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Rollator - RollatornutzerFacebookTwitterEmailDrucken

Tipps und Hinweise für die barrierefreie Wohnraumgestaltung - speziell bei der Nutzung eines Rollators

Rollatoren können helfen, sicherer zu gehen. Schätzungsweise mehr als drei Millionen Rollatoren sind bundesweit im Einsatz. Gerade viele ältere und pflegebedürftige Menschen nutzen sie, um möglichst selbstständig zu sein - zu Hause, bei Spaziergängen oder beim Einkaufen.

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Rollator fährt über schwellenlosen ÜbergangArthritisrollator Volaris RA mit UnterarmstützenMobiler Gehstockhalter mit Saugfuß

Durch weitgehende Anpassung und barrierefreie Umgestaltung der Wohnung können auch geschwächte oder kranke Menschen eigenständig und unabhängig von fremder Hilfe in ihrem eigenen Zuhause leben. Wichtig ist, auf die individuellen Bedürfnisse, die Lebenssituation wie auch den Gesundheitszustand zu achten und daraus ein maßgeschneidertes und persönliches Wohnkonzept zu entwickeln.

Anpassung der Wohnung zur Nutzung von Rollatoren

Altersbedingte körperliche und geistige Beeinträchtigungen

Mit zunehmenden Alter lassen bei allen Menschen die körperlichen und geistigen Fähigkeiten nach. Dabei ist ganz verschieden, in welchem Ausmaß und ab welchem Zeitpunkt Beeinträchtigungen auftreten.

Nachlassende Muskelkraft macht sich u.a. durch zusätzlich auftretenden Muskelschwund, Gelenksteife, Gleichgewichtsstörungen oder Sehstörungen bemerkbar. Die betroffenen Personen reagieren verunsichert und bewegen sich aufgrund ihrer geschwächten Wahrnehmung sehr zaghaft. Zudem bedeutet Bewegung mit nachlassender Muskelkraft eine erhöhte körperliche Anstrengung.

Bieten Halt und erleichtern die Fortbewegung: Gehstöcke und Rollatoren

Gehstöcke und Rollatoren sind bekannte wie auch bewährte Hilfsmittel, die den Benutzern Halt bieten und ihnen die Fortbewegung erleichtern. Außerdem schützen sie vor Stolperfallen und herumliegenden Gegenständen. Beide Hilfsmittel haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile und es muss abgewogen werden, welches Hilfsmittel am geeignetsten erscheint. Der Gehstock benötigt am wenigsten Platz. Rollatoren bieten dafür aber mehr Schutz und Halt und sind zudem häufig mit einem Korb ausgestattet, mit dem Gegenstände in der Wohnung und auch unterwegs sicher und bequem transportiert werden können.

Notwendige Veränderungen innerhalb der Wohnung:

Die gute Nachricht vorweg: sofern die Grundzüge barrierefreien Bauens bereits beachtet wurden, reichen meist kleine Veränderungen aus, um die Wohnung für eine Person, die auf einen Rollator angewiesen ist, passier- und bewohnbar zu machen.

Ansonsten gilt: Personen mit Rollator benötigen größere Bewegungsflächen. Allgemein wird von einer notwendigen Bewegungsfläche von 120x120cm ausgegangen. Außerdem sollte ausreichend Fläche neben dem Sofa, dem Esstisch, der Küchenzeile oder dem Bett vorhanden sein, um den Rollator dort bei Nichtbenutzung abstellen zu können.

Auch Einrichtungsgegenstände und Bedienelemente wie Fenster oder Türgriffe müssen mit dem Rollator erreichbar sein. Fenstergriffe, Rollogurte und ähnliches sollten deswegen an einer freien und leicht zugänglichen Stelle angebracht werden. Wenn die Bedienelemente auf 85cm Höhe angebracht sind, können sie auch in sitzender Position erreicht werden. Der Kraftaufwand verringert sich. Vor diesem Hintergrund ist ebenfalls darauf zu achten, dass alle wichtigen und alltäglichen Tätigkeiten wie Kochen, Waschen, Bügeln, Duschen, Frisieren, usw. auch im Sitzen möglich sind. Entsprechende Vorkehrungen gilt es z.B. durch höhenverstellbare Arbeitshöhen, Arbeitsflächen und Greifzonen zu treffen.

Im Badezimmer sind Duschklappsitz und Haltestangen dringend erforderlich. Sie sorgen für Sicherheit und Entspannung. Stühle mit erhöhter Sitzfläche (ca. 48cm) und stabiler Lehne sind generell von Vorteil, da sie das Abstützen und Aufstehen erleichtern. Stabiles Mobiliar erfüllt hier ebenfalls seinen Nutzen.

Nicht zu unterschätzen: der Ausblick

Menschen mit Gehbehinderung oder anderen körperlichen Beeinträchtigungen verbringen viel Zeit zu Hause. Die Natur, der Garten oder das Geschehen auf der Straße sollten also gut von der Wohnung aus eingesehen werden können. Sitzmöglichkeiten am Fenster laden ein, um vor dem Fenster zu verweilen.

Kurze Wege und freie Flächen

Bei nachlassender Gesundheit zahlen sich kurze Wege innerhalb der Wohnung schnell aus. Jeder lange Weg bedeutet im Falle einer Gehbehinderung mehr Kraft und Energie.

Wenn ausreichend Fläche zum Abstellen des Rollators vorhanden ist, kann der Rollator je nach Befinden verwendet werden und steht auch nicht im Weg herum.

Bitte beachten: alle Umbaumaßnahmen richten sich an den individuellen Bedürfnissen aus und können je nach Mensch sehr verschieden ausfallen. Die intensive Beobachtung von Arbeits- und Bewegungsabläufen zeigt, welche konkreten und notwendigen Veränderungen innerhalb der Wohnung durchgeführt werden müssen, um die Selbstständigkeit langfristig zu erhalten.

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Autorinfo

Frau Lisa Hoffmann

13403 Berlin

geboren 1991, lebt in Berlin und studiert im Master soziokulturelle Studien. Sie beschäftigt sich mit den Folgen des demographischen Wandels und möchte ihre Masterarbeit über die Rolle pflegender Angehöriger schreiben.

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