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Atlas barrierefrei bauenDrucken

Die Kostenintensität des barrierefreien Bauens wird oft überschätzt. Leseprobe zum Thema Kosten durch Flächenmehraufwand für die Sanitäranlagen von öffentlichen Gebäuden, Arbeitsstätten.

Atlas barrierefrei bauen

Titelbild der Sammlung Atlas Barrierefrei Bauen

Von Dipl.-Ing. (FH) Nadine Metlitzky und Dipl.-Ing. (FH) Lutz Engelhardt (Hrsg.).
Mit über 30 Fachautoren aus der Praxis.

Ordnerwerk inkl. Online-Ausgabe, App-Zugriff und Aktualisierungsservice.

Die Schutzziele der DIN 18040 sind keine starren Vorgaben und können je nach Gebäudefunktion und Nutzergruppe sehr unterschiedlich sein. Hier abzuwägen und bedarfsgerechte Lösungen zu finden, die sich gut in das Gesamtkonzept einfügen, kann eine knifflige Aufgabe sein.

Der Atlas barrierefrei bauen zeigt, wie Sie die geforderten Schutzziele technisch und rechtlich sicher umsetzen. Der Atlas bündelt die aktuellen gesetzlichen und normativen Vorgaben. Er liefert umfassende Planungshilfen und bietet praxiserprobte Lösungen und Details für alle Bauaufgaben, Bauteile und Nutzergruppen. Als stets aktuelles Referenzwerk eignet sich der Atlas zum schnellen Nachschlagen und sorgt so für mehr Sicherheit und weniger Risiko. Fotos und Hinweise zu typischen Fehlern und Mängeln zeigen, worauf es ankommt.

Auch wenn sich einzelne konstruktive Lösungen wiederholen können, ist in jedem Bauprojekt das Zusammenspiel der Maßnahmen je nach Funktion, Kontext und Nutzergruppen ein anderes. Bei jedem Projekt muss daher neu überdacht und entschieden werden, was und wie viel Barrierefreiheit angemessen und sinnvoll ist.

Mit dem Atlas barrierefrei bauen finden Sie das richtige Maß an barrierefreien Lösungen für Ihre Projekte. Das Werk hilft bei der Abstimmung und Konsensfindung zwischen Bauherren, Architekten, Behörden und Interessenvertretern. Zeichnungen, Fotos und Details veranschaulichen technisch-konstruktiven Lösungen und zeigen, wie die Schutzziele der DIN 18040 bedarfsgerecht und im Einklang mit der jeweiligen Entwurfsidee umgesetzt werden können.

Inhalt

  • Teil A – Grundlagen und Anforderungen
    1. Vorschriften und Regelwerke
    2. Barrierefreies Bauen im Planungsprozess
    3. Kosten
      3.1 Baukosten
      3.2 Baukostenkatalog
      3.3 Mehrkosten
      3.3.1. Mehrkosten Bürogebäude
      3.3.1.9 Sanitäranlagen
      3.4 Fördermöglichkeiten
  • Teil B – Gebäude- und Raumfunktionen
  • Teil C – Bauteile, Ausstattung und Qualitäten
  • Teil D – Außen- und Freianlagen, Stadtraum und Quartier
  • Teil E – Personen- und Nutzergruppen
  • Teil F – Sonderthemen und Sonstiges
  • Teil G – Sammlung ausgewählter Normen und Vorschriften

Leseprobe

A 3 Kosten (Auszug)

3.3 Mehrkosten

3.3 Mehrkosten Bürogebäude

... Die Umsetzung von Barrierefreiheit ist in verschiedene Handlungsfelder zu differenzieren und erforderliche Maßnahmen hierfür sind zu erfassen. Einzelne Handlungsfelder sind beispielsweise Erschließungsflächen, Treppen, Türen, Glasflächen und Sanitäranlagen. Die Kosten für die Umsetzung der Barrierefreiheit sind für die verschiedenen Handlungsfelder jeweils getrennt zu berechnen. Die Mehraufwendungen für eine barrierefreie Ausführung eines Projektes ergeben sich aus Anzahl, Art und Umfang der erforderlichen Maßnahmen je Handlungsfeld.

Die projektspezifischen Mehrkosten für Barrierefreiheit eines Projektes berechnen sich aus der Summe der Mehraufwendungen je Handlungsfeld, die jeweils aus einem Kennwert für definierte Bezugsgrößen ermittelt werden. Die Bezugsgröße ist der Anteil des Handlungsfeldes an den Gesamtbaukosten.

Der Kennwert wird aus der Höhe der Mehrkosten für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen des Handlungsfeldes ermittelt. Die zu berücksichtigenden Handlungsbereiche und damit die Bezugsgröße ergeben sich aus der festlegung von Art und Umfang der barrierefreien Maßnahme. Die Bezugsgröße wird aus dem Anteil des jeweils umzusetzenden Handlungsfeldes an den Gesamtbaukosten bestimmt.

Im Folgenden werden die barrierefreien Mehraufwendungen angegegeben für die ausgewählten Handlungsfelder:

  • Gehwege und Erschließungsflächen im Außenbereich
  • Flure und Verkehrsflächen
  • Rampen im Außenbereich
  • Treppen und Stufen
  • Aufzugsanlagen
  • Türen im Innenbereich
  • Fenster und Glasflächen im Innenbereich
  • Foyer/Eingangsbereich
  • Sanitäranlagen

3.3.1.9 Sanitäranlagen

Grundriss und tabellarische Übersicht zum Mehraufwand für SanitäranlagenGrundrisse und Übersicht SanitäranlagenflächeGrundrisse Sanitäranlagen und WC-Raum für Rollstuhl  - Flächenmehraufwand für Sanitäranlagenfläche mit einem zusätzlichen geschlechtsneutralen, barrierefreien WC in einer AS bis 50 MAGrundrisse Sanitäranlagen und WC-Raum für Rollstuhl  - Flächenmehraufwand für Sanitäranlagenfläche mit einem zusätzlichen geschlechtsgetrennten, barrierefreien WC in einer AS bis 50 MA

Werden die Mehrkosten je Sanitärfläche mit dem Anteil der Sanitärfläche am Gesamtbauvorhaben gewichtet, erhält man den Mehraufwand für Barrierefreiheit des Gesamtbauvorhabens i. M. von 1,14 % (0 bis 2,75 %). Bei Gebäuden mit Bauwerkskosten ≤ 2 Mio. € liegt der Mehraufwand i. M. bei 1,61 % und schwankt zwischen 0,8 und 2,8 %. Bei Gebäuden mit Bauwerkskosten > 2 Mio. € liegt der Mehraufwand i. M. bei 0,37 % und schwankt zwischen 0,0 und 1,6 %.

Mehraufwand für Sanitäranlagen (KW)

Der Flächenmehraufwand je Sanitäranlagenfläche beträgt i. M. 19,1 %. Ist in Ergänzung einer kleinen vorhandenen Sanitäranlage (<20 m2) die Integration von barrierefreien WCs geschlechtsgetrennt geplant, schwankt der Flächenmehraufwand je Sanitäranlagenfläche bis zu ca. 50 %. In der Bürostudie wurden Sanitäranlagen für verschiedene Arbeitsstätten untersucht. In Abb. A 3.3.35 bis Abb. A 3.3.40 sind die Sanitäranlagen für die Variante AS bis 50 MA und AS bis 100 MA mit ihrem Flächenaufwand dargestellt. Durch das zusätzliche geschlechtsneutrale barrierefreie WC ergibt sich bei einer Arbeitsstätte bis 50 MA ein Flächenmehraufwand für die Sanitäranlagen von 22,1 %, bei einer Arbeitsstätte bis 100 MA ein Flächenmehraufwand für die Sanitäranlagenfläche von 11,35 %.

Die Mehrkosten ergeben sich zum einen aus den Mehraufwendungen für die Ausstattung wie auch aus den Umbaukosten eines Raumes in eine barrierefreie Sanitäranlage. Im Speziellen sind die Kosten eines barrierefreien WC einschl. Haltegriffen, Rückenstütze und Notruf zuzüglich der weiteren Ausstattungen (Waschbecken, Spiegel) und den Umbaukosten für Wand-, Bodenbeläge und Tür zu berücksichtigen. Die Mehrkosten je Sanitäranlagenfläche liegen bei den untersuchten Objekten der Bürostudie i. M. bei 29,7 %. Der Wert schwankt von 0 %, falls barrierefreie WCs in ausreichender Anzahl und Ausstattung vorhanden sind, bis 82,1 %, falls barrierefreie WCs in Ergänzung einer kleinen, vorhanden Sanitäranlage (<20 m2) eingebaut werden sollen.

Anteil der Kosten für Sanitäranlagenflächen an den Gesamtbaukosten (B)

Der Anteil der Sanitäranlagenfläche an der Nutzfläche (NF nach DIN 277-1:2005-02 Grundflächen und Rauminhalte im Bauwesen – Teil 1 Hochbau) des Gesamtobjektes beträgt i. M. 4,75 % (1,6 bis 13,1 %). Gebäude mit sehr geringen Sanitäranlagenflächen je Nutzfläche (1,6 %) sind gekennzeichnet durch sehr kleine Sanitäranlagenflächen von ca. 10 m2 für das Gesamtgebäude. Bei Gebäuden mit hohem Anteil an Sanitäranlagenflächen je Nutzfläche (9 %) sind Sanitäranlagen von ca. 50 m2 für das Gesamtgebäude realisiert worden.

(* Quelle: Atlas barrierefrei bauen)

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Das Komplettpaket besteht aus einem

  • Ordnerwerk 134,10 Euro inkl. 7% MwSt.
  • inkl. Online-Ausgabe, App-Zugriff und Aktualisierungsservice inkl. 19% MwSt.

Aktualisierungen erscheinen ca. zweimal jährlich zum Preis von je ca. 69 Euro inkl. MwSt. pro Lieferung inkl.Online-/App-Aktualisierung. Dieser Aktualisierungsservice kann jederzeit gekündigt werden. Mit der Kündigung erlischt das Nutzungsrecht der Online-App-Inhalte.

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