mindestens nach den Anforderungen der DIN 18318 [15] ausgeführt werden. Dazu gehören: Asphalt | Betonsteinplatten | Natursteinplatten, gesägt | Betonsteinpflaster ohne Fase | schmale Fugen oder Plan verdichtet oder vergossen | Klinker- und Ziegelpflaster | Natursteinpflaster, gesägt, schmale Fugen oder Plan verdichtet oder vergossen.

Rutschhemmende und griffige Oberflächenbeläge im öffentlichen Verkehrsraum müssen einen SRT-Wert > 55 aufweisen.

Schrankenanlagen

Sind Schrankenanlagen vorhanden, müssen die Pkw-Stellplätze für Menschen mit motorischen Einschränkungen erreichbar sein.

Die Anordnung von barrierefreien Parkplätzen erfolgt vorzugsweise vor der Schrankenanlage.

Behindertenstellplätze hinter der Schrankenanlage erfordern neben den o.g. Voraussetzungen folgendes:

  • Anordnung von Ein- und Ausfahrtskontrollen in einem geraden Fahrbahnabschnitt, mit ausreichend Abstand zu Steigungen und Gefällen und außerhalb der für den Fußgänger vorgesehenen Flächen
  • taktile und visuelle Abgrenzung zwischen den für den Fußgänger vorgesehenen Flächen und der Fahrbahn gemäß HBVA, S.25ff.
  • Sind Kommunikationseinrichtungen vorgesehen, muss das 2-Sinne- Prinzip beachtet werden. Gewährleistung einer akustischen und visuellen Kommunikation
  • Bedienelemente müssen vom Fahrzeug aus einfach erreich- und nutzbar sein, visuell kontrastreiche Gestaltung unter Beachtung der Rot-Grün-Sehschwäche
  • Gewährleistung der einfachen Bedienbarkeit mit minimalem Kraftaufwand
  • Greifweite für die Betätigung des Anforderungstasters ≤ 50 cm von der Sitzposition im Fahrzeug

[Quelle]Barrierefreie Schrankenanlagen zur Sicherung von Parkplätzen und –bauten

Taxistellplätze müssen stufenlos erreichbar sein. Das wird z. B. durch die Anordnung der Taxistellplätze im unmittelbaren Anschluss an abgesenkte Borde erreicht.

Personenbezogene Stellplätze für Menschen mit Behinderung sind nach den individuellen Bedürfnissen der jeweiligen Person einzurichten.


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Zusatzinfo

"Barrierefreie Parkplätze sind nach den einschlägigen Richtlinien, insbesondere den H BVA zu gestalten. Dies betrifft u. a. Anzahl, Beschilderung, Abmessungen, Bodenmarkierungen und Oberflächenbeschaffenheit."

Rebstock, Markus et al. (2011): H BVA - Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen.- FGSV 212, Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. [Hrsg.] Köln

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