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DIN 18040-1 Flächen, Platzbedarf

DIN 18040-1

Verkehrsflächen und Bewegungsflächen müssen für die Personen bemessen werden, die je nach Situation den größten Flächenbedarf haben. Bewegungsflächen dürfen sich überlagern.

Den größten Flächenbedarf benötigen Rollstuhlfahrer (Wendekreis ≥150 cm) und Personen mit Gehhilfen wie Armstützen (≥90 cm x 70 cm), Rollator (≥80 cm x ≥100 cm).


Rolli, Platzbedarf 90x130Rolli, Platzbedarf 90x130Rolli mit Helfer, Platzbedarf 90x175Rolli am Tisch mit Gegenüber, Platzbedarf 90x190Rolli am Tisch, Platzbedarf mind. 130Begegnung zweier Rollis, Platzbedarf 180x180Rolli und Person nebeneinander, Platzbedarf 150x130Person mit Gehhilfen, Platzbedarf mind.90x70Person mit Gehwagen, Platzbedarf 80x100Person mit Gehstock, Platzbedarf mind. 70x70Mutti mit Kind, Platzbedarf 70x175

Für Platzbedarf und Bewegungsflächen ohne Richtungsänderung gibt die DIN 18040-1 ≥120 cm an.
Für den Platzbedarf zum Wenden eines Rollstuhls werden mindestens 150 cm x 150 cm angegeben. Für übrige Nutzer z.B. auch für Nutzer mit Rollator müssen 120 cm x 120 ausreichen.
Die Bewegungsflächen im Begegnungsfall zweier Rollstuhlfahrer beträgt mindstsens 180 cm x 180 cm.
Durchgangsbreiten und lichte Türbreiten für Rollstuhlfahrer betragen mindestens 90 cm.

Diese knapp bemessenen Bewegungsflächen dürfen nicht eingeschränkt werden, z.B. durch Mauervorsprünge, Rohrleitungen, Feuerlöscher, Handläufe, Briefkästen, Telefonsprecheanlagen, Vitrinen, Schränke.

Bewegungsflächen vor und nach Rampen sind mit mindestens 150 cm x 150 cm angegeben. Der Handlauf darf, sofern er unterfahrbar ist, in diese Fläche am Anfang und Ende hineinragen. Bei längeren Rampenanlagen werden Begegnungsflächen für Rollstuhlfahrer nicht betrachtet.

Bewegungsflächen vor und nach Türen richten sich nach der Art der Tür (Drehflügel oder Schiebetür) und der Lage gegenüber anderen Bauteilen.

Die Bewegungsfläche vor Aufzugstüren in der DIN 18040-1 von mindestens 150 cm × 150 cm. Bei Überlagerung mit anderen Verkehrsflächen ist eine Verbreiterung von weiteren 90 cm erforderlich, um am wartenden Rollstuhl vorbeizukommen.
Für liegenden Krankentransport ist es eher sinnvoll die Bewegungsfläche so groß wie die Grundfläche des Aufzugfahrkorbs zu planen. Wird der Aufzug gegenüber von abwärtsführenden Treppen angeordnet, muss der Abstand mindestens 3 m betragen.

Die Durchgangshöhe über Verkehrsflächen, z.B. unter schrägen Bauteilen, wird wegen Sehbehinderter, Blinder sowie großwüchsiger Menschen mit ≥220 cm angegeben. Der niedrigere Bereich ist abzusichern.
Die Durchgangshöhe von Türen beträgt ≥205 cm. Die lichte Treppendurchgangshöhen ist nicht bedacht, diese beträgt ≥200 cm nach DIN 18065.

Verkehrsflächen, Begegnungsflächen, Bewegungsflächen, Platzbedarf
Platzbedarf Breite, Tiefe
cm
Beschreibung
Begegnungsflächen ≥ 180 x 180 nach höchstens 15 m Länge:
  • auf Gehwegen
  • auf Fluren
Bewegungsflächen ≥ 150 x 150 mit Richtungsänderung
  • auf Wegen, Fluren, Drehflügeltüren (Öffnungsseite), Türen mit gegenüberliegender Wand
  • Wartefläche vor Aufzugstüren, zusätzl. Durchgangsbreite von 90 cm bei Überlagerung mit anderen Verkehrsflächen
  • am Anfang und am Ende der Rampe
  • vor Service-Schaltern, Kassen, Kontrollen und Automaten, Briefeinwürfen, Ruf- und Sprechanlagen
  • vor Bedienelementen
  • vor WC-Becken, Waschtisch, Duschplatz
Pkw-Stellplatz ≥ 350 x 500 bei Garagen automatischer Türantrieb
Rollstuhlabstellplatz ≥ 180 x 150 zusätzlich gleiche Fläche vor dem Rollstuhlabstellplatz
Standfläche bei fester Bestuhlung ≥ 150 x 90 bei seitlicher Anfahrbarkeit
≥ 130 x 90 bei rückwärtiger bzw. frontaler Anfahrbarkeit
Flächentiefe, Abstand ≥ 300 abwärtsführende Treppen gegenüber von Aufzugstüren
≥ 250 Taster Drehflügeltür (Öffnungsseite) bei frontaler Anfahrt
≥ 240 Wartefläche vor Aufzugstüren zusätzl. Durchgangsbreite bei Überlagerung mit anderen Verkehrsflächen
≥ 150
  • Türen mit gegenüberliegender Wand
  • bei frontaler Anfahrt Tür: Taster Schiebetür; Drehflügeltür Schließseite
  • Zwischenpodeste bei Rampen nach 600 cm Rampenlauf
  • vor Rollstuhlabstellplätzen
  • bei fester Bestuhlung als Standfläche
  • vor Liegen 180 cm breit (in Sanitäräumen, Umkleideräumen)
≥ 120 wenn die unterfahrbare Breite vor Service-Schaltern, Kassen, Kontrollen und Automaten, Briefeinwürfen, Ruf- und Sprechanlagen ≥ 150 cm ist
≥ 70 neben dem WC von der Beckenvorderkante bis zur rückwärtigen Wand
≥ 55 Unterfahrbarkeit von Waschbecken, Service-Schaltern, Kassen und Kontrollen, Breite ≥ 90 cm
≥ 50 Abstand zu Hauptschließkanten bei seitlicher Anfahrt an Türen
≥ 45 Handwaschbecken, Dusch-Klappsitz
≤ 26 Leibungstiefe
≥ 15 unterfahrbare Bedienelemente
Flächenbreite, Durchgangsbreite ≥ 150 Gehwege, Flure und sonstige Verkehrsflächen bis 15m Länge
≥ 120
  • Gehwege, Flure, Rampen und sonstige Verkehrsflächen bis 6 m ohne Richtungsänderung sowie am Anfang und Ende mit Wendemöglichkeit
  • seitliche Anfahrt an Bedienelemente und einer 150 cm Flächenlänge in Fahrtrichtung
≥ 90
  • Durchgänge, Türen, Aufzugstüren,
  • Durchgänge an Service-Schaltern, Kassen, Kontrollen und Automaten
  • Unterfahrbarkeit von Service-Schaltern, Kassen und Kontrollen
  • neben jeder Seite des WC
  • unter dem Waschbecken
  • Standfläche mit rückwärtiger bzw. frontaler Anfahrbarkeit bei Versammlungsstätten

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