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Wohnberatung und Altenarbeit 2017 in Dortmund

Referentin Susanne Tyll

Dortmunder Seminare zu Wohnberatung und Altenarbeit


Die Dortmunder Seminare sind eine Veranstaltungsreihe für Planungskräfte und Beratungskräfte in Altenarbeit und Wohnberatung. Deren Aufgaben (Beratung und Begleitung, Pressearbeit und Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung und Vernetzung) erfordern eine breite Qualifikation: Grundwissen in Sozialarbeit, Gerontologie, Psychologie, Medizin, Pflege, Rehabilitation, Architektur und Technik. Da es keine eigenständige Ausbildung zur Wohnberatung gibt, ist eine regelmäßige Qualifizierung für Wohnberatungskräfte notwendig.

In monatlichen Seminaren werden aus der Praxis für die Praxis unterschiedliche Kompetenzen der Wohnberatung vermittelt:

Fachkenntnisse wie Inhalte und Arbeitsweise von Wohnberatung, Grundlagen der sozialen Gerontologie, Kenntnisse über Unfallgeschehen in der Wohnung, therapeutische Möglichkeiten und Hilfsmittel sowie Finanzierungskenntnisse; methodische Kenntnisse und Fähigkeiten wie Konzeptionsentwicklung und Konzeptionsumsetzung, Beratungstechniken (auch für Hausbesuche), Vortragsgestaltung und Präsentationstechniken, Leistungsdokumentation; persönliche Kompetenzen wie Sozialkompetenz, Kooperationsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft sowie das Erkennen der eigenen Grenzen.
Außerdem gibt es die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches mit Kolleginnen und Kollegen aus Kommunen, Kreisen, Wohlfahrtsverbänden sowie freien Trägern aller Bundesländer.

Die Dortmunder Seminare werden in Zusammenarbeit mit dem Kreuzviertel-Verein in Dortmund, einer der ältesten Wohnberatungsstellen in Deutschland, und der Katholischen Bildungsstätte Dortmund durchgeführt.

Folgende Seminare werden von Januar bis Juni 2017 angeboten:

  • Einführungsveranstaltung für neue Wohnberatungskräfte
  • Badezimmer - Technische Möglichkeiten der Wohnungsanpassung
  • Möglichkeiten und Grenzen der Wohnberatung
  • Finanzierung von Maßnahmen der Wohnungsanpassung
  • Öffentlichkeitsarbeit in der Wohnberatung – Motivierung zur Beratung
  • Wohn- und Lebensbedürfnisse älterer Menschen mit Migrationsgeschichte
  • Wohnberatung bei Menschen mit Multipler Sklerose (MS) oder amyotropher Lateralsklerose (ALS)

Rahmenbedingungen und Kosten für die Dortmunder Seminare

Die Veranstaltungen finden in der Katholischen Bildungsstätte im Katholischen Centrum, Propsteihof 10, 44137 Dortmund statt.

Die Teilnahme kostet pro Tag und Teilnehmer/in EUR 107,10 inkl. 19 % MwSt. Alle Teilnehmer/innen, die bereits an einer Veranstaltung der Dortmunder Seminare teilgenommen haben, erhalten 10 % Rabatt. Bei Teilnahme an drei oder mehr Veranstaltungen pro Halbjahr gibt es einen zusätzlichen Rabatt von 20 % für die dritte und jede weitere Veranstaltung.

Für Architekt/innen, die eine Teilnahmebescheinigung mit Anerkennung durch die Architektenkammer NRW wünschen, kostet die Teilnahme 5,00 EUR mehr, da die Anerkennung mit Gebühren verbunden ist.

Die Anmeldung zu den Veranstaltungen gilt als verbindlich, d.h. der Seminarpreis ist voll zu begleichen, wenn bis 10 Tage vor Veranstaltungstermin keine Absage erfolgt. Die Teilnehmenden erhalten nach jeder Veranstaltung Seminarunterlagen sowie eine Teilnahmebescheinigung.

Bitte melden Sie sich mit dem Formular bis 14 Tage vor der jeweiligen Fortbildungsveranstaltung an. Die Rechnung erhalten Sie am Veranstaltungstag.

Die Seminare sind für Teilnehmende aus NRW bildungsscheckfähig. Nähere Informationen unter www.arbeit.nrw.de. Teilnehmende aus allen Bundesländern können die Bildungsprämie erhalten, Informationen unter: www.bildungspraemie.info.

Alle Veranstaltungen sind als Fortbildungen für Architekten/innen und Innenarchitekten/innen von der Architektenkammer NRW anerkannt (je 8 USt.).

Veranstaltungen für den Zeitraum Januar bis Juni 2017

Einführungsveranstaltung für neue Wohnberatungskräfte

Mittwoch, 18. Januar 2017, 10.00 - 17.00 Uhr

Referentin: Susanne Tyll

Wohnberatung ist ein wesentlicher Baustein, um dem Wunsch der meisten älteren Menschen nach möglichst langem Verbleib in der eigenen Häuslichkeit gerecht zu werden. Bei dieser Einführungsveranstaltung werden folgende Themen angesprochen:

  • Was ist Wohnungsanpassung?
  • Die Ratsuchenden
  • Der Beratungsprozess
  • Baukonstruktive Grundlagen
  • Konkrete technische Hilfen und deren Finanzierung
  • Praxisbeispiele, Tipps und Tricks

Grundlage sind Fragen und Fälle aus der Praxis.

Außerdem werden Materialien, Broschüren und Arbeitshilfen vorgestellt und deren Einsatz in der Wohnberatung diskutiert.

Ziel der Qualifizierung

Grundkenntnisse in den Bereichen: Wohnungsanpassung und Ratsuchende, Finanzierung und Ratsuchende

Badezimmer - Technische Möglichkeiten der Wohnungsanpassung

Mittwoch, 15. Februar 2017, 10.00 - 17.00 Uhr

Referentinnen: Ulla Trumann, Dipl. Ing. Innenarchitektin, Susanne Tyll

An diesem Tag wird eines der am häufigsten betroffenen Arbeitsgebiete der Wohnungsanpassung, der Sanitärbereich, anhand praktischer Fallbeispiele genau unter die Lupe genommen. Dabei werden folgende Aspekte bearbeitet:

  • Merkmale eines altengerechten Badezimmers
  • Merkmale eines behindertengerechten Badezimmers
  • Umbaubeispiele aus der Praxis
  • Einbau bodengleicher Duschen
  • Lösungsmöglichkeiten bei Minibädern
  • Erstellen eines Aufmasses als praktische Übung
  • Anfertigung von Skizzen
  • Kosten

Ziel der Qualifizierung

Konkrete Hilfen für die praktische Arbeit bei der Wohnungsanpassung im Sanitärbereich; Grundlagen für die Zusammenarbeit mit Handwerk und technischen Berufen

Möglichkeiten und Grenzen der Wohnberatung

Mittwoch, 15. März 2017, 10.00 - 17.00 Uhr

Referentin: Susanne Tyll

"Das steht schon immer hier", "Das geht schon noch", "Das lohnt sich nicht mehr", solche und ähnliche Sätze kennzeichnen die Schwierigkeiten des Beratungsprozesses in der Wohnberatung. Auf die Vorschläge der Wohnberater/innen können das Festhalten am Gewohnten, die Scheu vor Dreck oder die Sorge vor zu großen Ausgaben oder Überforderung bei Ratsuchenden und dazu manchmal abweichende Interessen der Angehörigen treffen – eine Herausforderung!

Es gilt, mit den Ratsuchenden mögliche Änderungen zu diskutieren, auch Angehörige und Pflegedienste zu beteiligen und bei der Umsetzung der Maßnahmen so viel wie nötig zu unterstützen.

Gearbeitet wird anhand konkreter Beratungsfälle, auch bezogen auf die Unabhängigkeit der Beratung: keine Empfehlung von Handwerksbetrieben. Bitte Beratungsfälle mitbringen!

Ziel der Qualifizierung

Austausch an Hand konkreter Beratungsfälle über unterschiedliche Herangehensweisen an Beratungssituationen, Möglichkeiten und Grenzen der Wohnberatung und persönliche Strategien zum Umgang damit

Finanzierung von Maßnahmen der Wohnungsanpassung

Mittwoch, 05. April 2017, 10.00 - 17.00 Uhr

Referentin: Susanne Tyll

Die Finanzierung von Maßnahmen der Wohnungsanpassung ist ein komplexes Thema. Gute Beratung setzt die Kenntnis der entsprechenden Grundlagen und Regelungen der folgenden Gesetze und deren Zusammenhänge voraus:

  • SGB V (Krankenversicherung)
  • SGB XI (Pflegeversicherung)
  • SGB XII mit Eingliederungshilfe, Altenhilfe, Hilfen zur Gesundheit, Hilfe zur Pflege
  • Bundesversorgungsgesetz incl. Kriegsopferfürsorge
  • SGB VII (gesetzliche Unfallversicherung)
  • SGB VI (gesetzliche Rentenversicherung)
  • SGB III (Arbeitsförderung)
  • SGB IX (Gesellschaftliche Teilhabe)
  • KfW-Mittel "Altersgerecht Umbauen"
  • Landesregelungen, insbesondere BestandsInvest NRW
  • steuerliche Vergünstigungen

Ziel der Qualifizierung

Kennenlernen der verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten von Maßnahmen, Austausch mit den Anwesenden über Erfahrungen bei der Umsetzung.

Öffentlichkeitsarbeit in der Wohnberatung – Motivierung zur Beratung

Mittwoch, 26. April 2017, 10.00 - 17.00 Uhr

Referentin: Susanne Tyll

Öffentlichkeitsarbeit ist notwendig zur Verankerung der Beratungsstelle in der Gemeinde, der Stadt bzw. dem Kreis und zur Motivierung zu Wohnberatung. Öffentlichkeitsarbeit braucht Vorlauf, d.h. in "guten Zeiten" ist sie besonders wichtig. Folgende Aspekte / Fragen werden an diesem Tag bearbeitet:

  • Präventive Wohnberatung – nicht (nur) reaktiv
  • Maßnahmen der Wohnungsanpassung erhöhen Lebensqualität und Bequemlichkeit
  • Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit die sich als erfolgreich erwiesen haben
  • Ausbau der Bekanntheit des Themas
  • In der Beratungssituation auftretende Bedenken, wie Dreck, Handwerker im Haus, Angehörige, lohnt sich das noch?
  • informelle Persönlichkeiten im Quartier/ in der Gemeinde
  • Vernetzung mit anderen Trägern

Ziel der Qualifizierung

Vorstellung der vorhandenen überwiegend kostenfreien Materialien zu Wohnberatung, Tipps für das Erstellen eigenen Materials, Verankerung der Beratungsstelle im Stadtteil, der Gemeinde bzw. in den Quartieren, Erreichen neuer Zielgruppen

Wohn- und Lebensbedürfnisse älterer Menschen mit Migrationsgeschichte

Mittwoch, 10. Mai 2017, 10.00 - 17.00 Uhr

Referent/innen: N.N., Susanne Tyll

Gibt es spezifische Lebensbedürfnisse älterer Menschen mit Migrationsgeschichte? Welche Angebote gibt es für diese Personengruppe? Wie sind ihre spezifischen Wohnbedürfnisse, insbesondere unter folgenden Aspekten:

  • Geschichte der Migration
  • spezifisches Beratungsangebot
  • interkulturelle Öffnung
  • älter werden im vertrauten Stadtteil/Quartier
  • Wohnsituation älterer Menschen mit Migrati-onsgeschichte
  • ambulante Pflege und Versorgung

Ziel der Qualifizierung

Kenntnis der speziellen Ausgangsbedingungen und vorhandener Angebote für / mit Menschen mit Migrationsgeschichte; Planung eigener Aktivitäten

Wohnberatung bei Menschen mit Multipler Sklerose (MS) oder amyotropher Lateralsklerose (ALS)

Mittwoch, 21. Juni 2017, 10.00 - 17.00 Uhr

Referent/innen: N.N., Susanne Tyll

Erfolgreiche Wohnberatung setzt Kenntnisse über Verlauf und Therapie spezieller Erkrankungen voraus:

Krankheitsbeginn und Verlauf von amyotrophe Lateralsklerose (ALS) können sehr unter-schiedlich sein. Häufig zeigen sich anfangs "Ungeschicklichkeiten", wie Stolpern / Hinfallen, Probleme beim Halten von Schreibegräten etc., also schmerzlose Lähmungen von Armen und / oder Beinen. Die ALS kann auch mit Sprach- und / oder Schluckstörungen beginnen, je nach betroffener Nervenzelle.

Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark umfasst und meist im frühen Erwachsenenalter beginnt. Auch bei MS sind Verlauf, Beschwerdebild und Therapieerfolg sehr unterschiedlich, so dass sich keine allgemeingültigen Aussagen machen lassen.

Ziel der Qualifizierung

Kennenlernen der Ursachen und Therapien sowie Möglichkeiten von Anpassungsmaßnahmen bei Menschen mit Multipler Sklerose oder amyotropher Lateralsklerose

Auf Wunsch werden Ihnen ausführliche Informationsunterlagen zugesendet.



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Autorinfo

Logo: Frau Susanne Tyll

Susanne Tyll

47829 Krefeld

02151 46158

Diplom-Pädagogin und Politologin

Zusatzinfo

Außer den genannten Themen bietet Susanne Tyll auch Fortbildungen zu weiteren Themen an, selbstverständlich auf Wunsch auch in Ihrer Einrichtung oder Nähe. Es wurden u. a. Seminare in Belzig, Berlin, Bremen, Erfurt, Esslingen, Frankfurt a. M., Hannover, Heidelberg, Herzberg, Kaiserslautern, Lübeck, Mainz, Meißen, München, Neuss, Nürnberg, Neumünster, Rendsburg, Stuttgart, Teltow, Trier, Weimar und vielen anderen Orten durchgeführt. Bei Interesse können Sie sich jederzeit mit ihr in Verbindung setzen!

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