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HomeNormen/GesetzeRichtlinien - VerordnungenLeitfaden Barrierefreies Bauen 2.0

Leitfaden Barrierefreies Bauen 2.0 für Bundesbautenhttps://nullbarriere.de/fb2614.leitfaden-barrierefreies-bauen-bundesbauten.htmhttps://nullbarriere.de/tw2614.cMDQwNDIEmailDrucken

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

53179 Bonn

Leitfaden für Eigentümer, Bauherren, Nutzende von Gebäuden, Mitarbeitende der Bauverwaltungen des Bundes, der Länder und der Kommunen, Vertretungen von Menschen mit Behinderungen wie Schwerbehindertenvertretungen, Verbände, Selbstverwaltungen, freiberuflich tätige Architektinnen, Landschafts- und Innenarchitekten sowie andere Planende, die mit der Durchführung von Hochbaumaßnahmen oder Außenanlagen beauftragt sind.

Leitfaden Barrierefreies Bauen 2.0 für öffentliche Gebäude und Arbeitsstätten einschließlich ihrer Außenanlagen

Das wesentliche Ziel des Leitfadens ist, die Anforderungen an die Barrierefreiheit für öffentliche Gebäude und Arbeitsstätten einschließlich ihrer Außenanlagen durchgängig in den Verfahrensablauf einzubinden und den Beteiligten eine Hilfestellung anzubieten. Der Leitfaden beinhaltet einen systematischen Überblick über die aktuellen Anforderungen an das barrierefreie Bauen. Er ist eine Hilfestellung und ein Nachschlagewerk für alle, die barrierefrei planen und bauen.

Weiterbildung in Ihrer Firma oder als Online-Veranstaltung (Zoom-Meeting)

Inhouse-Seminar zum barrierefreien Planen und Bauen für Landesbaubetriebe

Herausgeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Bund, Länder und Kommunen tragen als Bauherren und Arbeitgeber gemeinsam mit allen am Planungsprozess Beteiligten die Verantwortung, Grundrechte wie Nichtdiskriminierung, Gleichbehandlung und Teilhabe umzusetzen.

Für den Abbau von baulichen Barrieren in Bestandsbauten werden im Gesetzentwurf des BGG (2026/02) Fristen genannt; soll=2035, muss=2045. "So wird Barrierefreiheit zur Chance."

Inhalt des Leitfadens

  • Rechtliche und technische Grundlagen
  • KONZEPT BARRIEREFREIHEIT
  • Handlungsfelder

Rechtliche und technische Grundlagen

Gleichstellungsrecht, Bauordnungsrecht sowie Sozial- und Arbeitsschutzrecht.
Die innerhalb dieser drei Rechtsmaterien geltenden Bundes- und Landesgesetze sind gleichrangig einzuhalten: BGG und Behindertengleichstellungsgesetze der Länder, Landesbauordnungen (LBO) und Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV).
Auch die unterschiedlichen Regeln, auf die diese Gesetze verweisen, stehen daher nebeneinander und sind daher gleichrangig zu erfüllen. Bei den technischen Standards handelt es sich um die "allgemein anerkannten Regeln der Technik", die Technischen Baubestimmungen (VV TB) sowie die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR).

Anwendungsbereiche
  • Das gesamte Gebäude einschließlich der dazugehörigen Freiflächen
  • Öffentlich zugängliche Gebäudeteile und dazugehörige Freiflächen sowie ggf. weitere durch die jeweilige LBO definierte Bereiche, z. B. Büros
  • Arbeitsplätze, an denen Menschen mit Behinderung arbeiten
  • Arbeitsplätze, an denen Menschen mit Behinderung arbeiten können

Rechtliche Grundlagen – Übersichtstabelle

Rechtliche und technische Grundlagen

KONZEPT BARRIEREFREIHEIT

... stellt für jeden Planungsschritt – von der Bedarfsplanung bis zur baulichen Umsetzung – die für das jeweilige Bauvorhaben relevanten Aspekte des barrierefreien Bauens transparent dar
Zur Veranschaulichung der Arbeitsweise wird die Anwendung beispielhaft in den verschiedenen Verfahrensschritten dargestellt

Legenden und Piktogramme für Planende (Version 4 - Stand: 12/2016)

Konzept Barrierefreiheit

Handlungsfelder

Die Anforderungen an das barrierefreie Bauen werden auf der Grundlage der DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude Ausgabe: 2010-10 in Handlungsfelder gegliedert.

Die Kapitel Grundwissen, Gesamtkonzept, Erschließung, Ausstattung, Räume werden nach Leistungsphasen, zwischen Innen und Außen und bei Bedarf auch nach Einschränkungen beziehungsweise baulichen Handlungsbedarfen, gefiltert.

Download Handlungsfelder

Handlungsfelder

Beispiel aus Download Büroarbeitsplätze

Der Platzbedarf für Büroarbeitsplätze richtet sich nach den individuellen Erfordernissen der Beschäftigten mit Einschränkungen.

Die Ausbildung eines Arbeitsplatzes richtet sich nach den optimierten Abläufen der jeweiligen Arbeitsvorgänge. Bei Rollstuhlnutzenden ist die Unterfahrbarkeit von Ausstattungselementen einzuhalten. Verstellbare Arbeitstische oder Arbeitsplatten lassen sich in der Höhe individuell an alle Beschäftigten anpassen. Die Höhe und Handhabung der Bedienelemente ist zu berücksichtgen.

Tipps

Erste-Hilfe-Schrank

Erste-Hilfe-Schrank

Die Rundum-Sorglos-Station erfüllt gesetzliche Vorgaben bei Arbeitsschutz und Erste Hilfe

Wandklappliege

Wandklappliege

Platzsparende klappbare Wandliege mit elektrischer Höhenverstellung und ohne

Infektionsschutz

Infektionsschutz

als Thekenaufsatz oder als Hängevorrichtung. Minimiert Ansteckungsgefahr durch virale und bakterielle Erreger.

Fingerklemmschutz

Fingerklemmschutz

...-türen für Kindergarten, Heim, Schule, Betreutes Wohnen

Fingerschutzsysteme

Fingerschutzsysteme

Türsicherungen gegen Einklemmen an Schließkante und Bandseite von Türen

Handlaufbeschriftung

Handlaufbeschriftung

Taktile Handlauf-Markierungen und Schilder aus hoch­wertigen Materialien

Handlaufinformation

Handlaufinformation

mit Pyramidenschrift und Brailleschrift an Handläufen von Treppenanlagen

Beidseitiger Handlauf

Beidseitiger Handlauf

zur Unfallvermeidung, griffsicher, normgerecht montiert, große Dekorvielfalt

Stufenmarkierung

Stufenmarkierung

Rutschhemmend, trittsicher und kontrastreich zur Unfallver­mei­dung und Sturzverhütung

Waschtische

Waschtische

Barrierefreie Waschtische mit integrierter Aufstehhilfe und Handtuchhalter

Badbeleuchtung

Badbeleuchtung

für Betreutes Wohnen, Pflegeheim, Krankenhaus

WC-Lifter

WC-Lifter

elektrisch und manuell höhenverstellbare WC-Lifter

Rettungsschlauch

Rettungsschlauch

Schnelle und sichere Evakuierung unabh­ängig von Körper­größe oder Alter.

seitenverstellbares WC

seitenverstellbares WC

zur Minimierung erforderlicher Raumfläche nach Norm

Senkrechtaufzug

Senkrechtaufzug

mit Förderhöhe bis 30m und Tragfähigkeit bis 630kg, mit Kabine

Alurampen

Alurampen

Rollstuhl-Rampen und Auffahrhilfen aus Aluminium

Rollrampen

Rollrampen

hoch belastbar und leicht aus Aluminium zum Aufrollen und Mitnehmen

KfW Fördermittel Wohnungen