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Förderangebote für die eigenen 4 WändeFacebookTwitterEmailDrucken

Ein Überblick über die vielfältigen finanziellen Unterstützungen aus öffentlicher Hand für Bau und Kauf von Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte, Reihenhaus oder Eigentumswohnung - Neubau, Bestand, Umbau.

Staatliche Förderangebote für Häuslebauer

Der Staat unterstützt Bürger, die ihre eigenen vier Wände bauen oder kaufen wollen. Der Bund, die meisten Bundesländer und viele Kommunen bieten dafür diverse Förderinstrumente.

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Das Baukindergeld

Seit dem 18.09.2018 gilt das neue Baukindergeld-Programm der Bundesregierung. Der Zuschuss zum Neubau und Kauf selbstgenutzten Wohneigentums beträgt 1.200 Euro pro Jahr pro Kind unter 18 Jahren und die Laufzeit beträgt 10 Jahre.

Voraussetzung ist, dass Antragsteller kindergeldberechtigt sind, und das zu versteuernde jährliche Haushaltseinkommen maximal 90.000 Euro bei einem Kind beträgt, zuzüglich 15.000 Euro für jedes weitere Kind unter 18 Jahren.

Er wird beantragt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und ausgezahlt für Bauvorhaben, für die der Kaufvertrag zwischen 01.01.2018 und 31.12.2020 unterzeichnet oder im selben Zeitraum die Baugenehmigung erteilt wurde.

Das Bundesland Bayern stockt das Baukindergeld mit dem Baukindergeld Plus für die Dauer von 10 Jahren mit weiteren 300 Euro pro Jahr pro Kind auf.

Hinweis: Das Baukindergeld gibt es erst nach dem Einzug in das selbstgenutzte Wohneigentum. Der Antrag muss innerhalb der ersten drei Monate nach Einzug gestellt werden.

Weitere Angebote der KfW Förderbank

Die KfW Förderbank bietet Häuslebauern zahlreiche weitere Förderprogramme im Bereich Bauen, Wohnen, Barrierefreiheit und Energiesparen, die zur Finanzierung von Investitionen in Wohnimmobilien dienen.

Die KfW Bankengruppe ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Förderzwecke der KfW Förderbank sind die Schaffung von Wohneigentum, die energetische Gebäudesanierung, die Modernisieren von Wohnraum einschließlich barrierefreien bzw. altersgerechten Umbaus, die Errichtung von sparsamen Neubauten sowie Fotovoltaikanlagen. Unter anderem stellt die Bundesregierung zur Umsetzung der Energieeffizienzinitiativen umfangreiche Mittel zur Verfügung, um die Programme zur CO2-Reduzierung attraktiv zu gestalten und die nationalen Verpflichtungen zum Klimaschutz aus Kyoto-Protokoll und Pariser Klimaabkommen zu erfüllen.

Die Wohnungsbauprämie

Die staatliche Wohnungsbauprämie ist ein Sparzuschuss. Seit 1952 dient sie der Wohnungsbauförderung und unterstützt zukünftige Besitzer privaten Wohneigentums bei der Bildung von Eigenkapital.

Anspruch haben alle in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtigen Personen im Alter ab 16 Jahren, die prämienbegünstigte Aufwendungen zum Beispiel für Bausparverträge leisten. Dabei darf das zu versteuernde Jahreseinkommen Alleinstehender 25.600 Euro sowie Ehegatten 51.200 Euro nicht übersteigen.

Die Prämie beträgt 8,8 Prozent der Beiträge eines Jahres, sofern mindestens 50 Euro aufgewendet wurden. Je Kalenderjahr werden jedoch maximal Aufwendungen in Höhe von 512 Euro (Einzelperson) und 1.024 Euro (Ehepaar) bezuschusst. Die jährliche Höchstprämie beträgt demnach 45,06 Euro bzw. 90,11 Euro.

Die Arbeitnehmersparzulage

Die Arbeitnehmersparzulage ist eine staatliche Prämie für vermögenswirksame Leistungen (VL), also für Geldbeträge, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt. Die VL können unter anderem auf Bausparverträge fließen oder direkt der Tilgung von Darlehen für selbstgenutzte Immobilien dienen. Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage haben Arbeitnehmer, die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit beziehen. In vielen Branchen bestehen Tarifverträge über vermögenswirksame Leistungen.

Die Arbeitnehmersparzulage beträgt 9 Prozent der vermögenswirksamen Leistungen, die auf Bausparverträge oder für die genannte Darlehenstilgung verwendet werden, maximal 43 Euro jährlich für Alleinstehende und 86 Euro für Verheiratete. Dabei darf das zu versteuernde Einkommen 17.900 Euro bei Alleinstehenden und 35.800 Euro bei Ehegatten nicht übersteigen.

Das Wohn-Riestern

Die staatliche Hilfe für selbstnutzende Häuslebauer namens Wohn-Riestern hieße besser "Eigenheimrente", denn dieser Begriff steht im Gesetz. Wer mit einem Riester-Vertrag privat für das Alter vorsorgt, kann die Riester-Zulagen auf ein Bausparkonto leiten und so bei unveränderten eigenen Sparleistungen die Sparzeit verkürzen. Er kann die Riester-Zulagen aber auch direkt in die Tilgung eines laufenden Immobilienkredits stecken und sich dadurch schneller entschulden. Als dritte Möglichkeit kann das angesparte Geld aus einem Riester-Vertrag komplett entnommen und als Eigenkapital für den Bau oder Kauf einer Immobilie verwendet werden.

Die Riester-Förderung steht allen offen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, und deren Ehepartnern. Als Grundzulage erhalten Alleinstehende bis zu 154 Euro jährlich, Eheleute das Doppelte. Für jedes Kind kommt eine Kinderzulage von bis zu 185 Euro jährlich hinzu; für Kinder ab dem Geburtsjahr 2008 sind es bis zu 300 Euro im Jahr. Wer bei Abschluss eines Riester-Vertrags höchstens 25 Jahre alt ist, erhält außerdem noch einmalig 200 Euro dazu. Bei der Riester-Förderung gibt es keine Einkommensgrenzen. Der Eigenbeitrag des Sparers einschließlich der Riester-Zulagen muss mindestens vier Prozent seines Bruttoeinkommens des Vorjahrs betragen, um die volle Förderung zu erhalten. Andererseits werden aber höchstens 2.100 Euro pro Jahr gefördert. Zusätzlich prüft das Finanzamt, ob der Sparer neben der Zulage auch noch eine Steuerersparnis erzielt, die durch den Abzug der Beiträge als Sonderausgaben zustande kommen kann. Die geförderten Beträge sind, wie bei der Riester-Förderung üblich, auch beim Wohn-Riestern im Rentenalter zu versteuern.

Die Förderprogramme der Bundesländer

Neben den bundesweit geltenden vier Förderwegen unterstützt die öffentliche Hand den privaten Wohnungsbau für Selbstnutzer auch auf regionaler Ebene. So haben die meisten Bundesländer eigene Förderprogramme aufgelegt. In der Regel handelt es sich um zinsverbilligte Darlehen und direkte Zuschüsse für den Bau oder Kauf einer neuen Wohnung oder eines neuen Hauses, die die jeweilige landeseigene Förderbank vergibt. Die Förderungshöhen sind von Land zu Land unterschiedlich, ebenso die Zinssätze für Kredite, die Höhe der verlangten Eigenleistungen und die Art und Weise, wie Kinder berücksichtigt werden. Stets gelten auch Einkommensgrenzen. Interessenten für Länderförderungen sollten sich mit dem Förderinstitut ihres Bundeslandes in Verbindung setzen.

Auch viele Kommunen unterstützen private Bauherren

Darüber hinaus haben auch zahlreiche Städte und Gemeinden eigene Förderwege für den Haus- und Wohnungsbau in ihrer Gemarkung eingerichtet. Die Unterschiede der Förderungshöhe sind von Kommune zu Kommune noch größer als bei den Ländern, wenngleich es sich auch hier meist um zinsverbilligte Darlehen und direkte Zuschüsse für den Bau oder Kauf einer neuen Wohnung oder eines neuen Hauses handelt. In der Regel werden darüber hinaus ebenfalls Eigenleistungen verlangt und Einkommensgrenzen gesetzt. Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht weder bei den Kommunen, noch bei den Ländern. Die Vergabe der Mittel erfolgt in der Regel nach dem Windhundverfahren, das heißt in der Reihenfolge der Antragseingänge, bis das verfügbare Geld verbraucht ist.

Behinderungsbedingte Umbaumaßnahmen gelten als außergewöhnliche Belastungen

Laut Entscheid des Bundesfinanzhofs vom 23.12.2009 können Aufwendungen für den behindertengerechten bzw. barrierefreien Umbau von Wohneigentum steuerlich als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden. Der dadurch erlangter Gegenwert darf außer Betracht bleiben.

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