Erarbeitung eines Lichtkonzeptes

Licht in Innenräumen - Planungsgrundlagen

Beleuchtung für Seniorenheim, Krankenhaus, Betreutes Wohnen

Medical Lighting: Beleuchtung, Medizinleuchten
Raumbeleuchtung und Allgemeinbeleuchtung, Seniorenzimmerbeleuchtung, Patientenzimmerbeleuchtung, Leseleuchten, Lupenleuchten, Untersuchungsleuchten sowie entsprechende Zubehörkomponenten.

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Derungs Medical Lighting

Erarbeitung eines Lichtkonzeptes

Beleuchtung für Seniorenheim, Krankenhaus, Betreutes Wohnen

Licht wirkt auf Psyche, Empfinden und Wohlgefühl und lässt uns Farben sehen. Da sich mit zunehmendem Alter die Sehfähigkeit deutlich verschlechtert, haben vor allem ältere Menschen mit den Auswirkungen mangelhafter Beleuchtung zu kämpfen. Ein 80-jähriger Mensch benötigt durchschnittlich bis zu zehnmal so hohe Beleuchtungsstärken wie ein junger Mensch. Der gezielte Einsatz von Licht erleichtert den Betroffenen den Umgang mit krankheitsbedingten Symptomen und sorgt für eine längerfristige Selbstständigkeit und Mobilität.

Planungsgrundlagen

Die Wahl der passenden Lichtlösung kann bereits im frühzeitigen Planungsstadium durch unterschiedliche Lichtberechnungen und Visualisierungen entscheidend erleichtert werden.

Lichtberechnungen mit unterschiedlichen Leuchtkörpern und Leuchtmitteln ermöglichen bereits im Vorfeld eine detaillierte Übersicht über die Beleuchtungsstärken und deren Verteilung. Eine realitätsnahe Veranschaulichung ermöglicht Architekten und Betreibern ebenfalls frühzeitig einen Einblick in eine ausführbare Lösung und ist für die Entscheidungsgrundlage sehr hilfreich.

"Alles aus einer Hand"-Lösungen bieten folgende Vorteile:

  • Lichtsysteme, die gleichermaßen für Empfangsbereich, Flure, Zimmer, Treppen und Aufenthaltsräume geeignet sind. --> Das Auge kann sich somit problemlos auf ein gewisses Lichtniveau einstellen (wichtig speziell in der Seniorenpflege); ideal auch als "Beleuchtungslinie" (Design!).
  • Für alle Leuchten das gleiche Leuchtmittel! (kein Ersatzteillager diverser Leuchtmittel!)
  • Gleicher Aufbau der Leuchten - somit sehr einfacher Wartungs- und Serviceaufwand mit ganz wenig Werkzeug.
  • Realitätsnahe Visualisierungen als Entscheidungsgrundlage.
  • Professionelle Unterstützung in den Lichtberechnungen.
  • Licht für jedes Bedürfnis.

Die gekonnte Lichtplanung verlangt daher fundiertes Fachwissen und langjährige Erfahrung. Das Unternehmen Waldmann steht Ihnen gerne als kompetenter Partner zur Seite.

Für ein selbstbestimmtes Leben ist Barrierefreiheit die Grundlage.
Volkswirtschaftlich gesehen sind Lösungen zur Unterstützung der Selbstständigkeit pflegebedürftiger Menschen ein Muss.

Die vorliegenden Richtlinien geben Planungshilfe für privaten Wohnraum sowie auch für öffentliche Einrichtungen.

Technische Anforderungen an künstliche Beleuchtung

Empfohlene Beleuchtungswerte
VDI-Richtlinie 6008, Barrierefreie und behindertengerechte Lebensräume
Bereich Lichtszene Beleuchtungs-
stärke E[lx]
Lichtfarbe Beleuchtungsart
Licht für Flur und Treppenhaus
Flur, Treppenhaus
Tagbeleuchtung
Bodennähe (10 cm ab Boden)
Augenhöhe (140-160 cm ab Boden)

200-300 Lux
300-500 Lux
(zylindrisch)

warmweiss/ neutralweiss
warmweiss/ neutralweiss

direkt/ indirekt
direkt/ indirekt
Nachtbeleuchtung Bodennähe 50-100 Lux warmweiss/ neutralweiss direkt/ indirekt
Licht im Gemeinschaftsraum, Aufenthaltsraum
Aufent­haltsräume
Tagbeleuchtung Bodennähe 200-500 Lux warmweiss/ neutralweiss direkt/ indirekt
Licht im Bewohnerzimmer
Bewohner­zimmer
Pflegelicht
Liegeebene (85 cm ab Boden)

300-500 Lux

warmweiss/ neutralweiss
direkt/ indirekt, je nach Pflegefall Zwei-Komponenten
Beleuchtung
Leselicht, Arbeitslicht
Liege- /Leseebene
(ggf. separate Zusatzbeleuchtung)

300-1000 Lux

warmweiss/ neutralweiss
direkt /
Zwei-Komponenten
Beleuchtung
Wohnlicht Bodennähe 100-500 Lux warmweiss direkt/ indirekt
Nacht-Aufstehlicht Bodennähe
Nacht-Übersichtslicht fürs
Pflegepersonal in Bodennähe
50-100 Lux

ca. 5 Lux
warmweiss

warmweiss
indirekt

indirekt
Licht in Badezimmer, Nasszelle und Sanitärbereich
Bad
Für Bewohner: Grundbeleuchtung
in Bodennähe und betonte
Beleuchtung auf Gesichtsebene


200-500 Lux


warmweiss/ neutralweiss


direkt/ indirekt
Visual Timing Light
Visual Timing Light
Biologisch wirksame Grundbeleuchtung / Tagbeleuchtung (Morgen, Mittag, Abend) für Bewohner. Aufenthaltsbereiche und Flure.

500-1500 Lux


warmweiss/ tageslichtweiss


direkt/ indirekt

Beleuchtungsplanung im Gesundheitswesen

Ärzte, Pflegepersonal, Patientinnen und Patienten stellen hohe Ansprüche an ein professionelles Licht. Der Arzt benötigt qualitativ hochwertiges Licht für Untersuchung und Behandlung; der Patient hat ein Recht auf möglichst angenehmes Licht für eine optimale Genesung. Flure, Patientenzimmer sowie Aufenthaltszonen sollen eine angenehme Atmosphäre vermitteln und die täglichen Arbeiten eines Arztes, Pflegers oder Assistenten optimal unterstützen.

DIN EN 12464-1 nennt die Kriterien für die Beleuchtungsqualität:

  • angenehmes Lichtklima
  • harmonische Leuchtdichteverteilung
  • ausreichende Beleuchtungsstärke
  • gute Gleichmäßigkeit
  • Begrenzung von Direkt- und Reflexblendung sowie von Schleierreflexionen
  • richtige Lichtrichtung und angenehmes Modelling
  • passende Lichtfarbe und Farbwiedergabe
  • Vermeidung von Flimmern und stroboskopischen Effekten
  • Berücksichtigung des Tageslichts

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