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Apotheke barrierefrei

Apotheke barrierefrei

Laut ApBetrO § 4 (Verordnung über den Betrieb von Apotheken) sollen Apotheken "barrierefrei erreichbar sein", und es muss auch für die Beratung von Patienten und Kunden genügend Raum verbleiben.

In der ratifizierten Behindertenrechtskonvention (BRK) legt Art. 9, Absatz 1 dar, in welchen Bereichen die Vertragsstaaten auf jeden Fall Barrierefreiheit schaffen müssen. Dazu gehören medizinische Einrichtungen.

Für neu eröffnete Apotheken ist der behindertengerechte Zugang Pflicht. Bei bestehenden Apotheken müssen die Apothekenleiter eine Lösung finden. Bei Eigentümerwechsel ist die Gegebenheit erneut zu prüfen. Ein Problem ist der Denkmalsschutz - eine genaue Überprüfung, Begründung und Lösungsmöglichkeiten sind mit der Denkmalbehörde abzuklären.

Behindertesymbole

Barrieren sind:

für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen - Gehbehinderte, Rollatornutzer, Rollstuhlnutzer

  • Parkplätze unzureichend
  • Stufen, Treppen, Türen
  • zu hoher Tresen
  • ungenügende Bewegungsfläche

für Sehbehinderte, Blinde

  • keine visuellen, taktilen und/oder akustischen Informationen zur Orientierung
  • schlechte Beschilderung, Beleuchtung, große Glasflächen
  • Platz für den Blindenführhund fehlt (Blinde)
  • kein Infomaterial

für Hörbehinderte

  • keine visuellen oder akustischen Informationen zur Orientierung
  • Anmeldung nicht per Email, Fax , SMS möglich
  • keine IndukTive Höranlage
  • keine Informationen zu Gebärdensprachdolmetscher, andere Kommunikationshilfen

für Behinderte mit Begleitperson, kognitiven Einschränkungen

  • keine einfache Sprache für den Betroffenen
  • keine Geduld, keine Toleranz

Beispiele von Umbaumaßnahmen - Hersteller, Produkte, Infomaterial

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Erreichbarkeit/Wege und Stellplätze

mit Bus, Bahn, Straßenbahn usw., max. 10-15 Gehminuten
Behindertenparkplätze in der Nähe des Eingangs

Außenanlage, Beläge, Treppen, Rampen Elektrische Freiflächenheizung für Außenanlagen, Verkehrsanlagen Außenanlage, Beläge, Treppen, Rampen

Zugang: Überwindung von Höhenunterschieden mittels Rampen

Rampen ≤ 6 % Steigung (für eine Stufe von 18cm ist eine Rampenlänge von 3m erforderlich). Ist dies baustrukturell nicht möglich, sind Rampen mit maximal 10 % Neigung zulässig (Mindestforderung KfW Kredit Barrierearme Stadt)

mit rutschsicherer Fahrfläche, witterungsbeständig und wartungsfrei Profilrampen mit Podesten auch für hohe Belastbarkeit Rampen, Geländer, Zwischen-, Eck- und Wendepodeste sowie Treppenmodule Unterkonstruktion, Geländer in Edelstahl belegt mit Aluminium-Riffelblech mobile temporäre und stationäre Rampen für größere Konstruktionen in Modultechnik

Mobile Rampen erlauben meist keinen selbstständigen Besuch.

ein oder zweiteilige Rampen für Türschwellen und Überfahrten bis 215 mm Höhendifferenz für Treppenstufen, Türprofile oder Türschwellen, Terrassentürübergänge aufnehmbar mit Griff, zweiteilig und in der Höhe verstellbar mobile Rampe für den Einsatz im Haus oder im Freien, aber auch z.B. zum Mitnehmen im Auto Hauseingang, Balkon, Dusche, öffentlicher Raum; innen und außen

Treppenanlagen

Treppenhandläufe auf beiden Seiten der Treppe
Handlaufbeschilderung für Blinde
Stufenvorderkantenmarkierung auf der Treppenstufe kennzeichnen Treppenanfang und Treppenende

Stufenmarkierung im öffentlichen Raum Handlauf für Treppen und Rampen Handlauf und Geländer für Treppen, Rampen, Gehweg und Brüstungen
Taktile Pläne, Schilder, Beschriftungen Leitsysteme, Türschilder, Handlaufinformationen, Tasttafeln Taktile Orientierungshilfen und Leitsysteme Taktile Leitsysteme, Orientierungshilfen

Taktile, optische und akustische Orientierungshilfen

Beschilderung, Nachtklingel kontrastreich und in gut lesbarer Schriftgröße in Augenhöhe (120-140 cm), zusätzliche optische Rückmeldung für Hörbehinderte
blendfreie Beleuchtung des Außenbereichs und des Eingangs und der Räume
Bodenindikatoren erleichtern die Orientierung mit dem Langstock

Taktile Pläne, Schilder, Beschriftungen Orientierungshilfen, Leitsysteme, taktile Schilder Licht im Flur, Treppenhaus Visuelle, taktile und akustische Leitsysteme
Leitsysteme - taktil, visuell, akustische Orientierungshilfen Bodenleitsysteme nach DIN-Norm Edelstahl-Blindenleitsystem Leitsysteme, Türschilder, Handlaufinformationen, Tasttafeln Taktile Leitsysteme, Orientierungshilfen

Hebebühnen/Treppenplattformlifte

Die Plattform des Liftes muss mindestens Platz für einen Elektrorollstuhl bieten:
lichte Breite 110 cm, lichte Tiefe 140 cm, Zufahrtsbreite mindestens 90 cm.
Anforderungstaster müssen vom Rollstuhl erreichbar, für Sehbehinderte kontrastreich und für Blinde zu ertasten sein.

Hebebühnen bis 1,00m Förderhöhe

Hubhöhe: 170 - 400 mm, max. Tragkraft 225 kg, Erweiterung mit Treppenausgleichpodest mit Edelstahlverkleidung, Hubhöhe 550 mm bis 1850 mm, Tragkraft 320 kg, hydraulischer Antrieb von mini bis 2 m Plattformlänge, Hubhöhe bis 3 m, Tragkraft bis 300 kg in Edelstahl oder Glaswänden, Hubhöhe max. 3 m, Traglast 300 kg in Edelstahl oder Aluminium mit Beschichtung, Hubhöhe max. 3 m, Traglast 315 kg

Treppenplattformlifte

für alle geraden Treppen ab 75,5 cm Breite und bis 40 m Länge, Steigung bis 45=, 325 kg Traglast für alle Treppen über mehrere Etagen, Steigung bis 60 Grad, 300 kg Traglast für große, schwere E-Rollis mit seitlicher Auffahrt, Tragkraft bis zu 300 kg für große, schwere E-Rollis mit seitlicher Auffahrt, Steigung bis 55 Grad, Tragkraft bis zu 300 kg Mindestlaufbreite 1m, Breite zusammengeklappt ab 27 cm, Steigung bis 47 Grad, 300 kg Traglast

Türen

Türöffner (vorzugsweise automatisch) müssen leicht bedienbar sein; Höhe 85 cm und vom Rollstuhl aus erreichbar.
Türbreite 90 cm
große Glasflächen mit kontrastreicher Markierung

Türschließer, Fluchtwegsystem, Rettungswegsystem Unsichtbarer, automatischer Türantrieb Fingerschutzzargen, Kantenschutz, Wandschutz Glasdesign

Verkaufsräume

Bodenbeläge rutschhemmend
Anmeldetresen mit abgesenktem Bereich zur Kommunikation im Sitzen zwischen Kunden (egal ob Rollstuhlfahrer, kleinwüchsig oder 80) und Apotheker.
Platz für Blindenführhund

Kunststoff - Designbodenbelag Antirutsch-Beschichtungen Gehstockhalter

Service

Schulung des Personals
Kommunikationstraining
Toleranz und Hilfsbereitschaft gegenüber Hörbehinderten, Menschen mit Lernschwierigkeiten, mit psychischen Problemen



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Zusatzinfo

ApBetrO § 4 Beschaffenheit, Größe und Einrichtung der Apothekenbetriebsräume

(2a) Die Offizin muss einen Zugang zu öffentlichen Verkehrsflächen haben und soll barrierefrei erreichbar sein. Sie muss so gestaltet werden, dass der Vorrang des Arzneimittelversorgungsauftrags nicht beeinträchtigt wird und für die in der Offizin ausgeübten wesentlichen Aufgaben, insbesondere die Beratung von Patienten und Kunden, genügend Raum bleibt. Die Offizin muss so eingerichtet sein, dass die Vertraulichkeit der Beratung, insbesondere an den Stellen, an denen Arzneimittel an Kunden abgegeben werden, so gewahrt wird, dass das Mithören des Beratungsgesprächs durch andere Kunden weitestgehend verhindert wird.

Ich muß draußen bleiben

Cartoon Rollifahrer

Cartoon von Phil Hubbe

10 Prozent der Bevölkerung sind auf Barrierefreiheit zwingend angewiesen, 30 bis 40 Prozent brauchen sie als notwendige Hilfe bei der Bewältigung des alltäglichen Lebens und für alle anderen stellt Barrierefreiheit eine Komfortverbesserung dar.

Handbuch

Handbuch und Planungshilfe: Apotheken

Tipps

Treppen, Rampen

Treppen, RampenTreppen im öffentlichen Bereich sind durch Rampen oder Aufzugsanlagen zu ergänzen.

Treppenplattformlift

TreppenplattformliftTreppenlift, Plattformlift, Treppenplattformlift, Rollstuhl-Schrägaufzug

Hebelift

HebeliftHebeplattform, Hublift, Hebelift, Plattformlift

Fenster/ Türen

Fenster/ TürenFenster, Türen, barrierefreie Balkontür, Jalousien, Oberlichtöffner

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Barrierefreies Bauen

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