Schwellenloser Zugang in der KitaFacebookTwitterEmailDrucken

Mehr Sicherheit für die Kleinen: Schwellenlose Türdurchgänge mindern die Stolpergefahr. Neben der gewährleisteten Sicherheit können die Kindern nun auch selbständig ihre Geräte nach draußen fahren und sind hierfür nicht zwingend auf eine Erzieherin angewiesen.

Mehr Sicherheit für die Kleinen: Schwellenlose Türdurchgänge mindern die Stolpergefahr

Bobbycar fährt problemlos über TürschwelleKind mit Puppenwagen fährt über TürschwelleSkizze Türschnitt

Für den Bau von Kindergärten und -tagesstätten gibt es zahlreiche, detaillierte Vorschriften, die der Sicherheit der Kinder dienen. Doch schwellenlose Türdurchgänge werden dabei immer noch vernachlässigt, obwohl sie riskante Stolperfallen darstellen. Vor allem dort, wo viel getobt und gerannt wird, kommt es immer wieder zu Sturzunfällen. Jungen und Mädchen, die gerade erst das Laufen lernen, können sich schwere Verletzungen zuziehen -besonders bei den Schwellen zwischen Innen- und Außenräumen, wo in der Regel raues Pflaster vor der Tür verlegt ist. Aus diesen Gründen wurden in der Kindertagesstätte Rieden-Zellerberg im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen und des Anbaus einer neuen Kinderkrippe schwellenlose Türdurchgänge bei den drei Außentüren angebracht.

Ebenerdige Türdurchgänge schützen Kleinkinder vor Stürzen

"Die Null-Schwelle war im Hinblick auf die Kleinkinder unverzichtbar", erklärt Erwin Kirchdorfer, der als Architekt die Sanierung vornahm und den Neubau errichtete. Da sie in der eigenen Mobilität noch unsicher sind, sind die üblichen Zwei-Zentimeter-Schwellen ein gefährliches Hindernis. Aus diesem Grund zählen Betreuungseinrichtungen für die Kleinen auch zu den häufigsten Unfallorten. Die höchste stationäre Behandlungsrate liegt bei den Ein- bis Vierjährigen.

Der Architekt hat sich daher für das System der Firma Alumat entschieden, das nicht nur einen schwellenlosen Übergang darstellt, sondern auch nachweislich vor Nässe, Zugluft und Wärmeverlust schützt. "Die Mehrfachabdichtung gewährleistet sogar die für das Passivhaus-Konzept notwendige Luftdichtheit", so Kirchdorfer. Zudem wirken die Dichtungen schalldämmend.

Das System besteht aus insgesamt vier Permanentmagneten: Zwei davon sind im Alu-Bodenprofil eingelegt, zwei entsprechende Gegenstücke werden in der Unterseite der Tür eingebaut. Beim Schließen der Tür ziehen die oberen Magnete die unteren nach oben, sodass der Spalt komplett abgeschlossen ist. Wird die Tür geöffnet, reicht die Bewegung aus, damit die Pole wieder getrennt werden: Die unteren Teile fallen zurück in das Bodenprofil, wo sie schwellenfrei versinken. Das System ist sowohl für Türen im Innen- als auch im Außenbereich sowie für die gängigen Türmaterialien wie Holz, Kunststoff oder Aluminium geeignet. Auch in Altbauten kann es nachträglich eingebaut werden.

Spezielles Ablaufsystem hält Wasser fern

Bei dem schwellenfreien System ist neben dem Schließmechanismus vor allem auch die zuverlässige Ableitung von Regenwasser von entscheidender Bedeutung. Um zu verhindern, dass Feuchtigkeit in die Innenräume gelangt, wurde beim Einbau ein spezielles Ablaufsystem integriert. So kann sich das Wasser nicht in den Laufschienen sammeln, sondern wird nach unten ausgespült. Dazu war vorher ein Entwässerungsanschluss installiert worden, die Schwellen sind somit bis 100 Meter Geschosshöhe schlagregendicht.

Eine verstellbare Silikon-Schleifdichtung im Wetterschenkel sorgt außerdem dafür, dass Schmutzablagerungen die Magnetfunktion nicht beeinträchtigen. "Grober Schmutz wie etwa Sand wird beim Schließen der Tür nach außen abgestreift. Eine Dichtung aus EPDM-Material unter der Innenseite der Tür hält zusätzlich Zugluft ab", erklärt Claudia Frey von der Alumat Frey GmbH.

Schliessen