DIN 18040-1 Treppen

Treppen, Handlauf

Treppen

Unfälle auf Treppen sind ein Schwerpunkt in der Unfallstatistik.

Sie sind in öffentlich zugänglichen Gebäuden als einzige vertikale Verbindung unzulässig und müssen durch Aufzüge oder Rampen ergänzt werden. Sie sind beidseitig mit Handläufen zu versehen.

Treppen müssen gerade Läufe haben. Erst ab einem Innendurchmesser von 2 m sind gebogene Treppen für Menschen mit begrenzten motorischen Einschränkungen sowie für sehbehinderte Menschen barrierefrei nutzbar.

Offene Setzstufen oder unterschnittene Trittstufen sind unzulässig, schräge Setzstufen bis 2 cm Unterschneidung sind möglich.

Abbildung Aufmerksamkeitsfelder vor Treppen nach DIN 32984
Aufmerksamkeitsfelder vor Treppen nach DIN 32984

In öffentlich zugänglichen Gebäuden sind Stufenvorderkantenmarkierungen an jeder Stufe von Treppen mit bis zu drei Stufen und Treppen, die frei im Raum beginnen oder enden, Pflicht. In Treppenhäusern betrifft das die erste und letzte Stufe, sinnvoll sind jedoch alle Stufen. Die Markierung ist in voller Breite und umgreifend anzuordnen, d.h. auf der Stirnseite (Setzstufe) in einer Breite von mindestens 1 cm, vorzugsweise 2 cm, auf der Trittstufen eine Breite zwischen 4 cm bis 5 cm. Der Kontrast ist nicht nur gegenüber den Stufen sondern auch gegenüber dem Podest zu wählen. Setzstufen mit sich verringernder Höhe oder Trittstufen mit sich verjüngender Tiefe, sind nicht geeignet. Dies gilt auch für Einzelstufen.

Bewährt haben sich hierbei eingelassene Stufenvorderkantenmarkierungen. Aufgesetzte (geklebte) Markierungen eignen sich schlecht beim Einsatz von Treppensteigern.

Die Treppen sollten mit Aufmerksamkeitsfeldern mit einer Tiefe von mindestens 60 cm und taktil mit dem Blindenstock erfassbar sein. Die Aufmerksamkeitsfelder für den Antritt sollten direkt vor der untersten Setzstufe liegen und für den Austritt direkt hinter der obersten Trittstufe beginnen. Ein Leuchtdichtekontrast zwischen diesen Feldern und dem Stufenbelag ist zu vermeiden, um die Stufenvorderkantenmarkierung visuell hervorzuheben.

Handlauf

Handlauf Wandhandlauf gemäß Norm Treppenhandlauf am Zwischenpodest

Die Handläufe sind durchlaufend an Treppenauge oder Rampenauge, Zwischenpodesten und über Fensteröffnungen, Heizflächen und ähnliches hinwegzuführen. Sie müssen am freien Ende mindestens 30 cm über das Treppenende waagrecht und mit einer Rundung zur Wand/ Seite oder nach unten fortgeführt werden.

Sie sind griffsicher, gut umgreifbar, rund oder oval mit einem Durchmesser von 30 bis 45 mm anzufertigen. Der lichte Abstand zur Wand beträgt 50 mm.

Eine kontrastreiche Ausbildung erleichtert die Orientierung.
In öffentlichen Bereichen sollten sie Informationen z.B. über Gebäudegeschosse, auf Anfang und Ende von Rampenläufen und Treppenläufen, auf die Richtung von Rettungswegen erhalten.

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Zusatzinfo

Treppen

in den Landesbauordnungen

Landesbauordnungen, Treppen

Arbeitsstätten

Die Arbeitsstättenrichtlinie ASR 7/3 "Künstliche Beleuchtung" fordert für Treppen eine Nennbeleuchtungsstärke von 100 Lux, gemessen in einer Höhe von 0,20m über der Stufenoberfläche.

Arbeitsstättenrichtlinie ASR 17/1 und 2 Verkehrswege (Auszug Geländer und Handläufe)
ASR A2.3 Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan

siehe auch:

DIN 32984:

Bodenindikatoren im öffentlichen Verkehrsraum

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