Fördermittel EinbruchschutzFacebookTwitterEmailDrucken

Einbruchschutz: finanziert mit Krediten oder Zuschüssen der KfW-Bank
Kombinieren Sie Maßnahmen der Energie- und Barrierereduzierung mit dem Einbruchschutz.

KfW-Zuschuss für den Einbruchschutz

Seit dem 01.10.2014 bietet die KfW-Bank zum Förderprogramm Altersgerecht Umbauen (159) einen Investitionszuschuss (455-E) für private Eigentümer an, die Maßnahmen zum Einbruchschutz an einem bestehenden Wohngebäude oder einer Eigentumswohnung durchführen lassen.

Höhe des Zuschusses

Der Zuschuss beträgt je nach Höhe der Investitionskosten mind. 100 Euro bis max. 1.600 Euro.

Wohneigentümer und MieterInnen, die die eigenen vier Wände gegen Einbrüche sichern wollen, erhalten für Maßnahmen ab einer Investition von 500 EUR bis max. 15.000 EUR einen gestaffelten Zuschuss. 20 % Zuschuss für die ersten 1.000 EUR Investitionskosten, 10 % Zuschuss für jeden weiteren EUR. Der Zuschuss beträgt nun mindestens 100 EUR bis zu 1.600 EUR und wird für Material und fachgerechten Einbau durch Fachunternehmen gezahlt. Es muss kein weiterer Sachverständiger die Ausführung bestätigen. Der Antrag bei der KfW- Bank muss unbedingt vor Baubeginn gestellt werden.

Wer wird gefördert?

  • private Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Einfamilienhäusern und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen
  • Ersterwerber von barrierearm modernisiertem Einfamilienhäusern und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen. Kosten der barrierereduzierenden Umbaumaßnahmen müssen im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen sein.
  • Mieter mit Zustimmung des Vermieters
  • Wohnungseigentümergemeinschaften
Hinweis für Wohnungseigentümergemeinschaften

Für Wohnungseigentümergemeinschaft gibt es zwei Möglichkeiten, den Zuschuss zu beantragen:

  1. Bei Vorhaben am Gemeinschaftseigentum und/oder Sondereigentum muss die Wohnungseigentümergemeinschaft den Antrag stellen, z. B. der Hausverwalter oder ein anderer Vertretungsberechtigter.
  2. Sind ausschließlich Maßnahmen am Sondereigentum eines Wohnungseigentümers geplant, kann der jeweilige Wohnungseigentümer selbst den Antrag stellen.

Gefördert werden ausschließlich natürliche Personen, die ihren Miteigentumsanteil selbst nutzen oder vermieten. Nicht förderfähige Einheiten (zum Beispiel im Eigentum von juristischen Personen oder als Gewerbe genutzt) müssen bei den beantragten Investitionskosten anhand der jeweiligen Miteigentumsanteile herausgerechnet werden. Grundlage für die Berechnung ist die Gesamtsumme der förderfähigen Investitionskosten.

Was wird gefördert?

Grundsätzlich werden alle Maßnahmen gefördert, die unmittelbar für die Ausführung und Funktionstüchtigkeit der jeweiligen barrierereduzierenden Maßnahmen erforderlich sind. Dies umfasst das Material sowie den fachgerechten Einbau oder die Verarbeitung durch die jeweiligen Fachunternehmen. Es muss kein weiterer Sachverständiger die Ausführung bestätigen.

Wer die Arbeiten alleine zusammen mit privaten Helfern ausführt, kann sich einen Zuschuss für die Materialkosten beantragen. Hier muss allerdings ein Fachbetrieb den richtigen Einbau und die dazu verwendeten Materialien formlos bestätigen.

Tipp

Besser sind mögliche Mehrkosten bereits einzuplanen und gleich mit zu beantragen. Nachträgliche Aufstockung, dauert und wird dann auch erst wieder ab Minimum 2000 EUR Ausgaben für Mehrkosten gestattet!

Nicht gefördert werden

Maßnahmen an Boardinghäusern (als Beherbergungsbetrieb mit hotelähnlichen Leistungen), Ferienhäusern und -wohnungen, Wochenendhäusern sowie an Pflege- und Altenwohnheimen, die unter die Landesgesetze und Rechtsverordnungen auf dem Gebiet des Heimordnungsrechts der Länder fallen.

Brutto oder Netto?

Es können grundsätzlich Bruttokosten (inklusive Mehrwertsteuer) berücksichtigt werden. Sofern für Teile des Investitionsvorhabens eine Vorsteuerabzugsberechtigung besteht, können für diese Maßnahmen nur die Nettokosten berücksichtigt werden.

Maßnahmen zum Einbruchschutz

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Lassen Sie sich Informationsmaterial und Preisangaben unverbindlich von den Partnern von nullbarriere.de zusenden oder Angebote erstellen. Markieren Sie dafür die von Ihnen gewünschten Produkte und füllen Sie das Kontaktformular aus.

Einbau einbruchhemmender Haus - und Wohnungseingangstüren

Diese müssen

  • die Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627 oder besser (auch ohne Einhaltung der sicherheitstechnischen Anforderungen an die umgebenden Wandbauteile) aufweisen
  • einen U - Wert von maximal 1,3 W/(m²·K) aufweisen, sofern es sich um Außentüren als Teil der thermischen Hülle des Gebäudes handelt.
Haus- und Wohnungseingangstürenmanuell leicht zu öffnen, auch mit Freilauffunktion erhältlich leichtes Türöffnen per Hand oder elektrischer Türöffner in der Tür integriert Leichte Drehtürantriebe, Freilauftürschließer für Hauseingangstür
manuell leicht zu öffnen, auch mit Freilauffunktion erhältlich

manuell leicht zu öffnen, auch mit Freilauffunktion erhältlich

leichtes Türöffnen per Hand oder elektrischer Türöffner in der Tür integriert

leichtes Türöffnen per Hand oder elektrischer Türöffner in der Tür integriert

Leichte Drehtürantriebe, Freilauftürschließer für Hauseingangstür

Leichte Drehtürantriebe, Freilauftürschließer für Hauseingangstür

Einbau einbruchhemmender Garagentore und –zugänge bei einer direkten Verbindung von der Garage zum Wohnhaus.

Diese müssen

  • der Widerstandsklasse WK2 nach DIN V ENV 1627 oder besser entsprechen

Einbau von Nachrüstsystemen für Haus- und Wohnungseingangstüren sowie Türspione.

  • für aufschraubbare Schlösser (z. B. Querriegelschlösser mit/ohne Sperrbügel, Türzusatzschlösser, Kastenriegelschlösser) / Bandseitensicherungen der DIN 18104 Teil 1 oder 2 zum Einbruchschutz entsprechen.
  • Schutzbeschläge nach DIN 18257 ab Klasse ES 1 zum Einbruchschutz aufweisen. oder
  • bei Mehrfachverriegelungssystemen z. B. mit Sperrbügelfunktion nach DIN 18251 zum Einbruchschutz, Klasse 3 oder besser sowie bei Einsteckschlössern nach DIN 18251 zum Einbruchschutz, Klasse 4 oder besser in Kombination für Profilzylinder nach DIN 18252 der Angriffswiderstandsklasse 1 oder besser mit zusätzlichem Ziehschutz (falls Schutzbeschlag ohne Zylinderabdeckung) eingebaut werden. oder
  • bei Neuverglasung einbruchhemmendes Glas entsprechend P4 oder besser nach DIN EN 356 aufweisen.

Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster, Balkon-und Terrassentüren

(z.B. aufschraubbare Fensterstangenschlösser, Bandseitensicherungen, abschließbarer Fenstergriff, Pilzkopfverriegelungen). Diese müssen

  • der DIN 18104, Teil 1 oder 2 entsprechen. oder
  • bei Neuverglasung einbruchhemmendes Glas entsprechend P4 oder besser nach DIN EN 356 aufweisen.
FensteröffnerVerriegelungsantrieb Sicherheit und Schutz
Verriegelungsantrieb Sicherheit und Schutz

Verriegelungsantrieb Sicherheit und Schutz

Einbau einbruchhemmender Gitter, Klapp- und Rollläden (einschließlich Lichtschachtabdeckungen)

  • nach DIN EN 1627 ab der Widerstandsklasse RC2 eingebaut werden
Rolladensteuerungautomatische Urlaubsschaltung
automatische Urlaubsschaltung

automatische Urlaubsschaltung

Einbau von Einbruch- und Überfallsmeldeanlagen

  • die Anforderungen nach DIN EN 50 131, Grad 2 zum Einbruchschutz oder besser erfüllen. Mögliche Komponenten sind: Überfalltasten, Geräteabschaltung, intelligente Türschlösser mit personalisierten Zutrittsrechten

Gefahren­warnanlagen und Sicherheits­technik

  • Smart Home ­Anwendungen mit Einbruch­meldefunktion
SicherheitstechnikLicht ein, Jalousie hoch und Sirene an
Licht ein, Jalousie hoch und Sirene an

Licht ein, Jalousie hoch und Sirene an

Der Einbau einbruchhemmender / barrierearmer Fenster, Balkon - und Terrassentüren wird ausschließlich in den Produkten Energieeffizient Sanieren - Kredit (Nr. 151/152) oder Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss (Nr. 430) gefördert.

Baugebundene Assistenzsysteme wie zum Beispiel Gegensprechanlagen werden nur noch über das KfW-Programm "Altersgerechtes Umbauen" Barrierereduzierung - Investitionszuschuss 455-B gefördert.

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