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KDA - Quartiersentwicklung in der Praxis

Handreichung Quartiersentwicklung: Praktische Umsetzung sozialraumorientierter Ansätze in der Altenhilfe

Titelbild: Mehnert, Preiß, Handreichung Quartiersentwicklung, Prektische Umsetzung sozialraumorientierter Ansätze in der Altenhilfe

Die Quartiersorientierung ist in den vergangenen Jahren immer mehr in den Fokus der fachlichen Diskussion zur Verbesserung der Wohn-und Lebenssituation älterer Menschen gerückt. Bei diesem Ansatz geht es darum, das Lebensumfeld so zu gestalten, dass ältere Menschen und Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf möglichst lange selbständig in ihrem vertrauten Wohnumfeld bleiben können.

Die Handreichung beschreibt verschiedene Methoden zur Umsetzung von Quartiersprojekten, entwickelt sie weiter zu einem mehrschichtigen Ansatz und bietet Akteuren und Entscheidern damit eine wichtige Handlungsgrundlage.

Leseprobe

Dimensionen für zielorientierte Teilanalysen
(Sozialraumorientierter Versorgungsansatz)

Überschaubare Ansätze statt Datenfriedhöfe

Umfassende Sozialraumanalysen sind oftmals sehr aufwendig und binden viele personelle, zeitliche und somit finanzielle Ressourcen. Vielfach verliert man sich in der Fülle des Datenmaterials und kann trotz intensiver Datenrecherche nur schwer erfassen, was die Menschen im Quartier bewegt. Insbesondere bei einem Planungsansatz im Rahmen eines Sozialraumorientierten Versorgungsansatzes müssen nicht alle Dimensionen tiefenscharf erfasst werden. Es empfehlen sich niedrigschwellige Verfahren der Quartiersanalyse, bei denen überschaubare Methoden angewendet werden und das Anlegen von "Datenfriedhöfen" vermieden wird.

Dennoch ist auch hier ein Grundstock an Strukturindikatoren zu erheben, um ein dezidiertes Bild zur Struktur des Quartiers zeichnen zu können. Diese sollen unabhängig der thematischen Ausrichtung des Sozialräumlichen Versorgungsansatzes grundsätzlich erhoben werden:

Sozio-ökonomische Strukturindikatoren

  • Anzahl und Anteil der 65-jährigen und 80-jährigen Bewohner
  • Anteil der Migranten an der Quartiersbevölkerung
  • Anzahl und Anteil von Pflegebedürftigen*

Sozial-infrastrukturelle Strukturindikatoren

  • Relevante Akteure im Quartier und ihre Leistungen (z.B. private und
  • gemeinnützige Dienstleister, Schlüsselpersonen, Vereine und Organisationen,
  • Kirchengemeinden)
  • Soziale und gewerbliche Einrichtungen und Initiativen (z.B. ambulante,
  • teilstationäre und stationäre pflegerische und medizinische Einrichtungen
  • und Dienste, besondere Wohnformen für Ältere, ÖPNV,
  • Beratungsangebote, bürgerschaftliches Engagement, Nachbarschaftshilfen)
  • Räumlich-materielle Infrastruktur (z.B. Einkaufs- und Begegnungsmöglichkeiten

*Wenn dazu keine offiziellen Zahlen vorliegen, kann der bestehende Anteil der Stadt- und Kreisebene auf die Bevölkerungszahl im Quartier hochgerechnet werden.

Diese Liste von grundsätzlich zu erhebenden Indikatoren ist entsprechend der thematischen Ausrichtung des Quartiersentwicklungsprojekts zu erweitern.

Zum Beispiel sind bei einer Projektausrichtung auf die barrierefreie Gestaltung des Wohnumfeldes die Erhebung topografischer Gegebenheiten, baulicher Barrieren (z. B. Zugänglichkeit öffentlicher Plätze) und eine Erhebung des barrierearmen und -freien Wohnungsbestands unumgänglich.

Einstiegshilfen in die Datenanalysen

Im Folgenden werden Checklisten für die Zielbereiche "Generationsgerechtes Wohnumfeld", "Wohnortnahe Beratung" sowie "Soziale Infrastruktur" vorgestellt, die beispielhafte Einstiegshilfen in diese speziellen Datenanalysen geben. Zu den Zielbereichen "Bedarfsgerechte Wohnangebote" und "Bedarfsgerechte Dienstleistungen und Angebote" wurden

an dieser Stelle keine Checklisten erarbeitet, da die Projekte mit diesen Zielbereichen umfangreiche systematische Marktanalysen erfordern und diese Analysen nicht anhand einer Checkliste erstellt werden können. In gleicher Weise setzt eine Analyse des Zielbereichs "Wertschätzendes gesellschaftliches Umfeld" ein umfangreiches sozialwissenschaftliches Methodeninstrumentarium voraus.

Checkliste Generationsgerechtes Wohnumfeld

Checkliste Generationsgerechtes Umfeld
(BMFSFJ 2009)

Die Broschüre ist zum Preis von 19,90 EURO (inkl. Umsatzsteuer, zzgl. Versandkosten 3,00 EURO) beim KDA über das Kontaktformular zu bestellen.


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Autorinfo

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Kuratorium Deutsche Altershilfe

50677 Köln

Zusatzinfo

Inhalt

Vorwort

Einleitung

Kapitel 1: Ist-Analyse

  1. Einführung
  2. Wie identifiziert man Quartiere?
  3. Was muss man über das Quartier wissen?
    • Dimensionen umfassen­der Sozialraumanalysen
    • Dimensionen für zielorientierte Teilanalysen
  4. Wie kann man Versor­gungslücken identifizieren?
  5. Wo findet man Daten für eine Quartiersanalyse?

Kapitel 2: Projektmanagement

  • Projektvorbereitung
  • Projektplanung
  • Projektdurchführung
  • Projektabschluss

Kapitel 3: Kooperation und Vernetzung

  • Systematik von Netzwerken
  • Netzwerkarten

Kapitel 4: Partizipation

  • Intensitätsstufen von Betei­ligung
  • Voraussetzungen zur Stär­kung von Partizipation
  • Bürgerschaftliche Beteiligung im Quartier
  • Partizipative Methoden für die Quartiersentwicklung
  • Praxisbeispiele für die Parti­zipationsförderung

Kapitel 5: Nachhaltigkeit und Finanzierung

  • Nachhaltige Organisations­formen des Quartiersmanagements
  • Personelle Ausgestaltung
  • Aufgabenprofil
  • Finanzierungsquellen und -modelle für Quartiersprojekte

Tipps

Hersteller/ Produkte

Hersteller/ ProdukteHier finden Sie Firmen, die im Zusammenhang der baulichen Anforderungen der DIN 18040 und weiteren relevanten Richtlinien, ihre Leistungen anbieten.
Ebenso Hilfsmittel, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen oder auch zur Verbesserung Ihres Lebensumfeldes beitragen.

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