Sanierung von Bewohnerbädern und PatientenbädernDrucken

Innovationen für Bäder in Pflegeheimen

Professionelle Pflege in der BadewanneDraufsicht eines Bades mit Raumspartür an der langen Seite3 Haltegriffe sind senkrecht an den Fliesen befestigtEine Frau steht vor einem Spiegel im Badezimmer

Nicht nur in Pflegeheimen sondern auch in Reha-Kliniken und Akut-Krankenhäusern stehen aktuell Sanierungen und Renovierungen von Bewohner- und Patientenbädern an. Insbesondere die Gebäude aus den 70er und 80er Jahren entsprechen oft nicht mehr dem Standard an Barrierefreiheit und werden den ästhetischen Ansprüchen der Kunden schon lange nicht mehr gerecht. Hinzu kommt oft eine marode Installation, die dann letztendlich auch der Auslöser für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen bei Bewohnerbädern ist.

Nicht nur finanziell, sondern vor allem organisatorisch ist die Sanierungsmaßnahme ein großer Kraftakt, schließlich muss der Umbau im laufenden Betrieb des Hauses stattfinden. Unangenehme Begleiterscheinungen, wie Lärmbelästigung für Bewohner und Mitarbeiter, vorübergehende Verlegung der Bewohner in andere Zimmer oder der Ausfall ganzer Wohnbereiche für eine gewisse Zeit, müssen kompensiert werden. Ein reibungsloser Ablauf der Bädersanierungen erfordert zudem eine fachkompetente technische Koordination, die nicht jede Einrichtung selbst leisten kann. Fachleute sind also gefragt.

Eine interesssante Innovation ist in diesem Zusammenhang die Renovierung von Bewohner- und Patientenbädern in Systembauweise, bei der keine Fliesen, sondern großflächige Dekor-Paneele fugenlos die Gestaltung des Bades übernehmen. Das Bad ist reinigungsfreundlich, hat die Eleganz eines Hotelbades und ist gleichzeitig funktional barrierefrei ausgestattet.

Weit verbreitetes Tür-Problem gelöst

Eine Raumspartür löst ein seit langem in Kliniken und Pflegeheimen weit verbreitetes "Tür-Problem": Durch unterschiedliche Türöffnungsrichtungen bei Eingangstüren und Badezimmertüren kommt es oft zu Kolisionen im Bereich des Bewohnerzimmer-Flures. Hierbei kann im ungünstigsten Fall die Zimmer-Eingangstür nicht mehr geöffnet werden, was besonders kritisch in Notfällen ist. Die Dreh-Falttür löst dieses Platzproblem durch einen raffinierten Knick in der Türfläche und ist dabei genau so funktional wie eine konventionelle Tür.

Die Tür kann in Pflegeheim Standard-Türrahmen auch nachträglich eingebaut werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die bessere Handhabung dieser Tür für Rollstuhlfahrer und Gehwagen-Fahrer. Durch den ergonomisch günstigen Öffnungsverlauf bleibt der Türdrücker immer in erreichbarer Nähe. Das patentierte Beschlagsystem ermöglicht dem Betreuungspersonal zudem eine beschädigungslose Notöffnung bei verschlossener Tür. Die Türen können hochwertig furniert oder als Feuchtraum-Tür in sämtlichen Holz- und Uni-Dekoren geliefert werden und so dem Baubestand angepasst werden.

Im Detail liegt die Qualität

Badezimmer sollen über lange Jahre bestehen, deshalb ist eine zeitlose Gestaltung und Robustheit der verwendeten Materialien unabdingbar. Neben Griffen aus hochschlagzähem PVC gibt es auch Haltegriffe, die sich durch ihren Chrom Look harmonisch ins Gesamtbild eines Badezimmer einfügen und kaum als Hilfsmittel erkannt werden. Zudem sind sie durch ihre Oberflächenstruktur besonders griffig und können auch in der Badewanne montiert werden.

Ein weiteres wichtiges Detail in Bewohnerbädern ist die Beleuchtung. Altersbedingte Sehbehinderung fordert eine rund 2,5 fach höhere Beleuchtungsstärke als sie für normalsichtige, jüngere Menschen notwendig ist. Mehr Licht ist nicht automatisch mit mehr Stromverbrauch gleichzusetzen. Schlicht im Design und absolut optimiert im Verhältnis Stromverbrauch zu Lichtausbeute reicht eine Leuchte über dem Spiegel aus, um das komplette Bad für Menschen mit altersbedingter Sehbehinderung schattenlos auszuleuchten.

Das Pflegebad als Therapiebad

Im Zuge zahlreicher Umbaumaßnahmen in Pflegeheimen, bei dem es um die Einrichtung spezieller Demenz-Wohngemeinschaften geht, ist der Umbau älterer Pflegebäder in Therapiebäder ein aktuelles Thema, wie von der Pflegewissenschaft konzipiert und von der Heimaufsicht gefordert.

Aufgehängte Fischernetze mit Muschelattrappen in weiß gekachelten Pflegebädern sind sicherlich gut gemeint, dienen aber allenfalls der Dekoration und entsprechen in keiner Weise therapeutischen Anforderungen. Das Baden als eine Form der basalen Stimulation wird in der Therapie für Menschen mit Behinderung schon seit etwa zwanzig Jahren erfolgreich angewandt und findet seit geraumer Zeit auch in abgewandelter Form Eingang in Pflegeeinrichtungen für Menschen mit demenziellen Veränderungen. Farbe, Material, Licht, Duft, Wasser und persönliche Intimsphäre sind die Elemente, welche in der ganzheitlichen Raumgestaltung eines Therapiebades berücksichtigt werden müssen.

Oft geht es darum, die vorhandene Pflegebadewanne in ein neues Therapiebad-Konzept mit einzubinden. In diesem Fall werden individuell auf den Bedarf der Pflegeeinrichtung und den räumlichen Möglichkeiten sowie den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln abgestimmte Komplettkonzepte für Pflegebäder erarbeitet. Das Planungsbüro DOPPELPUNKT hat bei der Konzeption von Therapiebädern für Menschen mit Behinderung und Demenz 15 Jahre Erfahrung und bietet hierfür Fachberatung an.

Insgesamt gesehen ist die Renovierung von Bädern im aktuellen Investitionsstau von Pflegeeinrichtungen mit auf der höchsten Dringlichkeitsstufe anzusiedeln. Neue Produkte und Konzepte bieten Heimleitern und Betreibern ganz aktuell interessante Impulse und wirtschaftliche Optimierungen als Alternative zur herkömmlichen Sanierung.

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