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DIN 18040-3 Rampen, Aufzüge, Treppen

DIN 18040-3: Rampem, Aufzuganlagen, Treppen

Rampen

Zuwegung über Rampe
Zuwegung über Rampe

Es gelten die entsprechenden Anforderungen nach
DIN 18040-1 Rampen

Rampen müssen leicht zu nutzen und verkehrssicher sein. Das gilt bei Einhaltung der nachfolgenden Anforderungen an Rampenläufe, Podeste, Radabweiser und Handläufe als erreicht:

  • Längsgefälle: max. 6 %
  • Quergefälle: 0
  • lichte Breite: mind. 1,20 m
  • Länge Rampenlauf: max. 6,00 m
  • Länge Zwischenpodest: mind. 1,50 m
  • Höhe Radabweiser: mind. 0,10m
  • Höhe beidseitiger Handlauf: 0,85 bis 0,95 m
  • Handlaufdurchmesser: 0,035 bis 0,04 m

Am Anfang und Ende der Rampe sind horizontale Bewegungsflächen von 1,50 m x 1,50 m anzuordnen. Ab 6,00 m Rampenlänge ist ein Zwischenpodest von mindestens 1,50 m Länge einzufügen. In der Verlängerung einer Rampe darf keine abwärts führende Treppe angeordnet werden.

DIN 18040-3 Rampen Abweichungen:

Am unteren Ende darf bei Einhaltung eines Sicherheitsabstandes von 10,00 m, am oberen Ende von 3,00 m eine Treppe angeordnet werden.

Mit einer Längen von 6,00 m sind maximal 36 cm Höhenunterschied zu überwinden.

Rampenlänge, Steigungsverhältnis berechnen

Keine Ausnahmen: Gefahr bei starker Rampenneigung

DIN 18040-3 Anmerkung

"Soweit bei sehr kurzen Neigungsstrecken von bis zu 1,00 m Länge auf Grund der örtlichen Rahmenbedingungen (z. B. aus topographischen Gründen) größere Neigungen notwendig sind, um im Übrigen normgemäße Neigungsverhältnisse zu erreichen, sollte für diese kurzen Strecken eine Neigung von 12 % nicht überschritten werden."

Tipp:

Es ist zu beachten, dass Handrollstühle ohne Kippsicherung (bei Bordkanten ist sie manchmal ein Ärgernis) für Rollstuhlfahrer ohne Beine, Schwergewichte, Menschen mit untrainierter Fahrweise oder bei Bestückung mit Gütern hinter der Rückenlehne dazu neigen, nach hinten umzukippen.

Steigungen und Gefälle mit über 8% Neigung sollten aus Sicherheitsgründen von Rollstuhlfahrern nicht befahren werden. Eine niedrig eingestellte Trittplatte kann anstoßen.

Beim Bergabfahren von Gefällen über 8% muss der Oberkörper nach hinten gelegt werden!


Ginzel Aufzug mit gläsernem Schacht im Geschäftsgebäude
Aufzug mit verglastem Schacht

Aufzuganlagen

Auch hier gelten die Anforderungen aus DIN 18040-1.

Aufzüge müssen mindestens Typ 2 gemäß DIN EN 81-70 Tabelle 1 entsprechen. Dieser Aufzugstyp bietet Platz für Rollstuhlbenutzer mit einer Begleitperson nach EN 12183 oder einen elektrisch angetriebenen Rollstuhl der Klassen A oder B nach EN 12184.

  • Aufzugstyp 2 für 630 kg
  • Türbreite: 0,90 m
  • Fahrkorbbreite: 1,10 m
  • Fahrkorbtiefe: 1,40 m

Treppen

Die DIN 18040-1 Treppen ist entsprechend anzuwenden. Treppen sind für Menschen mit begrenzten motorischen Einschränkungen sowie für blinde und sehbehinderte Menschen barrierefrei nutzbar, wenn sie bestimmte Eigenschaften zur Laufgestaltung, Stufenausbildung, beidseitigen Handläufen und Orientierungshilfen aufweisen.

Treppe mit Stufenmarkierung
Treppe mit Stufenmarkierung

Beispiel

Stufenvorderkantenmarkierungen

Die Markierung ist in voller Breite und umgreifend anzuordnen, d.h. auf der Setzstufe von der Oberkante in einer Breite von mindestens 1 cm, vorzugsweise 2 cm, auf der Trittstufen von der Vorderkante zwischen 4 cm bis 5 cm breit. Der Kontrast ist nicht nur gegenüber den Stufen sondern auch gegenüber dem Podest zu wählen. Setzstufen mit sich verringernder Höhe oder Trittstufen mit sich verjüngender Tiefe sind nicht geeignet. Dies gilt auch für Einzelstufen.

DIN 18040-3 fordert die Stufenmarkierungen für alle Stufen. Bewährt haben sich hierbei eingelassene Stufenvorderkantenmarkierungen.

Stufenmarkierungen müssen einen Kontrastwert von k ›0,5 aufweisen. Bei der Auswahl der Kontrastfarben sollte beachtet werden, dass sie auch bei Nässe und Dunkelheit sowie aus schrägem Blickwinkel deutlich erkennbar bleiben.

Die Treppen sollten mit Aufmerksamkeitsfeldern mit einer Tiefe von mindestens 0,60 m versehen sein und taktil mit dem Blindenstock erfasst werden können. Die Aufmerksamkeitsfelder für den Antritt sollten direkt vor der untersten Setzstufe liegen und für den Austritt direkt hinter der obersten Trittstufe beginnen. "Ein Leuchtdichtekontrast zwischen diesen Feldern und dem Stufenbelag ist zu vermeiden, um die Stufenvorderkantenmarkierung visuell hervorzuheben." (DIN 18040-1, S. 15)

Die DIN 32984 vermerkt: Aufmerksamkeitsfelder zeigen abwärtsführende Niveauwechsel an Treppen, Einzelstufen und steilen Rampen > 6 % als Hindernisse rechtzeitig an. Die Aufmerksamkeitsfelder erstrecken sich über die Breite der Treppe oder Rampe. Sie müssen unmittelbar an die Stufe anschließen. Sie müssen mindestens 60 cm, vorzugsweise 90 cm, tief sein.
Bei Treppen sollte vor der untersten Stufe ebenfalls ein Aufmerksamkeitsfeld vorgesehen werden. Das Aufmerksamkeitsfeld ist direkt (ohne Abstand) an die unterste Setzstufe heranzuziehen, um optische Scheinstufen zu vermeiden.

Zusätzliche Forderungen aus DIN 18040-3

Treppenanlagen mit Zwischenpodesten, deren Abstand mehr als 3,50 m beträgt, sollten zusätzlich mit taktil erfassbaren Feldern belegt werden. Treppenläufe mit einer Breite von mehr als 12,00 m sind mit einem zusätzlichen Handlauf zu versehen, der in der Regel mittig anzuordnen und beidseitig nutzbar ist.

Nachweis der Rutschhemmung (SRT-Messverfahren) mit einem SRT-Wert > 55 oder mit Belägen der R-Gruppe (s.a. BGR 181 Betriebliche Verkehrswege in Außenbereichen) von mindestens R 11 oder mindestens R 10/V4. In der BGR 181 wird für Rampen R 12 gefordert.

Treppen, die nur zum Begehen gedacht sind, müssen frei von Einbauten gehalten werden. Dazu gehören z.B. Pflanztröge, Sitzgelegenheiten und Hinweistafeln. Treppenanlagen lassen sich in verschiedene Bereiche teilen. Zu beachten ist die rechtzeitige Kennzeichnung für blinde und sehbehinderte Menschen.

Fahrtreppen oder geneigte Fahrsteige

  • Fahrtreppen, Rolltreppen: kraftbetriebene Anlagen zur Beförderung von Personen mit umlaufenden Treppen für große Menschenzahl.
  • Fahrsteige: zum transportieren von Einkaufswagen, Transportwagen

Auf die sichere Benutzung von Fahrtreppen und Fahrsteigen ist durch geeignete Informations- und Sicherheitszeichen hinzuweisen (DIN EN 115). Sie sind nicht als Flucht- und Rettungswege geeignet.

DIN 18040-1

Mit den nachfolgenden Eigenschaften sind Fahrtreppen und geneigte Fahrsteige für Menschen mit begrenzten motorischen Einschränkungen sowie für blinde und sehbehinderte Menschen barrierefrei nutzbar:

  • Geschwindigkeit bis zu 0,5 m/s;
  • Vorlauf bei Fahrtreppen mindestens drei Stufen;
  • Steigungswinkel der Fahrtreppen vorzugsweise nicht mehr als 30° (entspricht 57,7 %);
  • Steigungswinkel der Fahrsteige nicht mehr als 7° (entspricht 12,3 %).

Informationen bei Herstellern anfordern

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Zusatzinfo

DIN 18040-1 Gehwege, Verkehrsflächen

Ist aus topografischen Gründen oder zur Abführung von Oberflächenwasser ein Gefälle erforderlich, dürfen sie keine größere Querneigung als 2,5 % haben. Die Längsneigung darf grundsätzlich 3 % nicht überschreiten. Sie darf bis zu 6 % betragen, wenn in Abständen von höchstens 10 m Zwischenpodeste mit einem Längsgefälle von höchstens 3 % angeordnet werden.

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