barrierefreie Küchenplanung

Barrierefreie Bau- und Wohnkonzepte

Planungshilfen und Praxisbeispiele zu gesetzlichen, technischen und medizinischen Anforderungen

Herausgeber: Dipl. Ing. FH Architekt Uwe Gutjahr, Lehrbeauftragter TU München

Jetzt verabschiedet: Neue DIN 18040 Teil 1 zum "Barrierefreien Bauen"!


Coverscan: Barrierefreie Bau- und Wohnkonzepte nach DIN 18040

Die neue Norm DIN 18040 ersetzt in weiten Teilen die bisher gültigen Vorgaben an das barrierefreie Bauen. Damit gelten ganz neue Anforderungen an die Barrierefreiheit! So wurden z.B. erstmals sensorische Anforderungen wie Sehen, Hören oder Tasten berücksichtigt. Zudem bieten neue, flexiblere Maßvorgaben jetzt mehr Gestaltungsspielraum bei der Gebäudeplanung.

Das aktuelle Planungshandbuch zeigt, wie durch eine bedarfsgerechte Planung nicht nur die Anforderungen der neuen DIN 18 040 sicher erfüllt werden, sondern gleichzeitig mit durchdachten Einrichtungskonzepten der Alltag von Betroffenen erheblich erleichtert werden kann. Somit lässt sich bei verschiedensten Projekten eine bestmögliche Barrierefreiheit nach den neuesten Anforderungen sicherstellen.

Ihre Vorteile

  • Alle Anforderungen an das barrierefreie Bauen nach DIN 18040 im Überblick durch die praktische Gegenüberstellung der bisher gültigen und der neuen Normen.
  • Durchdachte Raum- und Nutzungskonzepte durch genaue Kenntnis der Besonderheiten bei unterschiedlichen Bauvorhaben wie öffentlichen Gebäuden, Wohnungen oder Heimen...
  • Bedarfsgerechte Planung von der Objektgestaltung bis zur technischen Ausstattung durch technische Hilfsmittel, praktische Einbauten und sinnvolle Schutzmaßnahmen.

Inhaltsverzeichnis

  • Anforderungen an das barrierefreie Bauen
  • Medizinische Grundlagen
  • Barrierefreie Gebäudeplanung und Gestaltung von Innenräumen
  • Barrierefreie Freiflächenplanung und Gestaltung von Außenanlagen
  • Technische Ausstattung
  • Besonderheiten bei unterschiedlichen Nutzungsarten
  • Realisierte Beispiele aus der Praxis

Leseprobe

Küchen

Barrierefreie Küchen erfordern funktionale, ergonomisch angepasste Lösungen. Die Küche muss richtig dimensioniert und hinsichtlich Einrichtung und Ausstattung benutzerfreundlich sein. Eine sinnvolle Zuordnung der Arbeitsfelder ist wichtig, damit physiologisch günstiges und kraftsparendes Arbeiten möglich ist. Die Funktionalität hat erste Priorität.

Beim kraftsparenden Arbeiten müssen alle Arbeiten und Arbeitsabläufe ohne große Wege möglichst nur mit einer Drehbewegung erledigt werden können.

Anordnung der Arbeitsbereiche

Über-Eck-Anordnung der Arbeitsbereiche
Über-Eck-Anordnung der Arbeitsbereiche (U. Gutjahr)

Die Arbeitsbereiche sollten so angeordnet sein, dass ein sinnvoller Arbeitsfluss von einer Tätigkeit zur nächsten möglich ist.

Es ist sinnvoll, die wichtigsten Arbeitsfelder einer Küche - Herd, Arbeitsplatte, Spüle - über Eck anzuordnen. Liegen sie seitlich nebeneinander, sind kraftraubende und komplexe Rück-, Seitwärts- und Vorwärtsbewegungen nötig.

Arbeitshöhe

Die Arbeitshöhe der Küche ist an den Nutzer anzupassen. Inzwischen bietet der Markt einiges an: sowohl die abgesenkte Herdplatte als auch die erhöhte Spüle oder die absenkbaren Oberschränke. Flexibilität ist kein Problem.

Für Rollstuhlfahrer oder Menschen, die bevorzugt im Sitzen arbeiten, müssen Kochmulden, Spülen und Arbeitsflächen unterfahr-, bzw. untersitzbar sein. Es empfiehlt sich, Flachspülen mit Unterputz- oder Flachaufputzsiphonen zu wählen und an Einhandmischbatterien sowie herausziehbare Spülbrausen zu denken. Bei der Form der Spülbecken gibt es eine große Auswahl. Langgezogene Schrägen im Spülbecken bspw. erleichtern den Umgang mit schweren Töpfen.

Karusselleinbauten und Schrankauszüge

Schrankauszüge und Karusselleinbauten machen Geräte, Vorräte und Töpfe auch für Menschen, die im Sitzen arbeiten, leichter erreichbar. Bei der Planung sollte man auf eine größere Sockelhöhe von 30 cm achten, damit der Sitzende nicht so tief greifen muss.

Rollstuhlgerechte Küche
Rollstuhlgerechte Küche mit unterfahrbarer Arbeitsplatte, die Oberschränke sind motorisch absenkbar (Hamburger Werkstätten)

Bei einer Küche, die von Sehbehinderten genutzt wird, sollten die Oberschränke keine Flügeltüren haben. Menschen, die schlecht sehen, können die geöffneten Türen nicht wahrnehmen. Schiebe- oder Rollladentüren sind besser.

Checkliste für Küchen nach DIN E 18040-2

  • Bewegungsfläche: mindestens 120 cm vor Kücheneinrichtungen
  • R (rollstuhlgerecht): mindestens 150 cm vor Kücheneinrichtungen
  • Anordnung: haustechnische Anschlüssen für Herd, Arbeitsplatte und Spüle übereck

Die Bewegungsflächen vor den Küchenzeilen müssen bei barrierefreien Wohnungen 1,20 m tief sein und entsprechen damit ohnehin den DIN Anforderungen für den Wohnungsbau. Bei rollstuhlgerechten Wohnungen muss diese Tiefe auf 1,50 m vergrößert werden.

Optimale Ergonomie

Sinnvollerweise sollten nicht unterfahr- und untersitzbare Kücheneinrichtungen zumindest in Sockelzonen mit Rollstuhlfußrasten unterfahren werden können. Als Empfehlung für die Verbesserung der Ergonomie gelten Sockelhöhen von 30 cm, Kniefreiräume werden bei 70 cm erreicht, flexible Arbeitshöhen von 75 bis 90 cm und flexible Oberschränke von 1,20 bis 1,40 m sind optimal. Kühlschränke sollten auf eine Höhe von 70 cm und Backöfen auf 55 cm eingebaut werden.

Bei der Auswahl der Geräte ist auf die ergonomische Handhabung und Bedienbarkeit zu achten. Auszüge für Kühlschränke und Backofen sind bei qualitativ hochwertigen Küchengeräten inzwischen Standard.

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