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Barrierefreier Hauseingang nach DIN EN 17210FacebookTwitterEmailDrucken

Funktionale Anforderungen und Empfehlungen zu barrierefreien Eingängen nach DIN EN 17210 und FprCEN/TR 17621

DIN EN 17210 Barrierefreiheit und Nutzbarkeit der gebauten Umgebung - Funktionale Anforderungen
Eingang - Haupteingang Bodenniveau

Die Eingänge zu einem Gebäude sollten leicht erkennbar, leicht zugänglich und nutzbar, sicher und geschützt sowie dauerhaft sein und müssen als Haupteingang barrierefrei sein. Außerdem werden Eingänge in der Regel auch als Ausgänge genutzt und dienen oftmals als Notausgänge. Der Haupteingang sollte vor Regen, Schnee oder Wind geschützt sein.

Quelle Skizze DIN EN 17210 Schwelle EingangVerkehrsraum am EingangVerkehrsraum an Türen

"Eingänge zu Gebäuden oder Einrichtungen müssen so gestaltet sein, dass sie einen niveaugleichen Zugang für alle Nutzende bieten".

Aber auch wenn es nicht möglich ist ohne Schwelle zu planen, muss sie Jedem, wie beispielsweise Personen mit fahrbaren Mobilitätshilfen oder Personen mit Geheinschränkungen und Gleichgewichtsstörungen einen einfachen und ungehinderten Zugang bieten (Ausführung siehe Abbildung). Sie muss einen visuellen Kontrast zum Fußboden aufweisen.

Vor dem Haupteingang ist ein Zugangsbereich mit entsprechender Neigung oder mit einer Anrampung und einem Podest anzuordnen. Wenn Gitterroste vor den Außentüren vorhanden sind, um Schmutz, Schnee, Erde oder Sand draußen zu halten, müssen die Schlitze des Gitterrosts quer zur Laufrichtung (kleine Abstände z.B. für Begleithunde) verlaufen und müssen eben mit dem Boden abschließen und gut entwässert werden.

Die Bewegungsfläche müssen ausreichend groß sein um vor und hinter dem Zugang mit Mobilitätshilfen wenden zu können.

In der CEN/TR 17621 werden die Maße ergänzt. Diese weichen erheblich von den Maßen aus DIN 18040 ab. Der minimaler horizontale Bewegungsraum vor der Türöffnung beträgt 1500 mm x 1500 mm, der minimaler horizontaler Manövrierraum für Rollstühle 1600 mm x 2150 mm.

Kreuzender Verkehr sollte vor dem Eingang vermieden werden.
Achtung: Wenn nach außen öffnende Eingangstüren in der Nähe von Treppen oder Rampen angeordnet sind, müssen sie so platziert werden, dass die Gefahr, dass jemand beim Öffnen der Tür rückwärts die Treppe oder Rampe herunterfällt, vermieden wird. Auf der Schlossseite der Tür muss ein ausreichender Freiraum vorhanden sein, damit man mit Rollstuhl und Rollator den Türdrücker erreichen können.

weitere Inhalte dazu:

Breite und lichte Höhe der Eingangstür, Bodenbeläge von Eingängen, Beleuchtung von Eingängen, Arten von Haupteingangstüren, Sicherheits- und Zugangssysteme, Schutzeinrichtungen, Drehkreuze und Tore, Eingangshallen und Vorräume

Rollator beim problemlsen Überfahren des Balkonzugangseingebaute Türdichtung DetailaufnahmeAußentürdichtungniveaugleicher Übergang mit DrainrostIn einer verschneiten Umgebung führt ein freier asphaltierter Weg zu einer ArztpraxisSauberlaufmatte in Karuselltür

DIN 18040 Barrierefreies Planen und Bauen

Zur Zeit gilt:

Die barrierefreie Erreichbarkeit der Haupteingänge ist gegeben, wenn diese stufen- und schwellenlos erreichbar sind. Vor Gebäudeeingängen ist eine ebene, höchstens eine für die Entwässerung notwendige Neigung ist möglich. Türen müssen deutlich wahrnehmbar, leicht zu öffnen und schließen und sicher zu passieren sein.

Barrierefreier schwellenloser Übergang = ohne Höhenversatz

"Die Türen müssen deutlich wahrnehmbar, leicht zu öffnen und schließen und sicher zu passieren sein. Untere Türanschläge und -schwellen sind nicht zulässig."

Barrierefreier Übergang mit Höhenversatz

"Sind sie (die Schwellen) technisch unabdingbar, dürfen sie nicht höher als 2 cm sein."

Wie gut barrierefreie Übergänge nutzbar sind, zeigt unsere Umfrage zur barrierefreien Türschwelle

Unsere Partner bieten unterschiedliche schwellenlose Lösungen für barrierefreie Übergänge an - von der etablierten Magnetdoppeldichtung sowie Systeme, die auf einer geprüften Absenkdichtung basieren.

Zusätzliche Maßnahmen, gegebenenfalls auch in Kombination, werden in der Flachdachrichtlinie genannt:

rinnenförmiger Entwässerungsrost oder eine vergleichbare Konstruktion, gegebenenfalls beheizbar, mit "unmittelbarem Anschluss an die Entwässerung"; Gefälle der wasserführenden Ebenen vom Übergang zur Fläche; Schlagregen- und Spritzwasserschutz durch Überdachung; Türen mit Flanschkonstruktion, Türen mit spezieller Abdichtungsfunktion; zusätzliche Abdichtung im Innenraum mit gesonderter Entwässerung.

Werden am Haupteingang Türen mit Schwellen eingebaut, sollte das zukünftig begründet werden müssen.

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Der hier dargestellte Inhalt der DIN enthält deren Grundsätze und erlaubt daher auch keine rechtsgültige Verwendung. Der wiedergegebene Inhalt ist sinngemäß mit Hinweisen, Beispielen und Produktlösungen komplettiert. DIN-Vertrieb: Beuth Verlag