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Planung barrierefreier Sportstätten

Planung barrierefreier Sportstätten

Schwerpunkt: Schulsport, Vereinssport und Freizeitsport


Sportstätten für alle, also auch für Menschen mit Behinderungen, sollten sehr sorgfältig geplant und gestaltet werden.

Grundsätzlich folgt die Planung den allgemeinen Planungsprinzipien - dabei sind die Belange für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, insbsondere mit Bewegungseinschränkungen, mit Sinnesbehinderungen und auch anderen Handicaps zu berücksichtigen. Darüber hinaus gelten die Anforderungen aus den Bauordnungen der Länder, Baurichtlinien und Normen, die Menschen mit Behinderungen den Zugang und die Nutzung ermöglichen und erleichtern.

Um den Aufenthalt und die Betätigung für alle in Sportstätten zu optimieren, wird den Planern ans Herz gelegt, Gestaltungsprinzipien für attraktive, qualitätvolle Räume zu realisieren, damit Schwellenängste und andere sekundäre Hindernisse gar nicht erst entstehen.

Der Beitrag liefert Angaben überwiegend zu Sporthallen sowie auch Hinweise zu Bädern und Sportplätzen.

Inhalt

  • Allgemeine Gesichtspunkte zu Planung und Bau und allgemeine Anforderungen
  • Prinzipien zur Gestaltung, Objektbezogene Bedarfsplanung
  • Standort, Grundstück, Gehwege, Zugangswege, Rampen im Freien, Parken und Vorfahrt, Gebäudeeingänge
  • Wegweiser und Beschilderung
  • Nutzungs- und Raumprogramm
  • Regelgerechte Flächen und Räume, Sporträume und Sporthallen, Regeloffene Flächen und Räume, Nebenräume und Nebenflächen
  • Materialeigenschaften
  • Aufzüge, Rampen in Gebäuden, Treppen im Gebäude, Verkehrswege, Türen, Bedienungselemente, Bewegungsraum Umkleiden, Sanitärräume
  • Wahrnehmungs- und Erlebnisraum, Farbe
  • Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Beleuchtung, Fenster
  • Sporthalle, Sportraum, Turn- und Gymnastikraum und besondere Geräteausstattung
  • Sporthalle und ihre Aktivitäten, Behaglichkeit, Akustik, Orientierung und Sicherheit
  • Sporthallenböden, Wände, Decke, Tageslicht und Kunstlicht
  • Gymnastikraum, Turnraum, Raum für Tanz und kleine Spiele
  • Schwimmbad
  • Sportplatz

Leseprobe

Besondere Geräteausstattung - Sporthalle, Sportraum, Turn- und Gymnastikraum

Sehr viele Geräte der Grundausstattung einer Sporthalle und Gymnastikhalle sind ebenso für Spiel und Sport von Menschen mit Behinderungen verwendbar. Es wird weiterhin auf zusätzliche Geräte eingegangen, die eine übliche Grundausstattung ergänzen.

Aus dieser Liste ist im konkreten Fall, bezogen auf die unterschiedlichen Nutzer und deren Aktivitäten unbedingt eine Auswahl zu treffen.

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Abweichungen gegenüber den bisherigen Grundausstattungen für Nichtbehinderte

Gerät(e) kaum genutzte Geräte der Grundausstattung - geringere Anzahl möglich + größere Anzahl erwünscht
Kletterstangen, Klettertaue x x
Matten (Weichbodenmatten, Niedersprungmatten, Turnmatten, Keilmatten) x
Spannreck x verzichtbar
stillhängende Ringe mit Trapezstange, Kastensitz etc. x
Sprossenwände (auch schwenkbar mit Säulenfeststellung) x
Barren (Steckbarren, Klappbarren) x x
Spannstufenbarren x verzichtbar
rollbare Kästen (5- oder 6-teilig) x
kleine Kästen (einteilig)
x
Turnböcke x x
Turnpferd x verzichtbar
Turnbänke mit verdeckten Haken zum Einhängen in Sprossenwände, etc. x
Schwebebalken x verzichtbar
Sprungbretter, federnd x

Die vollständige Dokumentation steht hier zum Herunterladen bereit.


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Planung barrierefreier Sportstätten (ca. 240 kB)

barrierefreie-sportstaetten.pdf



Beispiele für Umbaumaßnahmen - Hersteller, Produkte, Infomaterial

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Erreichbarkeit/Wege und Stellplätze

mit Bus, Bahn, Straßenbahn usw., max. 10-15 Gehminuten
Behindertenparkplätze in der Nähe des Eingangs

Außenanlage, Beläge, Treppen, Rampen Elektrische Freiflächenheizung für Außenanlagen, Verkehrsanlagen Außenanlage, Beläge, Treppen, Rampen

Zugang: Überwindung von Höhenunterschieden mittels Rampen

Rampen ≤ 6 % Steigung (für eine Stufe von 18cm ist eine Rampenlänge von 3m erforderlich).

mit rutschsicherer Fahrfläche, witterungsbeständig und wartungsfrei Profilrampen mit Podesten auch für hohe Belastbarkeit fixierbar, höhenanpassbar Unterkonstruktion, Geländer in Edelstahl belegt mit Aluminium-Riffelblech mobile temporäre und stationäre Rampen für größere Konstruktionen in Modultechnik

Mobile Rampen

ein oder zweiteilige Rampen für Türschwellen und Überfahrten bis 215 mm Höhendifferenz für Treppenstufen, Türprofile oder Türschwellen, Terrassentürübergänge faltbar und in der Höhe verstellbar mobile Rampe für den Einsatz im Haus oder im Freien, aber auch z.B. zum Mitnehmen im Auto Hauseingang, Balkon, Dusche, öffentlicher Raum; innen und außen

Handlauf

Treppenhandläufe müssen auf beiden Seiten der Treppe angebracht werden.

Egal ob gerade gekrümmt, beleuchtet aus Holz, Aluminium, Edelstahl aber immer nach Norm Geländersysteme im öffentlichen Raum

Handlaufmarkierung

Handläufe müssen mit Handlaufbeschilderung für Blinde versehen werden.

Leitsysteme, Türschilder, Handlaufinformationen, Tasttafeln Handlaufbeschilderung mit Braille- und Pyramidenschrift, auch mit Beleuchtung Handlaufbeschriftungen aus Aluminium oder Edelstahl für runde und gerade Handläufe

Stufenmarkierung

Stufenvorderkantenmarkierungen auf der Treppenstufe kennzeichnen Treppenanfang und Treppenende.

Stufenmarkierung im öffentlichen Raum Leitsysteme - taktil, visuell, akustische Orientierungshilfen

Taktile, optische und akustische Orientierungshilfen

Beschilderung, gut lesbare Schriftgröße in Augenhöhe (120-140 cm), zusätzliche optische Rückmeldung für Hörbehinderte Bodenindikatoren erleichtern die Orientierung mit dem Langstock

Orientierungshilfen, Leitsysteme, taktile Schilder Visuelle, taktile und akustische Leitsysteme Leitsysteme, Türschilder, Handlaufinformationen, Tasttafeln
Taktile Leitsysteme, Orientierungshilfen Leitsysteme - taktil, visuell, akustische Orientierungshilfen Edelstahl-Blindenleitsystem

Bodenbeläge

Kunststoff - Designbodenbelag Antirutsch-Beschichtungen

Beleuchtung

Blendfreie Beleuchtung von Außenbereich, Eingang und Räumen.

Licht für Flur und Treppenhaus

Hebebühnen/Treppenplattformlifte

Die Plattform des Liftes muss mindestens Platz für einen Elektrorollstuhl bieten:
lichte Breite 110 cm, lichte Tiefe 140 cm, Zufahrtsbreite mindestens 90 cm.
Anforderungstaster müssen vom Rollstuhl erreichbar, für Sehbehinderte kontrastreich und für Blinde zu ertasten sein.

Hebebühnen bis 1,00m Förderhöhe

Hubhöhe: 170 - 400 mm, max. Tragkraft 225 kg, Erweiterung mit Treppenausgleichpodest mit Edelstahlverkleidung, Hubhöhe 550 mm bis 1850 mm, Tragkraft 320 kg, hydraulischer Antrieb von mini bis 2 m Plattformlänge, Hubhöhe bis 3 m, Tragkraft bis 300 kg in Edelstahl oder Glaswänden, Hubhöhe max. 3 m, Traglast 300 kg

Treppenplattformlift

für alle Treppen über mehrere Etagen, Steigung bis 60 Grad, 300 kg Traglast für große, schwere E-Rollis mit seitlicher Auffahrt, Tragkraft bis zu 300 kg für große, schwere E-Rollis mit seitlicher Auffahrt, Steigung bis 55 Grad, Tragkraft bis zu 300 kg Mindestlaufbreite 1m, Breite zusammengeklappt ab 27 cm, Steigung bis 47 Grad, 300 kg Traglast

Türen

Türöffner (vorzugsweise automatisch) müssen leicht bedienbar sein; Höhe 85 cm und vom Rollstuhl aus erreichbar; Türbreite 90 cm.

Türschließer, Fluchtwegsystem, Rettungswegsystem Unsichtbarer, automatischer Türantrieb Fingerschutztüren , Fingerklemmschutz

Schwimmbadlifter

Lifte für Schwimmbäder und Schwimmhallen - mobil oder verankerbar Deckenlift, Schienenlift, Umsetzlifter Schwimmbadlifter, Poollift

Trainingsgeräte

Diese Hilfsmittel verbessern Bewegungsabläufe und trainieren Kraft und Balance.

Aufrichtlifter und Stehtrainer Therapeutische Bewegungstrainer Treppenassistent ASSISTEP für eigenständiges Treppensteigen

WC-Technik

BIS Vario - höhenverstellbare Waschtische und WCs WC verstellbar, horizontal, vertikal Waschtische, WC-Lifter, Stützklappgriffe, Duschsitze Anpassbare Sanitärtechnik für Toilette und Waschtisch WC-Lifter mit Stützgriffen, höhenverstellbar

Höhenverstellbare Waschtische

Höhenverstellbare Wickeltische, Pflegetische BIS Vario - höhenverstellbare Waschtische und WCs bis zu 30 cm elektrisch und stufenlos verstellbare Waschtische Waschtische, WC-Lifter, Stützklappgriffe, Duschsitze

Stützgriffe und Haltesysteme

Griffe, barrierefreie Griffsysteme Waschtische, WC-Lifter, Stützklappgriffe, Duschsitze Haltegriffe, Badzubehör und Befestigung ohne bohren Mobile Haltegriffe


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Autorinfo

Herr Dipl.-Ing. Arch.
Hartmuth Meyer-Buck

14197 Berlin

Von 1985 bis 2008 ist Hartmuth Meyer-Buck wissenschaftlicher Referent und beratender Architekt bei der Kultusministerkonferenz-ZNWB sowie Normenbeauftragter der AG Sportstätten in der Sportministerkonferenz.

Zusatzinfo

DIN 18032, DIN 18035

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