Ziel dieser Norm ist die Barrierefreiheit baulicher Anlagen damit sie für Menschen mit Behinderung in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind (nach § 4 BGG Behindertengleichstellungsgesetz).
Wohnungen und sowie Gebäuden mit Wohnungen
- Die Anforderungen an die Infrastruktur der Gebäude mit Wohnungen berücksichtigen grundsätzlich auch die uneingeschränkte Nutzung mit dem Rollstuhl.
- Innerhalb der Wohnungen wird unterschieden zwischen
- barrierefrei nutzbaren Wohnungen und
- barrierefrei und uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbaren Wohnungen R.
Schutzziele
Die mit den Anforderungen nach dieser Norm verfolgten Schutzziele können auch auf andere Weise als in der Norm festgelegt erfüllt werden:
- qualitative Schutzziele - Was soll erreicht werden?
- technischen Umsetzung - Wie wird es erreicht?
Es werden teilweise Lösungsmöglichkeiten nach den unterschiedlichen Bedürfnissen verschiedener Personengruppen differenziert. Technische Neuerungen können zu weiteren Lösungsmöglichkeiten führen.
Zu beachten: Im Bereich der Wohnräume ist "barrierefrei nutzbar" die geringere Anforderung mit einem kleinen Teil der Ansprüche, die zur selbstständigen Nutzung einer Wohnung notwendig sind. Deshalb wurden die Ansprüche der Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, mit einem R gekennzeichnet. Im Bereich der Infrastruktur hingegen bedeutet barrierefrei die Nutzung für alle.
DIN18040-2 im Volltext (Niedersächsisches Ministerialblatt Nr. 37 q vom 30.10.2012, 17. Anlagenband)
DIN 18040-2 Entwurf 2024
Gegenüber DIN 18040-2:2011-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen
- In Abschnitt 3 wurden die Begriffsdefinitionen überarbeitet und ergänzt
- Inhaltliche Anpassung der Abschnitte 4 und 5 an DIN EN 17210
- Überarbeitung von Tabelle 1 hinsichtlich Drückerhöhen und Bedienkräfte
- redaktionelle Überarbeitung.
Den Entwurf DIN 18040-2 erhalten Sie beim Beuth-Verlag.
Die überarbeiteten Normen DIN 18040-1, DIN 18040-2 und DIN 18040-3 lassen bis zum Sommer Herbst 2026? auf sich warten.
Toleranzen
niveaugleicher Übergang
horizontaler Übergang zwischen zwei baulichen Ebenen mit einem toleranzbedingten Höhenversatz von max. 4 mm
Abschnitt 4 Infrastruktur und 5 Räume in Wohnungen legt Fertigmaße fest. Fertigmaße beinhalten Toleranzen (siehe z. B. DIN 18202). Toleranzen dürfen nicht dazu führen, dass geforderte Mindestmaße unterschritten und Maximalmaße überschritten werden. Sie sind daher im Planungsprozess zu berücksichtigen. Übergangsschienen und Übergangsprofile unberücksichtigt.
Fortbildung für Architekten/Planer und Entscheidungsträger
für das Planen und Bauen barrierefreier Wohngebäude nach DIN 18040-2.
Barrierefreie Wohnungen im September 2026
Seminar Barrierefreie Wohngebäude
Fortbildung für Architekten/Planer und Entscheidungsträger
für die Erstellung eines Planungskonzepts barrierefreies Bauen nach DIN 18040
Konzept Barrierefreiheit im Oktober 2026
Seminar zur Umsetzung der baurechtlichen Anforderungen an die Barrierefreiheit
Inhalte der DIN 18040-2
DIN 18040-2 Inhalt
Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 2: Wohnungen Inhaltsverzeichnis
DIN 18040-2 Begriffe
Bedienelement, Bewegungsfläche, Bodenindikator, Leitstreifen, Aufmerksamkeitsfeld, Greifbereich, Hörbehinderung, Sehbehinderung
DIN 18040-2 Flächen, Platzbedarf
Verkehrsflächen und Bewegungsflächen müssen so bemessen werden das z.B. Rollstuhlnutzer und Rollatornutzer ausreichend Platz haben.
DIN 18040-2 Wege, Plätze, Zugang
Erschließung von der öffentlichen Verkehrsfläche aus bis zum Ort der zweckgemäßen Nutzung im Gebäude.
DIN 18040-2 Treppen
Treppen müssen gerade Läufe haben. Handläufe sind griffsicher, gut umgreifbar, rund oder oval mit einem Durchmesser von 30 bis 45 mm anzufertigen.
DIN 18040-2 Rampen
Rampen, Handlauf
DIN 18040-2 Aufzugsanlagen
Verkehrsfläche, Bewegungsfläche, Ausstattung
DIN 18040-2 Türen, Fenster
Türen müssen deutlich zu erkennen, leicht zu öffnen und zu schließen und sicher zu passieren sein
DIN 18040-2 Bad, WC
Sanitärräume in Wohnungen, Maße von Sanitärobjekten, Bewegungsflächen und Abständen nach VDI 6000-1 einschließlich Kindermaße
DIN 18040-2 Küchen, Essplatz
Bewegungsfläche zum Drehen und Wenden
DIN 18040-2 Wohnraum, Schlafraum
Die Bewegungsfläche zum drehen und wenden bestimmen die erforderliche Raumgröße. Flexible Nutzung zur Gewährleistung individueller Gegebenheiten.
DIN 18040-2 Freisitz
Wenn der Wohnung ein Freisitz zugeordnet wird, muss dieser barrierefrei nutzbar sein. Es ist nicht nur der Blick nach draußen.













