DIN EN 1125 PaniktürverschlussFacebookTwitterEmailDrucken

Paniktürverschlüsse eignen sich auch für Notausgänge.

Paniktürverschluss

Fluchttürverschluss nach EN 1125, der dafür vorgesehen ist, dass ein sicheres und wirkungsvolles Entkommen durch eine Tür mit nur geringen Anstrengungen möglich ist, ohne dass vorher Kenntnisse zur Betätigung des Paniktürverschlusses erforderlich sind, auch wenn die Tür unter Druck steht, z. B. wenn Menschen in Fluchtrichtung gegen sie drücken

DIN EN 1125 Schlösser und Baubeschläge – Paniktürverschlüsse mit horizontaler Betätigungsstange für Türen in Rettungswegen

Paniktürverschluss DIN EN 1125

Paniktüren mit Stangengriff oder Druckstange kommen in öffentlich zugänglichen Gebäuden zum Einsatz, bei denen die Besucher die Funktion der Fluchttür nicht kennen und diese im Notfall auch ohne Einweisung betätigen müssen. Dazu gehören u.a. Krankenhäuser, Schulen, öffentliche Verwaltungen, Flughäfen und Einkaufszentren.

Paniktürverschlüsse sollen eine angemessene Sicherheit gegen das Eindringen von außen bieten, um einen potenziellen Missbrauch des Verschlusses zu vermeiden (Ketten, Riegel usw.).

Die Tür muss jederzeit durch Hand- oder Körperdruck entlang der Innenfläche der Tür auf den Paniktürverschluss geöffnet werden können, ohne dass ein Schlüssel oder ein sonstiges Hilfsmittel erforderlich ist.

Wenn zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen (Einbruchschutz) an Fluchttüren gefordert werden, sollte auf prEN 13633 zu elektrisch gesteuerten Paniktüranlagen oder auf prEN 13637 zu elektrisch gesteuerten Fluchttüranlagen zum Einsatz in Fluchtwegen verwiesen werden.

Einbau

Die horizontale Betätigungsstange sollte üblicherweise in einer Höhe zwischen 900 mm und

1 100 mm über der Oberfläche des fertigen Fußbodens bei geschlossener Tür installiert werden. Falls bekannt ist, dass die Mehrheit der Benutzer des Gebäudes kleine Kinder sind, sollte eine Reduzierung der Höhe der Stange in Betracht gezogen werden.

An der Innenseite der Tür sollte, unmittelbar oberhalb der horizontalen Betätigungsstange oder auf der Betätigungsstange selbst, wenn sie eine ausreichend große ebene Fläche für die geforderte Beschriftung hat, ein Schild mit der Aufschrift "Zum Öffnen gegen Stange drücken" oder ein Piktogramm vorgesehen werden.

mechanisch betätigte Paniktürverschlüsse - Notausgangsverschlüsse
Verschluss nach Norm Paniktür EN 1125 Notausgang EN 179
Fluchtmöglichkeit
von innen unter Panik- oder Notbedingungen
  • Fluchtmöglichkeit zu allen Zeiten
  • nur eine Betätigung der horizontalen Betätigungsstange in Fluchtrichtung zur Freigabe der Tür
  • keine vorherigen Kenntnisse der Betätigung des Verschlusses erforderlich
  • Freigabe der belasteten Tür durch den Verschluss
  • Fluchtmöglichkeit zu allen Zeiten
  • nur eine Betätigung des Drückers nach unten oder nach unten in Richtung der Scharniere oder nur eine Betätigung der Stoßplatte in Türöffnungsrichtung und/oder in einem Bogen nach unten oder zur Seite zur Freigabe der Tür
  • vorherige Kenntnisse der Türsituation (z. B. öffnet nach innen) können erforderlich sein
Anmerkung: Keine Bewertung der Freigabe der belasteten Tür durch den Verschluss.
üblicher Ausgang
von innen ohne Panik- oder Notbedingungen
  • Ausgang zu allen Zeiten zulässig
  • Vorrang hat die Leichtigkeit, mit der Kinder, ältere und gebrechliche Personen die Tür öffnen können
  • Ausgang zu allen Zeiten zulässig
Zugang
von außen
  • mechanische oder elektrische Betätigung von außen, falls vorhanden
  • kein Einfluss auf Ausgang von innen
  • mechanische oder elektrische Betätigung von außen, falls vorhanden
  • kein Einfluss auf Ausgang von innen
Ausgangssperre
von innen
keine: sofortige Freigabe des Verschlusses ohne Verzögerung keine: sofortige Freigabe des Verschlusses ohne Verzögerung
Einbruchschutz
von außen
  • Mindestgrad
  • Mindestgrad oder höhere klassen möglich

Der Unterschied zwischen den beiden Normen liegt in der Wahrscheinlichkeit, mit der eine Panik ausbrechen kann.

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