Farbwirkung, Farbgestaltung |
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Farbwirkung, FarbgestaltungWirkung der FarbenFarben formen unser Bild von der Welt und wirken auf unsere Seele. Somit ist ersichtlich, es gibt einen engen Zusammenhang zwischen Farbwahrnehmung und psychologischer Reaktion. Was Architekten und Farbgestalter tun sollten, ist nichts anderes, als unsere Gebäude harmonisch in die "Welt der Natur" zu integrieren. Wenn wir ein Bild oder eine Landschaft betrachten, werden wir in erster Linie von der Erscheinung in der Gesamtheit beeindruckt. Die Analyse zeigt, dass sich das Bild oder die Landschaft aus einer Vielzahl von nebeneinanderliegenden Farben zusammen setzt. Diese Vielfalt der Farbnuancen haben wir auf den ersten Blick nicht wahrgenommen. Farbe ist niemals etwas beständiges oder Starres, sondern etwas Flächiges oder Vergängliches und wesentlich abhängig von der Umgebung, in der sie sich befindet. Ein farbiges Ensemble kann definiert werden als farbige, wahrnehmbare Summe dessen, was sich zu einem bestimmten Moment von Raum und Zeit auf dem Blickfeld des Betrachters abbildet. Der zwölfteilige Farbkreis nach Itten ist nachfolgend abgebildet. Er weist noch eine 3.Ordnung auf. Alle diese Farben leuchten. Unbunte Farben sind weiß und schwarz. Sie hellen entweder auf oder machen dunkler. Sie werden auch Tonwerte genannt. Farbkreis nach Itten![]() In einem monochromen Farbgefüge ist eine Farbe des Farbkreises aufgehellt und/ oder abgedunkelt. Farbkontraste existieren nach Itten in mehrfacher Hinsicht:
Der Hell-Dunkel-Kontrast ist ein optischer Primärkontrast. Ohne ihn gibt es keine deutlichen Untersuchungen in der Dingwelt. Zwischen Hell und Dunkel gestaltet sich die gesamte optische Welt, alle Farben, alle Grautöne. Damit die Wirkung der reinbunten Farben gleich groß ist, müssen sie nach Goethe in folgenden Mengenverhältnissen vorliegen:
Farben besitzen auch raumbildende Wirkung:
Ziel der Farbgestaltung und ästhetische AuffassungDie Sehnsucht nach "Farbharmonie" ist tief im Menschen als biologisches Wesen begründet. Bereits in der Frühgeschichte war der Gebrauch von Farben eng mit rituellen magischen Praktiken verbunden, und auch die uralte Sitte, sich zu schminken oder sich zu tätowieren, wurzelt in dem magischen Denken unserer Vorfahren. Der Symbolgehalt der Farbe ist jedem von uns verständlich und bekannt. Wir reagieren völlig intuitiv: Farben erzeugen also eine bestimmte Atmosphäre, und sie sprechen ganz direkt unsere Gefühle an, ja steuern sogar unsere Temperaturempfindlichkeit. Auf die ästhetische Gestaltung der Wohnbauten in Großsiedlungen angewandt, kann durch diese psychologische Wirkung von Farben das Lebens - und Arbeitsmilieu seiner Bewohner entscheidend geprägt werden. Farbe beeinflusst räumliche Strukturen, vornehmlich hinsichtlich ihrer Größe und Höhe.
Oft erzeugten unsere Großsiedlungen die "dunklen" Gefühle, wie Kälte, Schwere, Einsamkeit, Orientierungslosigkeit. Soweit es nicht durch neue Gestaltung schon geschehen ist, soll und muss es das Ziel sein eine harmonische Einheit in der Wärme, Geborgenheit und Freude dominieren zu schaffen. Herangehensweise bei der Farbgestaltung von Gebäuden und/ oder WohnkomplexenWir Europäer leben in einer Kulturlandschaft, d.h. die Landschaft, unser Lebensraum ist, so wie wir ihn heute vorfinden, vom Menschen beeinflusst. So ist es deshalb auch von großer Wichtigkeit, dass Menschen die Gestaltung sehr ernst nehmen. Bevor sie sich an eine Gestaltung heranwagen, sollte eine Baustrukturanalyse in Form einer Checkliste durchgeführt werden, damit alle Fragen von vornherein eine Antwort finden. Für ein konkretes Farbkonzept ist die Voraussetzung ein Lageplan und ein genaues Prüfen des Umfeldes notwendig:
Erst nach Beantwortung all dieser Fragen ist es möglich, mit einer Farbleitplanung zu beginnen, unter Aufnehmen von architektonischen vorhandenen Details unter Berücksichtigung der verschiedenen Funktionalitäten und der angrenzenden Bebauung. Gestaltungsmöglichkeiten - Material und verschiedene FassadentechnikenMaterial und Farbe sollten immer im Zusammenhang betrachtet werden. Im Rahmen von Sparzwängen wird zwar immer noch oft eine einfache Betonsanierung mit Farbanstrich ausgeführt. Doch mit der neuen Energie-einsparverordnung wird die Notwendigkeit, eine Wärmedämmung an die Fassade anzubringen, immer wahrscheinlicher. Zumal sind von der Bundesregierung für Energetische Gebäudesanierung 5,6 Mrd. Euro für den Zeitraum von 2006 - 2009 zu Verfügung gestellt. Sollte der Energiepass 2007 in Kraft treten, so wird es bei jeder anstehenden Sanierung selbstverständlich sich für eine geeignete Fassadensanierung Wärmedämmverbundsystem (WDVS) oder Vorgehängte Hinterlüftete Fassade (VHF), zu entscheiden. So ist bei Gebäuden bis 5 Geschosse ein Wärmedämmverbundsystem sinnvoll und auch wirtschaftlicher. FassadentechnikenSaniertes Gebäude der 50er Jahre mit WDVS und aufgeklebten Riemchen angepasst der Umgebung, zusätzulich vorgestellte Balkone und Vordach, um eine Wohnwertverbesserung zu erzielen. Wärmedämmverbundsystem(WDVS)Der Aufbau ist wie folgt:
Mit diesem System erreichen wir nicht nur die gewünschte Energieeinsparung, sondern auch noch, wenn erforderlich eine Integration zu den bereits vorhandenen geputzten Gebäuden. Die homogene Lochfassade lässt sich durch verschiedene Putzstrukturen plastisch gestalten und durch gezielten Farbeinsatz erhält die Fassade ein lebendiges Erscheinungsbild. Innerhalb der Wärmedämmverbundsystemarten werden folgende Techniken angeboten, wie:
Welche Technik zum Einsatz kommt, ist von jeweiligen Gebäudetyp und Gebäudehöhe und dem bauphysikalischen Zustand abhängig. Vorgehängte Hinterlüftete Fassade (VHF)Ohne Zweifel ist die hinterlüftete Vorhangfassade hinsichtlich Wärmedämmung und Hinterlüftung bauphysikalisch unübertroffen. Die funktionalen Vorteile ergeben sich durch vier Komponenten, die diese Konstruktion in sich vereint:
Nicht nur bauphysikalisch auch gestalterisch bietet die VHF viele Möglichkeiten, einige seien hier genannt.
Durch die verschiedenen Abmessungsmöglichkeiten der Elemente, Befestigungsformen und Materialauswahl ergeben sich viele Möglichkeiten für ein ästhetisch gelungenes Fassadenbild. Hinterlüftete Fassade mit Faserzementfafeln, wobei die Vor-und Rücksprüge der Fassade durch den Farbwechsel betont wurden. Für eine VHF können folgende Materialen zum Einsatz kommen:
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