Beleuchtung für Betreutes WohnenFacebookTwitterEmailDrucken

Visual Timing Light - Lichtlösungen für Innenräume zur Simulation des natürlichen Tageslichtwechsels im 24-Stundenverlauf. Zur Unterstützung der zirkadianen Rhythmik bei Demenz.

DEMENZ einfach erklärt

"Stellen Sie sich vor, Ihre Erinnerungen sind in einem Buch chronologisch festgehalten. Sie können sich nur an das erinnern, was auf den Seiten aufgezeichnet ist. Plötzlich kommt die "Demenz" und beginnt, von hinten die Seiten Ihres Buches auszureißen."

Demenz bedeutet zunehmende Zerstörung der intellektuellen Leistungsfähigkeit und der Persönlichkeit. Eine selbständige Alltagsbewältigung ohne fremde Hilfe wird deutlich beeinträchtigt oder sogar unmöglich. Symptome wie Gedächtnisstörungen, Wortfindungsstörungen, Erkennungsstörungen, Wahrnehmungsstörungen, zeitliche und räumliche Orientierungsstörungen sowie Verhaltenveränderungen erschweren den Betroffenen das Leben. Sie empfinden Ihre Umgebung zunehmend diffuser. Es wird schwieriger, Umweltreize adäquat zu verarbeiten und entsprechend zu reagieren. Als Folge davon können Sekundärsymptome wie Angst, Unruhe, Agiertheit, Weglaufverhalten, Depressivität, Passivität, aggressives Verhalten und Wahnvorstellungen auftreten.

An Demenz Erkrankte erfordern intensive Betreuung und Pflege - häufig fast rund um die Uhr.

Die bestmögliche Mobilisierung dieser Bewohnergruppe ist daher nicht nur vom sozialen Verständnis her gefordert, sondern ist der enscheidende Punkt in der Reduktion der Pflegeaufwände.

Eine individuell abgestimmte Lichtlösung motiviert betroffene Senioren, selbständig zu bleiben und erleichtert den Alltag für Pflegepersonal und Angehörige. Sie sorgt für Stimulanz, Kompensation von Wahrnehmungsdefiziten, Orientierung und Aktivierung.

[QUELLE: "Gestaltung von Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Demenzerkankungen", Rudolf Welter, Matthias Hürlimann, Katharina Hürlimann-Siebke]


ZIRKADIANE RHYTHMIK - VISUAL TIMING LIGHT

Licht im Bewohnerzimmer am Morgen Licht im Bewohnerzimmer am Vormittag Licht im Bewohnerzimmer am Mittag Licht im Bewohnerzimmer am Nachmittag Licht im Bewohnerzimmer am Abend Licht im Bewohnerzimmer in der Nacht

Die Zirkadiane Rhythmik hilft dem Menschen, sich auf täglich wiederkehrende Phänomene einzustellen. Sie bestimmt tagesperiodische Vorgänge wie Stoffwechselfunktionen und Hormonfunktionen oder den Wach-Schlafzyklus des menschlichen Organismus mit erstaunlicher zeitlicher Präzision. Licht wirkt dabei als massgebender Einflussfaktor und Zeitgeber. Ist es uns nicht möglich, die natürliche Quelle des Tageslichtes zu nutzen um unsere innere Uhr zu regulieren, sind Beleuchtungslösungen gefragt, welche die natürlichen Lichtimpulse ersetzen können.

Disharmonie des Zirkadianen Rhythmus

Erfahrungen zeigen, dass sich insbesondere Demenz Erkrankte schwer tun mit der Tageszeit-Orientierung. Trägheit, Verwirrtheit und Verstimmungen sind die Folge.

Das innovative Lichtmanagementsystem "Visual Timing Light" von Derungs Licht AG ermöglicht die Simulation des 24-Stunden-Lichtverlaufes von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und der Nacht mittels Kunstlicht.

Visual Timing Light (VTL) - Eigenschaften

  • Unterstützung der Strukturierung des Tagesablaufes
  • Positive Beeinflussung des Tag-Nachtzyklus
  • Steuerung des Hormonhaushaltes
  • Geregelte Schlafgewohnheiten/Essgewohnheiten
  • Positive Beeinflussung von Stimmung und Wohlbefinden
  • Ausgleich von Stimmungsschwankungen und Depressionen
  • Aktivierung der Sinne
  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Wachsamkeit
  • Deutliche Verbesserung der Artikulation von dementen Bewohnern

Über eine spezielle Lichtsteuerung werden verschiedene Lichtszenen wie Morgen, Vormittag, Mittag, Nachmittag, Abend und die Nacht definiert. Jede Lichtszene weist eine unterschiedliche Beleuchtungsstärke sowie Lichtfarbe aus. Die verschiedenen Lichtszenen werden mittels Steuerung in einer Zeitsequenz von 24 Stunden abgespielt. Simuliert wird eine übergangslose Tageslichtnachführung mit entsprechendem Farbverlauf und Helligkeitsverlauf.

"Visual Timing Light" - ein unersetzlicher Impulsgeber für unsere zirkadiane Rhythmik.

Jede Lichtszene weist eine unterschiedliche Beleuchtungsstärke sowie Lichtfarbe aus.

[QUELLE: Till Roenneberg, Institut für Medizinische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München]

DIREKTLICHT / INDIREKTLICHT - Plus- und Minuspunkte

Direktbeleuchtung Indirektbeleuchtung Direktbeleuchtung - Indirektbeleuchtung Zwei-Komponenten-Beleuchtung

Direktbeleuchtung

  • + sehr gute Energieeffizienz
  • + schlechte Blendbegrenzung für liegende Personen
  • - Spiegelungen am Boden
  • - dunkle Raumerscheinung
  • - starke Schattenbildung

Indirektbeleuchtung

  • + sehr gute Blendbegrenzung
  • + minimale Spiegelungen
  • + helle Raumerscheinung
  • + kaum Schattenbildung
  • - schlechte Energieeffizienz
  • - hohe Leuchtdichten an der Decke (störend für liegende Personen)

Direktbeleuchtung / Indirektbeleuchtung

  • + sehr gute Energieeffzienz
  • + geringe Schattenbildung
  • + geringe Spiegelungen
  • + gute Blendbegrenzung
  • + helle Raumerscheinung
  • + homogene, weiche Übergänge durch Mehrfachreflektion

Zwei-Komponenten-Beleuchtung

  • + wie Direkt-/Indirektbeleuchtung
  • + partielle Verstärkung der Beleuchtung durch Pflegeleuchte/ Leseleuchte

Lichtrichtung

Derungs Licht AG hat die klaren Vorteile der Direkt-/Indirektbeleuchtung sowie der Zwei-Komponenten Beleuchtung erkannt. Das Beleuchtungsangebot konzentriert sich daher auf Lichtlösungen in diesen Bereichen. Dabei wird Wert gelegt auf einen hohen Anteil an Indirektlicht sowie eine gute Streuung des Direktlichtanteils.

LICHT IM BEWOHNERZIMMER/LESELICHT

2 Varianten für Stehleuchte VIVAA Free VANERA LED Deckenleuchten im Aufenthaltsraum eines Pflegeheims VIVAA Ring Deckenlampe für homogene, schattenfreie Allgemeinbeleuchtung VANERA LED Wandleuchten in einem Entspannungsraum ZERA Bed Wandleuchte mit 4 Lichtzonen

Licht im Bewohnerzimmer soll einladend, harmonisch, aufmunternd und freundlich wirken. Ausreichende Helligkeit und eine warme, blendfreie Lichtatmosphäre helfen, in diesen Bereichen ein galantes und stilvolles Licht zu erzielen.
Auch hier gilt selbstverständlich der Grundsatz: Bedürfnisorientiertes Licht für alle Lichtbenutzer!

Den individuellen Bedürfnissen entsprechend können verschiedene Lichtszenen angewählt werden:

Leselicht/Arbeitslicht

Neben dem blendfreien und indirekten Licht einer Allgemeinbeleuchtung ist das optimle Leselicht am Pflegebett von großer Bedeutung. Der Sicherheitsgedanke tritt hier in den Vordergrund. Die Wärmeentwicklung muss im Lesebereich äusserst gering sein und an der Lichtaustrittsfläche und am Leuchtenkörper darf keinerlei Verbrennungs- und Brandgefahr bestehen. Gleichzeitig soll eine Leseleuchte den Bewohnern nicht nur gutes Leselicht bieten, sondern auch bedienfreundlich und leicht zu positionieren sein. Auch die Blendfreiheit ist hier wieder ein Muss.

Pflegelicht/Untersuchungslicht

Nicht zu vergessen ist aber auch das Pflegepersonal. Bettenzimmer sind für diese Benutzergruppe auch Arbeitszimmer. Die Leuchten müssen dem Pflegepersonal ein optimales Licht für Körperpflege, Verband-/Windelwechsel, das Setzen von Spritzen, Infusionen und Kathetern sowie das Erneuern von Verbänden etc. bieten. Pflegetätigkeiten werden in einem guten Licht bestmöglich unterstützt und erleichtert.
Zusätzlich stehen Behandelnde und Pflegende oft selbst im Licht. Aus Sicht des Pflegepersonals liegen die Anforderungen an die Beleuchtung bei folgenden Schwerpunkten:
schattenfreie und grossflächige Ausleuchtung, blendfreies Licht, hoher Bedienungskomfort und je nach Anwendungsgebiet die optimale Beleuchtungsstärke.

Nachtlicht/Orientierungslicht

Speziell älteren und pflegebedürftigen Menschen bietet das dezente Nachtlicht eine optimale Orientierungshilfe in der Dunkelheit. Auch dient es als beliebtes Dämmerlicht zum Fernsehen.

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