Barrierefreie Bau- und WohnkonzepteDrucken

Stand März 2017: Anforderungen an das Barrierefreie Bauen nach DIN 18040 Teil 1+2+3
Bedarfsgerechte und barrierefreie Lösungen für alle Bereiche
Erhöhte Sicherheit bei der Gebäudegestaltung

Barrierefreie Bau- und Wohnkonzepte

Planungshilfen und Praxisbeispiele zu gesetzlichen, technischen und medizinischen Anforderungen

Herausgeber: Dipl. Ing. FH Architekt Uwe Gutjahr, Lehrbeauftragter TU München

Coverscan: Barrierefreie Bau- und Wohnkonzepte nach DIN 18040

Die DIN 18040 ersetzt in weiten Teilen die bisher gültigen Vorgaben an das Barrierefreie Bauen. Das stellt Einrichtungen, z. B. im Bereich Betreutes Wohnen vor ganz neue Aufgaben. So wurden erstmals sensorische Anforderungen wie Sehen, Hören oder Tasten oder die speziellen Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern berücksichtigt. Zudem bieten neue, flexiblere Maßvorgaben jetzt mehr Gestaltungsspielraum, um Einrichtungen noch besser an spezielle Bedürfnisse anzupassen.

Dieser Ratgeber zeigt, wie mit bedarfsgerechten und praktischen Lösungen nicht nur die Anforderungen der aktuellen Normen sicher erfüllt, sondern gleichzeitig den Betroffenen und Ihrem Pflegepersonal der Alltag erleichtert werden kann. Hinweise zu Besonderheiten bei unterschiedlichen Nutzungsarten und Krankheitsbildern runden das Thema sinnvoll ab.

Ihre Vorteile

  • Erfahrene Experten kommentieren ausführlich und leichtverständlich die DIN 18040 Teile 1-3 und bieten hilfreiche Checklisten zur Einhaltung der Anforderungen
  • Eine Übersicht über medizinische Grundlagen ermöglicht, nicht nur aktuelle Einschränkungen und Handicaps zu berücksichtigen, sondern vorwegnehmend mögliche Erkrankungen zu bedenken.
  • Erhöhte Sicherheit von der Gebäudegestaltung bis zur technischen Ausstattung durch technische Hilfsmittel, praktische Einbauten und sinnvolle Schutzmaßnahmen.
  • Die barrierefreie Freiflächenplanung und die Gestaltung von Außenanlagen wird ausführlich erläutert
  • Interessante Beispiele aus der Praxis zu unterschiedlichen Nutzungsarten geben Anregungen für die eigenen Projekte

Inhaltsverzeichnis

  1. Anforderungen an das barrierefreie Bauen
  2. Medizinische Grundlagen
  3. Barrierefreie Gebäudeplanung
  4. Barrierefreie Freiflächenplanung und Gestaltung von Außenanlagen
  5. Gestaltung von Innenräumen und technische Ausstattung
  6. Besonderheiten bei unterschiedlichen Nutzungsarten
  7. Realisierte Beispiele aus der Praxis

Leseprobe

Barrierefreie Freiflächenplanung und Gestaltung von Außenanlagen

Einführung

Barrierefreie Außenanlagen als Potenzial für das Quartier

Der Aufenthalt im Freien gilt nicht nur aus medizinischer Hinsicht als empfehlenswert. Frische Luft, Sonne, Regen und Schnee hautnah zu erleben, ist für jeden Menschen unabhängig von Alter oder körperlicher Verfassung eine sinnliche, anregende bzw. kontemplative Erfahrung.

Zudem ist die Nutzung des Freiraums im Alltag ganz pragmatisch als Transitraum "von A nach B" unabdingbar. Bei aller Funktionalität ist es entscheidend, dass er gestalterische Aufenthaltsqualitäten bietet, die die Bedürfnisse unterschiedlichster Zielgruppen wie z.B. die von Menschen mit Behinderungen, Betagten und Kindern berücksichtigt.

Im Gegensatz zum Hochbau bzw. zur "Architektur" erfährt die Gestaltung von Außenräumen jedoch leider oft eine geringere Beachtung. Das mag zum einen häufig schon im Planungsprozess begründet sein, wenn z.B. am Ende die Baukosten das Budget übersteigen. Zum anderen mag trotz guter Planung und aufwändiger Ausführung nach Fertigstellung die Pflege und Bewirtschaftung manchem Eigentümer oder Betreiber lästiger Aufwand sein. Eine vernachlässigte Pflege der Außenanlagen und eine schlechte Wartung des Mobiliars und der Geräte lockt naturgemäß kaum Nutzer an, stattdessen führt die Verwahrlosung zu einem wachsenden Unsicherheitsgefühl. Dabei können attraktive Freiräume im besten Fall die soziale Situation im Quartier aufwerten.

Im Zuge zunehmender Beliebtheit der Stadt als Wohn- und Lebensraum für Jung und Alt gewinnen Freiräume jedoch als Aufenthalts- und Kommunikationsraum mehr und mehr an Bedeutung. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ("wir werden älter und bunter") steigen dabei die Anforderungen an urbane Freiräume im Stadtquartier. Nicht einfach nur begrünte Zwischenräume sind gefordert, sondern Außenräume werden in unterschiedlichsten Ausprägungen zum Ort der Begegnung und damit zur Bühne und Selbstdarstellung.

Gerade im Alter gewinnt die Wohnung und damit das unmittelbare Wohnumfeld als Aufenthaltsort an Bedeutung. Einen Großteil ihrer Zeit verbringen gerade Senioren in ihrer Wohnung und deren Umfeld. Für die Studie "Wohntrends 2020" (Hrsg. GdW, 2010) des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) wurden 21.500 Haushalte bundesweit zu ihren Wohnwünschen befragt. Ein wichtiger Nachfragefaktor sei demnach das "barrierefreie Wohnumfeld", da die Wohnung im Alter immer mehr zum Gesundheits- und Pflegestandort werde. 70 % der Befragten wünschten sich einen Garten oder eine Terrasse; ebenso viele Befragte gaben an, einen Grillplatz im näheren Umfeld nutzen zu wollen.

Barrierefrei als Planungsansatz

Unabhängig von der Ausrichtung auf eine spezifische Zielgruppe wie Betagte oder Menschen mit Behinderungen gilt es, bei der Planung von barrierefreien Außenräumen allen Nutzern und ihren womöglich ganz unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Im Nebeneinander von auf sie spezialisierten Teilräumen kann dieser Ansatz in der Planung (Partizipation) und auch in der Nutzung zu einer großen Herausforderung werden.

Im Sinne des "Universal Designs" sollten in jedem Fall grundlegende Aspekte wie Komfort, Sicherheit und Orientierung als Parameter für die Planung von barrierefreien Außenräumen gelten. So können Freiräume tatsächlich zur generationsübergreifenden Begegnung einladen.

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