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Pflegegeld, Private Pflegeversicherung, Pflegekostenversicherung, Pflegetagegeldversicherung

Angehörige und eine zu pflegende Person in einem Rollstuhl; Text: Schutz vor hohen Kosten

Private Pflegeversicherung - jetzt an später denken

Wer auf Pflege angewiesen ist, erhält Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Diese reichen jedoch häufig nicht aus, um die tatsächlichen Kosten für die Pflege abzudecken. So beträgt die finanzielle Unterstützung durch die Pflegekasse im Jahr 2014 bei stationärer Pflege und Pflegestufe 3 zwar 1.550 Euro. Ein Platz im Pflegeheim kostet jedoch schnell über 3.000 Euro monatlich.

Mit einer privaten Pflegeversicherung können schon jungen Menschen finanziell für eine mögliche Pflegebedürftigkeit vorsorgen. Inzwischen gibt es sogar für bestimmte Pflegetagegeldtarife eine staatliche Förderung.

Drei Varianten der privaten Pflegeversicherung

Bei der privaten Pflegeversicherung unterscheidet man zwischen

  • Pflegetagegeld,
  • Pflegekostenversicherung und
  • Pflegerentenversicherung.

Die Pflegekostenversicherung trägt nach Vorleistung der Pflegekasse den verbleibenden Differenzbetrag der Pflegekosten. Die Pflegetagegeldversicherung hingegen zahlt im Falle der Bedürftigkeit ein vorab vereinbartes Tagegeld aus. Bei der Pflegerentenversicherung wird ein monatlicher Betrag bei Pflegebedürftigkeit bezahlt.

Staatliche Förderung mit dem Pflege-Bahr

Seit dem Jahr 2013 gibt es den sogenannten Pflege-Bahr. Dabei handelt es sich um eine geförderte Pflegetagegeldversicherung. Der Staat unterstützt hier die Versicherten monatlich mit 5 Euro.
Allerdings ist die Förderung an bestimmte Bedingungen geknüpft. So dürfen die Anbieter des Pflege-Bahrs beispielsweise niemanden aufgrund von Vorerkrankungen ablehnen. Dies führt leider dazu, dass Pflege-Bahr-Tarife im Vergleich zu ungeförderten Pflegetagegeld-Policen sehr teuer sind.

Für Menschen, die wegen Vorerkrankungen sonst keine private Pflegeversicherung abschließen könnten, stellt der Pflege-Bahr aber eine gute Möglichkeit zur Vorsorge dar.

Wann empfiehlt sich die private Pflegeversicherung?

Die private Pflegeversicherung ist besonders dann sinnvoll, wenn keine Kinder oder sonstigen Angehörigen vorhanden sind, welche die Pflege des Bedürftigen im Ernstfall übernehmen könnten.
Jedoch ist es als sehr wichtig anzusehen, dass vor dem Abschluss der Versicherung ein Vergleich aller Anbieter mit ihren Leistungen und Tarifen durchgeführt wird. Zu diesem Zweck sind im Internet verschiedene Vergleichsseiten vorhanden, mit denen sich eine Gegenüberstellung perfekt durchführen lässt.

Darüber hinaus sollte jeder Verbraucher für sich entscheiden, welche der Pflegeversicherungsvarianten für ihn als sinnvoll zu erachten ist.

Übrigens: Die Bundesregierung will die gesetzlichen Pflegeleistungen ab 2015 erhöhen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass dann eine private Pflegeversicherung unnötig wird. Denn die Leistungsverbesserungen können kaum die steigenden Kosten in der Pflege ausgleichen. So bleibt die Versorgungslücke ohne private Pflegeversicherung auch mit den Leistungsverbesserungen enorm.

Anfrage zur Pflegeversicherung

Zusatzinfo

steuerliche Förderung

Menschen, die für Leistungen bei Pflegebedürftigkeit zusätzlich privat vorsorgen, werden unterstützt. Die freiwillige private Pflege-Vorsorge wird seit dem 1. Januar 2013 steuerlich gefördert.

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