ÖNORM B 1600, Broschüren zum Download

Barrierefeies Bauen in Österreich

Mit Wirkung vom 01. Oktober 2013 erschien die überarbeitete Normenreihe ÖNORM B 1600 bis B 1603 zur Planung und Ausführung barrierefreier Bauten. Das Normenwerk ist als umfassende Empfehlung und als Planungsinstrument für Bauherren und Planer bei der Umsetzung barrierefreier Gebäude anzusehen, und zwar immer dann, wenn Barrierefreiheit gewünscht bzw. gefordert wird. Was wann in welchem Umfang und wie oft umgesetzt werden muss, das ist vom Gesetzgeber festzulegen.

Angebote, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und eine bauliche Barriere enthalten, können eine mittelbare Diskriminierung darstellen.

Da die Beseitigung von baulichen Barrieren nicht von heute auf morgen geschehen kann, gab es eine 10-jährige Übergangsfrist, die am 31.12.2015 endete. Bei Verstößen kann es zu schadenersatzrechtlichen Ansprüchen bzw. zu Klagen kommen.

Die Europäische Kommission hat darüber hinaus an die europäischen Normungsorganisationen Mandate (M/283, M/292, M/293) erteilt, um Brauchbarkeit und sichere Benutzbarkeit von Produkten für Menschen mit speziellen Bedürfnissen – dazu zählen neben Menschen mit Behinderungen auch Kinder und ältere Menschen – zu entwickeln.

Inhaltsverzeichnis

  1. Sichere Nutzung ohne fremde Hilfe
  2. Grundlegende und spezielle Anforderungen
  3. Erleichterungen bei bestehenden Bauwerken
  4. Erweiterungen und Anpassungen im Baubereich
  5. Passende Produkte & Leistungen

ÖNORM B 1600: Muss statt soll

... Besonders wichtig - wieder im Hinblick auf eine Zertifizierung - ist der Wegfall zahlreicher "Sollte"-Bestimmungen. Sie wurden zum überwiegenden Teil ersatzlos gestrichen oder als verpflichtend ("normativ") aufgenommen, um letztlich Unsicherheiten bei der Planung zu vermeiden. (Zitat Wagemeister)

[Quelle:]austria-standards.at

OIB-Richtlinien

Die OIB-Richtlinien dienen der Harmonisierung der bautechnischen Vorschriften in Österreich. Sie werden vom Österreichischen Institut für Bautechnik nach Beschluss in der Generalversammlung herausgegeben und stehen damit den Bundesländern zur Verfügung. Die Bundesländer können die OIB-Richtlinien (siehe Tabelle) in ihren Bauordnungen für verbindlich erklären, was bereits in acht Bundesländern der Fall ist. Von den OIB-Richtlinien kann jedoch gemäß den Bestimmungen in den diesbezüglichen Verordnungen der Bundesländer abgewichen werden, wenn der Bauwerber nachweist, dass ein gleichwertiges Schutzniveau erreicht wird, wie bei Einhaltung der OIB-Richtlinien. Dies soll die notwendige Flexibilität für innovative architektonische und technische Lösungen sicherstellen. [Quelle: OIB]

Stand März 2015

Alle Verweise auf die ÖNORM B 1600 wurden gestrichen, und stattdessen wird nun die Barrierefreiheit direkt in der OIB-Richtlinie 4 geregelt (siehe Punkte 2.1.1, 2.1.5, 2.2.2, 2.3.4, 2.4.1, 2.4.2, 2.7.1, 2.9, 2.10.4, 3.2.4, 3.2.5, 3.1.3, 3.2.3, Kapitel 7).

wesentliche Änderungen der OIB-Richtlinien 2015

OIB-Richtlinien 2015

OIB-Richtlinie 4 Nutzungssicherheit und Barrierefreiheit

Inhalt

Vorbemerkungen | Begriffsbestimmungen | Erschließung und Fluchtwege | Schutz vor Rutsch- und Stolperunfällen | Schutz vor Absturzunfällen | Schutz vor Aufprallunfällen und herabstürzenden Gegenständen | Blitzschutz | Zusätzliche Anforderungen an die barrierefreie Gestaltung von Gebäuden | Sondergebäude

Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten

Die Arbeitsstättenverordnung (AStV) (BGBl. II Nr. 368 vom 13. Oktober 1998) enthält alle wichtigen Regelungen für die räumliche Gestaltung von Arbeitsstätten und Arbeitsplätzen.

Die Bestimmungen der Arbeitsstättenverordnung - mit Ausnahme des 6. Abschnittes - gelten für Arbeitsstätten im Sinne des § 19 ASchG (Geltungsbereich ASchG), und zwar sowohl für Arbeitsstätten in Gebäuden als auch, soweit sich die einzelnen Bestimmungen nicht ausdrücklich auf Gebäude oder auf Räume beziehen, für Arbeitsstätten im Freien.

Arbeitsstättenverordnung

Arbeitsstätten in Gebäuden sind gegebenenfalls behindertengerecht zu gestalten. Dies gilt insbesondere für Ausgänge, Verkehrswege, Türen und Tore und sanitäre Vorkehrungen, die von Arbeitnehmer/innen mit Behinderung benutzt werden (§ 15 AStV).

Merkblatt Barrierefreie Betriebe

barrierefrei bauen

Broschüre

Planungsgrundlagen und Praxisbeispiele - Text mit Zeichnungen

Herausgeber: Land Salzburg - Abteilung Soziales

Text/Zeichnungen: Mag. Franz Erwin Eiersebner

Seiten: 72, Ausgabe: April 2008

"Diese Broschüre unterstützt alle, die als Profis mit dem Hochbau zu tun haben: Architekturbüros, Bauträger, Bauherrn, Fertighausbauer, Wohnbaugenossenschaften, Verkehrsplaner, Sanitärhandel, ...
Die Broschüre konzentriert sich auf die Grundzüge und zeigt, was man tun kann und wie es geht, ohne die Kreativität der PlanerInnen einzuschränken."

barrierefrei bauen (7 MB)

Land Salzburg: Richtlinie Barrierefreiheit Stand 2015/04

Gilt für Ansuchen um Förderung gemäß Unterabschnitt 4 (Förderung der Errichtung von Mietwohnungen) und bei Beantragung von Zuschlägen gemäß Anlage B Absatz 3 lit 3 auch für Förderungen gemäß den Unterabschnitten 2 (Kaufförderung) und 3 (Errichtungsförderung im Eigentum)

Barrierefreies Bauen für ALLE Menschen - Planungsgrundlagen (Dez. 2006)

Handbuch

Stadtbaudirektion Graz Referat Barrierefreies Bauen


Das Handbuch gliedert sich in vier Bereiche, baulich ergonomische Grundlagen, allgemeine Bauteile, öffentliche Bereiche und den anpassbaren Wohnbau. Es werden die wichtigsten Planungsgrundsätze für eine barrierefreie Gestaltung von Gebäuden erläutert, kommentiert und mit zusätzlichen Planungshinweisen ergänzt. Bei der Erstellung wurde auf einen klaren gut stukturierten Aufbau geachtet, sowie auf praxisnahe Handhabung. Das Nachschlagewerk soll mithelfen, Gebäude für ALLE Menschen nutzbar zu machen.

Handbuch (1,6 MB)

Anpassbarer Wohnbau

Informationsblatt

Eine vorausschauende Planung und die Vermeidung baulicher Barrieren schaffen bereits die Basis für eine gute Erschließung des Wohngebäudes. Dadurch können Menschen die durch Alter, Unfall oder Erkrankung stark gehbehindert oder auf einen Rollstuhl angewiesen sind, die Wohnung eingeschränkt nutzen. Durch bedarfsgerechte Anpassung ist ein Verbleiben in der gewohnten Umgebung möglich.

Anpassbarer Wohnbau (1,4 MB)



ÖNORMen Barrierefreies Bauen
ÖNORM B 1600:
2017-04-01
Barrierefreies Bauen - Planungs- grundlagen
Die Bestimmungen der vorliegenden ÖNORM sind für Neu-, Zu- und Umbauten anzuwenden, um barrierefreie Bauten und Anlagen zu errichten. Bei Zu- und Umbauten bzw. Adaptierungen sind Abweichungen von dieser ÖNORM zulässig, wenn deren vollständige Einhaltung aus bautechnischen Gründen nicht möglich ist.
Update:
Barrierefreiheit: Alle Türen müssen nun leicht bedienbar sein. Der Standard für Barrierefreiheit, ÖNORM B 1600, wurde nachjustiert. Barrierefreiheit: Alle Türen müssen nun leicht bedienbar sein
ÖNORM B 1601: 2013-10-01
Barrierefreie Gesundheitseinrichtungen, assistive Wohn- und Arbeitsstätten - Planungsgrundlagen
Die vorliegende ÖNORM ist nur gemeinsam mit der ÖNORM B 1600 anzuwenden und beschreibt Maßnahmen, die über die Anforderungen der ÖNORM B 1600 hinausgehen. Sie gilt insbesondere für folgende speziellen Baulichkeiten (Neu-, Zu- oder Umbauten) für Menschen mit Behinderung oder alte Menschen:
- Wohngemeinschaften, Wohnheime, betreubares Wohnen u. Ä.
- Tagesheimstätten, Seniorenwohnhäuser, Alten- und Pflegeheime u. Ä.
- Gesundheitseinrichtungen wie Spitäler, Rehabilitationseinrichtungen, Arztpraxen, Therapieeinrichtungen
- Arbeitsstätten, Bildungsstätten, wie integrative Betriebe, geschützte Werkstätten, Behindertenarbeitsplätze, sonderpädagogische Einrichtungen u. Ä.
ÖNORM B 1602: 2013-10-01
Barrierefreie Bildungseinrichtungen - Planungsgrundlagen
Die ÖNORM B 1602 ist gemeinsam mit der ÖNORM B 1600 anzuwenden und beinhaltet Ergänzungen für Bau, Einrichtung und Ausstattung von barrierefreien Ausbildungsstätten wie Pflicht- und weiterführende Schulen, Fachhochschulen, Akademien, Universitäten, und Einrichtungen der Erwachsenenbildung, sowie auch für Kindergärten und Horte.
ÖNORM B 1603: 2013-10-01
Barrierefreie Tourismus- und Freizeiteinrichtungen - Planungsgrundlagen
Das Objektbuch baut auf die Gliederungen der ÖNORM B 1801 und ÖNORM A 7010 auf und gibt gemeinsam für sämtliche Objekte nach Neuerrichtung und ggf. Datennacherfassung eine koordinierte Informationsstruktur vor. Das Objektbuch erfasst nutzungs- und betriebsorientiert die Metadaten, Tabellen, Pläne, Bescheide, Betriebsanleitungen, Verträge, Kostenordnungen und strategische Auskünfte.
ÖNORM B 2608: 2014-04-15
Sporthallen - Richtlinien für Planung und Ausführung
Diese ÖNORM regelt die für den Schul- und Vereinssport multifunktional nutzbaren modularen Standardsporthallen mit Schwerpunktnutzung Turnen und Ballssportarten. Darüber hinaus werden Angaben für Spiel, Sport- und Bewegungsräume sowie Veranstaltungshallen und Spezialsporthallen gemacht. Die vorliegende ÖNORM stellt Planungsgrundsätze dar, deren Einhaltung größtmögliche Sicherheit bei entsprechender Sportausübung sicherstellen sollte.
ÖNORM B 5371: 2011-08-15
Treppen, Geländer und Brüstungen in Gebäuden und von Außenanlagen - Abmessungen
Aufgrund der Erfahrungen in der Anwendung der ÖNORM B 1600 betreffend Geländer ergab sich ein Änderungsbedarf an der vorliegenden ÖNORM.
ÖNORM B 5411: 2008-04-01
Montagehöhe von wandhängenden sanitären Einrichtungsgegenständen - Planungshinweise
Diese ÖNORM gibt Hinweise für Montagehöhen von wandhängenden sanitären Einrichtungsgegenständen wie z. B. Waschbecken, Urinale, Bidets und WC-Schalen, um die Bedürfnisse der Benutzer aller Altersgruppen abzudecken. Ausgenommen sind Anforderungen für barrierefreies Bauen. Diese sind in der ÖNORM B 1600, ÖNORM B 1601, ÖNORM B 1602 und ÖNORM B 1603 geregelt.
ÖNORM B 2450-1: 2012-08-15
Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige - Teil 1: Allgemeine Bestimmungen
Diese ÖNORM enthält eine Übersicht über rechtliche Grundlagen und Normen für Aufzüge, Hebeeinrichtungen für Personen, Treppenschrägaufzüge, Güteraufzüge, Kleingüteraufzüge, Hubtische, Fahrtreppen und Fahrsteige. Die Anhänge enthalten Musterformulare für Beschreibungen dieser Anlagen und für Berechnungen.
ÖNORM EN 81-70: 2005-05-01
Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen - Besondere Anwendungen für Personen- und Lastenaufzüge - Teil 70: Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen (konsolidierte Fassung)
Die für Benutzer (einschließlich Personen mit Behinderungen) von Aufzügen erforderlichen Abmessungen für die Zugänge und Kabinen sind festgelegt, wobei auch die Innenausstattung sowie die Ausführung der Befehlsgeber und die Signale beschrieben werden. Die angegebenen Kabinengrößen bieten verschiedene Kategorien der Zugänglichkeit für Rollstuhlbenutzer. Die bei der Erstellung dieser Anforderungen berücksichtigten Risiken sind angegeben.
Nachfolgedokument:
ÖNORM EN 81-70:2015 12 01, Normentwurf
Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen - Besondere Anwendungen für Personen- und Lastenaufzüge - Teil 70: Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen mit Behinderungen
ÖNORM EN 12464-1: 2011-07-01
Licht und Beleuchtung - Beleuchtung von Arbeitsstätten - Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen
Diese Europäische Norm legt Anforderungen an die Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen fest, die den Erfordernissen für Sehkomfort und Sehleistung gerecht werden. Alle üblichen Sehaufgaben, einschließlich der am Bildschirm, werden berücksichtigt.
ÖNORM V 2102-1: 2003-06-01
Technische Hilfen für sehbehinderte und blinde Menschen - Taktile Bodeninformationen - Teil 1: Für Wege in Baulichkeiten und im öffentlichen Raum bei Fahrgeschwindigkeiten bis max. 80 km/h
Diese ÖNORM ist bei der Kennzeichnung von Wegen mit taktilen Bodeninformationen für sehbehinderte und blinde Menschen anzuwenden. Taktile Bodeninformationen sind überall dort erforderlich, wo sehbehinderte und blinde Menschen mit den vorhandenen Anlagen und Baulichkeiten keine ihren Fähigkeiten zugängliche verläßliche Informationen erhalten, um unabhängige, selbstständige und eigenverantwortliche Entscheidungen sicher treffen zu können. Auf Gehwegen sollten taktile Bodeninformationen nur als Orientierungshilfe bei komplexen Verkehrssituationen zum Einsatz kommen, zB bei Kreuzungen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und hohem Geräuschpegel, zur Überquerung großer weitläufiger Plätze, zur Verbindung von Verkehrsanlagen mit Bus-, Eisenbahn- und Straßenbahnhaltestellen oder Taxistandplätzen sowie dort, wo es nicht möglich ist, sich mit Hilfe natürlicher Leitlinien (zB Rasenkanten, Häusern) oder durch Schallreflexion zu orientieren.
ÖNORM V 2105:2011-11-01
Technische Hilfen für sehbehinderte und blinde Menschen - Tastbare Beschriftungen und Informationssysteme
Diese ÖNORM regelt tastbare Beschriftungen und Informationssysteme an und in öffentlichen Verkehrsanlagen, Verkehrsmitteln, öffentlichen Gebäuden sowie öffentlich zugänglichen Gebäuden und Freizeiteinrichtungen zum Beispiel in Form von Gebäudeübersichten, Lageplänen, Info-Points und Handlaufbeschriftungen.
ÖNORM CEN/TS 15209: 2008-08-01
Taktile Bodenindikatoren gefertigt aus Beton, Ton und Stein
In dieser ÖNORM werden die Nennmaße der Elemente von Oberflächenprofilen und der Oberflächenmuster von vorgefertigten Gehwegplatten (Straßenplatten) für Fußgängerbereiche festgelegt, die zur Übermittlung von Informationen an sehbehinderte Menschen verwendet werden. In dieser ÖNORM werden keine Anforderungen an die Sichtbarkeit (Farbe, Leuchtdichtekontrast oder Umriss) festgelegt, es sei denn, die Sichtbarkeit wird durch den taktilen Bodenindikator sichergestellt. Es werden keine Materialkennwerte festgelegt.

ÖNORM B: Diese Normen werden bei Austrian Standards Institute erarbeitet und regelmäßig aktualisiert. Hinweis: B ist ein vom Normungsinstitut verwendetes internes Kürzel und bezeichnet die Zugehörigkeit zum Bauwesen.

Bitte informieren Sie uns, falls sich bei der Übernahme des Österreichischen Normenwerks Fehler eingeschlichen haben.


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