Leitfaden Barrierefreies Bauen 2.0 für öffentliche Gebäude und Arbeitsstätten einschließlich ihrer Außenanlagen
Das wesentliche Ziel des Leitfadens ist, die Anforderungen an die Barrierefreiheit für öffentliche Gebäude und Arbeitsstätten einschließlich ihrer Außenanlagen durchgängig in den Verfahrensablauf einzubinden und den Beteiligten eine Hilfestellung anzubieten. Der Leitfaden beinhaltet einen systematischen Überblick über die aktuellen Anforderungen an das barrierefreie Bauen. Er ist eine Hilfestellung und ein Nachschlagewerk für alle, die barrierefrei planen und bauen.
Weiterbildung in Ihrer Firma oder als Online-Veranstaltung (Zoom-Meeting)
Inhouse-Seminar zum barrierefreien Planen und Bauen für Landesbaubetriebe
Herausgeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Bund, Länder und Kommunen tragen als Bauherren und Arbeitgeber gemeinsam mit allen am Planungsprozess Beteiligten die Verantwortung, Grundrechte wie Nichtdiskriminierung, Gleichbehandlung und Teilhabe umzusetzen.
Für den Abbau von baulichen Barrieren in Bestandsbauten werden im Gesetzentwurf des BGG (2026/02) Fristen genannt; soll=2035, muss=2045. "So wird Barrierefreiheit zur Chance."
Inhalt des Leitfadens
- Rechtliche und technische Grundlagen
- KONZEPT BARRIEREFREIHEIT
- Handlungsfelder
Rechtliche und technische Grundlagen
Gleichstellungsrecht, Bauordnungsrecht sowie Sozial- und Arbeitsschutzrecht.
Die innerhalb dieser drei Rechtsmaterien geltenden Bundes- und Landesgesetze sind gleichrangig einzuhalten: BGG und Behindertengleichstellungsgesetze der Länder, Landesbauordnungen (LBO) und Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV).
Auch die unterschiedlichen Regeln, auf die diese Gesetze verweisen, stehen daher nebeneinander und sind daher gleichrangig zu erfüllen. Bei den technischen Standards handelt es sich um die "allgemein anerkannten Regeln der Technik", die Technischen Baubestimmungen (VV TB) sowie die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR).
Anwendungsbereiche
- Das gesamte Gebäude einschließlich der dazugehörigen Freiflächen
- Öffentlich zugängliche Gebäudeteile und dazugehörige Freiflächen sowie ggf. weitere durch die jeweilige LBO definierte Bereiche, z. B. Büros
- Arbeitsplätze, an denen Menschen mit Behinderung arbeiten
- Arbeitsplätze, an denen Menschen mit Behinderung arbeiten können
Rechtliche Grundlagen – Übersichtstabelle
Rechtliche und technische Grundlagen
KONZEPT BARRIEREFREIHEIT
... stellt für jeden Planungsschritt – von der Bedarfsplanung bis zur baulichen Umsetzung – die für das jeweilige Bauvorhaben relevanten Aspekte des barrierefreien Bauens transparent dar
Zur Veranschaulichung der Arbeitsweise wird die Anwendung beispielhaft in den verschiedenen Verfahrensschritten dargestellt
Legenden und Piktogramme für Planende (Version 4 - Stand: 12/2016)
Handlungsfelder
Die Anforderungen an das barrierefreie Bauen werden auf der Grundlage der DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude Ausgabe: 2010-10 in Handlungsfelder gegliedert.
Die Kapitel Grundwissen, Gesamtkonzept, Erschließung, Ausstattung, Räume werden nach Leistungsphasen, zwischen Innen und Außen und bei Bedarf auch nach Einschränkungen beziehungsweise baulichen Handlungsbedarfen, gefiltert.
Beispiel aus Download Büroarbeitsplätze
Der Platzbedarf für Büroarbeitsplätze richtet sich nach den individuellen Erfordernissen der Beschäftigten mit Einschränkungen.
Die Ausbildung eines Arbeitsplatzes richtet sich nach den optimierten Abläufen der jeweiligen Arbeitsvorgänge. Bei Rollstuhlnutzenden ist die Unterfahrbarkeit von Ausstattungselementen einzuhalten. Verstellbare Arbeitstische oder Arbeitsplatten lassen sich in der Höhe individuell an alle Beschäftigten anpassen. Die Höhe und Handhabung der Bedienelemente ist zu berücksichtgen.








