Barrierefreie Radwege Drucken

Der Radweg soll möglichst eben sein, ohne Stufen und Schwellen und nur wenig Steigung aufweisen.

Fortbildung für Architekten/Planer und Entscheidungsträger

für die barrierefreie Gestaltung öffentlicher Verkehrsanlagen nach DIN 18040-3 und DIN 32984.

Barrierefreie öffentliche Infrastruktur im August 2021 in Berlin

Barrierefreie öffentliche Infrastruktur im September 2021 in München

Radwege im barrierefreien Verkehrsraum

Radweg mit optischer MarkierungRadweg mit TrennstreifenFahrradfahrer auf dem RadwegRadweg führt an Ausstiegsstelle einer Bushaltestelle vorbei

Radfahrer stellen an ihre Verkehrswege ähnliche Ansprüche wie gehbehinderte Menschen, insbesondere wie die, die einen Rollstuhl oder Rollator nutzen: Der Weg soll möglichst eben sein, ohne Stufen und Schwellen und nur wenig Steigung aufweisen.

Deshalb nutzen Rollstuhlfahrer auch vielfach die Absenkung des Radwegs, um von Gehweg auf die Fahrbahn bzw. wieder auf den Gehweg zu gelangen.

Sind ihre Ansprüche an die Wegeoberfläche somit ähnlich, unterscheiden sie sich aber erheblich im Verkehrsverhalten, in Flexibilität und Geschwindigkeitsniveau.

Deshalb ist eine gemeinsame Führung von Rad- und Fußgängerverkehr "nur dort vertretbar, wo die Netz- und Aufenthaltsfunktion beider Verkehre gering ist".

Die "überdurchschnittlich hohe Nutzung ... durch besonders schutzbedürftige Fußgänger (z.B. Menschen mit Behinderungen oder Mobilitätseinschränkungen, Kinder)" gilt ausdrücklich als Ausschlusskriterium. Nur Kinder bis 8 Jahre, also eine Gruppe noch unsicherer und langsamer Radfahrer, müssen (bzw. bis 10 Jahre dürfen) ebenfalls den Gehweg benutzen.

Die Ansprüche sehbehinderter und blinder Menschen an ihren Bewegungsraum stehen dagegen in scharfem Widerspruch zu dem der Radfahrer. Sie benötigen keine niveaugleichen Flächen, sondern klare Grenzen und ertastbare Strukturen.

Zudem unterscheiden sich Radfahrer und Blinde und Sehbehinderte nicht nur durch ihr Verhalten, ihre Geschwindigkeit und ihre Anforderungen an die Wegeoberfläche, Radfahrer sind für blinde Menschen auch selbst eine Gefahr: sie sind im Unterschied zum Kfz-Verkehr akustisch nicht wahrzunehmen. Das Zusammentreffen von Blindenstock und Speichen kann für beide sehr unangenehm werden. Für blinde und sehbehinderte Menschen ist eine taktil ertastbare Abgrenzung vom Radverkehr deshalb von großer Bedeutung, und für sehbehinderte zusätzlich eine visuell wahrnehmbare. Diese Begrenzung sollte außerdem Radfahrer möglichst davon abhalten, sie zu überschreiten.

Besonders kritisch ist eine fehlende Abgrenzung an Kreuzungen und Einmündungen. Hier können blinde Menschen nicht nur auf den Radweg geraten, sondern über die Bordabsenkung auch auf die Fahrbahn, ohne es zu merken.

Im Hinblick auf Barrierefreiheit ist deshalb die beste Lösung, die Radfahrer vom Gehweg klar getrennt auf Fahrbahnniveau zu führen, vor allem an Querungsstellen. Dann kann die Verkehrsfläche (Fahrbahn und Radfahr- oder Schutzstreifen) von Kfz- und Radverkehr in einem Zuge gequert werden, ggf. vorhandene Hilfen wie z.B. Lichtsignalanlagen beziehen dann den Radverkehr ein.

Mehr lesen Sie in der pdf zu:

  • Trennung niveaugleicher Geh- und Radwege
  • Querung von Radwegen
  • Gemeinsam genutzte Rad- und Gehwege
  • Haltestellen

Der vollständige Fachbeitrag "Radwege im barrierefreien Verkehrsraum" steht hier zum Downloaden bereit.

Download mit Login

Radwege im barrierefreien Verkehrsraum (ca. 5.2 KB)

radwege.pdf

Kontaktformular / Informationen/Angebot/Preise anfragen

Ihre Angaben

Für Ihren Download benutzen Sie bitte die Logindaten, die Sie in Ihrer Bestätigungs-Email erhalten

Datenschutzerklärung: Mit der Nutzung des Kontaktformulars geben Sie Ihre Einwilligung im Sinne der DSGVO, dass Ihre Daten gespeichert, verarbeitet und weitergeleitet werden. Wir verarbeiten Ihre Daten entsprechend der DSGVO und sorgen für deren Sicherheit. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung. Nach dem Absenden erhalten Sie eine Kopie Ihrer Daten mit Angabe des Empfängers.

Autorinfo

Herr Dipl.-Ing. Arch. Bernhard  Kohaupt

60489 Frankfurt

Beratung, Planung, Seminare, Vorträge und Schulungen

Schwerpunkt ist die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum: Gehwege, Wegenetze, Querungsstellen, Haltestellen, Bodenindikatoren, Treppen und Rampen

Tipps

Radwegplatte

Radwegplatte

Bodenindikatoren, Leitsystem, Sound Stone, Radwegplatte für Blinde und Sehbehinderte

Fahrbahn/Gehweg

Fahrbahn/Gehweg

Kasseler Querungs­bord: barrierefreie Überrollbarkeit und eindeutige Erkenn­barkeit für Blinde und Sehbehinderte.

Überquerungsstellen

Überquerungsstellen

Sonderbordsteine und Boden­indikatoren für getrennte Überquerungsstellen

KfW Fördermittel

Hand mit GeldscheinenLassen Sie Sich von Anbietern förderfähiger Baumaßnahmen Infomaterial zusenden.

Im Moment sind die Zinskonditionen besonders günstig. Sie erhalten Ihren KfW-Kredit bereits ab 1,00% eff. p. a.!