Gärten für Senioren

Gärten für Senioren.

Bequem und pflegeleicht

Autorin: Brigitte Kleinod

Titelbild Garten für Senioren

Gartenfreude in jedem Alter

  • Mit Gestaltungsvorschlägen und Pflanzplänen
  • Tipps zur körperschonenden Gartenarbeit
  • Besonders pflegeleichte Pflanzen

Ein Garten bereitet seinen Besitzern Freude und Erfüllung. Zum Gartenalltag gehört aber auch die Gartenarbeit. Dieses Buch zeigt, wie Sie Ihren Garten durch geschickte Umgestaltungen an Ihre persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnisse anpassen können. Es stellt Arbeitshilfen und gut handhabbare Gartengeräte für ein gesundes und glückliches Gärtnern und Genießen im Alter vor.


Leseprobe:

Sicherheit auf allen Wegen

Gartenwege sollen Sie sicher und bequem ans Ziel führen, aber auch Abwechslung und bewusstes "Erleben" bieten. Das können Sie durch eine spannungsreiche Wegeführung, ansprechende Belagsmaterialien und eine kreative Saumbepflanzung erreichen. Der Weg kann im Kontrast zu seiner Umgebung stehen oder sich unauffällig in das Gartenbild einfügen. Er kann befestigt oder offenporig sein, gerade oder geschwungen verlaufen. An erster Stelle der Überlegungen zur Wegführung und -gestaltung steht aber immer die Frage nach seiner Funktion.

So dient ein Weg nicht nur als Verbindung. Er kann auch zwei Pflanzflächen sinnvoll und gestalterisch schön voneinander trennen.

Funktionen eines Weges

  • Ist es ein Haupt- oder Nebenweg?
  • Wie oft und mit welchem Gerät gehe ich ihn?
  • Welche Ziele soll er miteinander verbinden?
  • Kann er gegebenenfalls eine weitere Funktion haben, z.B. verbreitert eine Bank aufnehmen?
  • Soll er für Schubkarre, Rollstuhl oder Auto befahrbar sein?
  • Kann ich ihn bei jeder Witterung gefahrlos nutzen?

Großzügige Wege

Je breiter ein Weg angelegt ist, desto großzügiger wirkt er, was sich auch auf das gesamte Gartenbild vorteilhaft auswirkt. Versuchen Sie also, mit wenigen, aber breiten Wegen, alles bequem zu erreichen. Dies erleichtert Ihnen auch die Gartenpflege.

Für Hauptwege sollten Sie eine Breite von etwa 1,50 m vorsehen, so dass auch eine Person mit Gehhilfen Platz hat und eine Begleitperson noch bequem nebenher gehen kann. Die genaue Breite stimmen Sie am besten auf das Maß der vorgesehenen Platten oder Pflastersteine ab, damit möglichst wenig Arbeit und Verschnitt beim Wegebau entsteht. Führt ein Hauptweg direkt an einer Hecke, Mauer oder Fassade entlang, sollten Sie ihn noch etwas breiter planen, damit Sie nicht mit der Schulter anstoßen.

Die ideale Breite

Rollstuhlfahrer auf einem breiten Gartenweg
Wege aus Sickerpflaster entwässern sich selbst, sind fugenfrei, eben und rutschsicher und daher zum Befahren und Begehen sehr gut geeignet.

Nebenwege, die auch mit der Schubkarre befahren werden, sollten einen Meter Breite oder mehr aufweisen. Für weniger häufig begangene Wege sollten Sie immer noch eine Breite von 90 cm einplanen, damit sie auch von Personen genutzt werden können, die an Krücken oder am Stock gehen. Die Verwendung von Trittplatten ist keine gute Lösung, da sie leicht zu Stolperfallen werden. Außerdem kann man hier keine verbindlichen Abstände angeben, weil sich das Schrittmaß mit zunehmendem Alter verringert.

Rollstuhlgerechte Wege müssen eine Breite von mindestens 1,20 m haben, wobei Sie scharfe Kurven oder rechtwinklige Abbiegungen vermeiden sollten. Da der Wendekreis eines Rollstuhls etwa 1,50 m beträgt, muss man entweder Buchten zum Wenden vorsehen oder man legt den Weg von vornherein breit genug an. Bei Wegen mit einer Breite von 1,60 m kann eine Person bequem neben dem Rollstuhl hergehen. Ein gärtnernder Rollstuhlfahrer kann bei dieser Breite bequem Geräte oder einen Transportkarren neben sich herführen.

Rutschfest und gut beleuchtet

Eine gute Beleuchtung und eine rutschhemmende ebene Oberfläche sind für die Gehsicherheit im Garten unerlässlich. Wege müssen so ausgeleuchtet werden, dass man sich selbst keinen Schatten vor die Füßen wirft. Belagsoberflächen müssen auch bei Nässe und im Schatten rutschsicher sowie bei Schnee und Eis gut zu kehren und abzustreuen sein. Dazu darf die Wege kante nicht höher sein als der Wegbelag.

Wohlbehagen auf Schritt und Tritt

Vermeiden Sie Stufen und Stolperschwellen, wo immer es möglich ist. Falls es ohne Stufen nicht geht, sollten diese durch Belagsänderung und Farbabsetzungen gut erkennbar sein. Großzügige Treppen mit flachen Stufen sind besser als schmale steile. Bei langen Treppen sind Podeste nach jeder fünften Stufe vorteilhaft: Sie sehen nicht nur schöner aus, sondern man kann auch beim Treppen steigen kurz ausruhen und durch einen Zwischenschritt verhindern, dass das Auftrittsbein ermüdet. Stufen sollten immer in Gruppen von mindestens zwei, besser drei und mehr angeordnet werden, denn eine einzige übersieht man sehr leicht.

Auch auf einen Handlauf sollten Sie nicht verzichten. Eine gute Beleuchtung der Wege ist ebenfalls wichtig. Am besten eignen sich dafür niedrige, nach oben abgeschirmte Lampen, die nicht blenden. Der Handel hält auch bereits in die Stufen integrierte Leuchten bereit. Die Beleuchtung sollte automatisch per Bewegungsmelder funktionieren oder per Fernbedienung, Zeitschaltuhr oder Computer von Ihnen steuerbar sein.

Tabelle: Empfehlenswerte Beläge für Plätze und Wege
Platz bzw. Wegart Geeigneter Belag Vorteil Nachteil
Gehhauptweg oder Fahrtweg, Rampe, Treppe, Terrasse Beton-Pflastersteine, Klinker; Natursteinpflaster gut zu pflegen, viele Formate und Farben Meist Entwässerung nötig; Naturstein ist teurer, aufwändiger zu verlegen, oft uneben
Hauptwege, Kfz-Stellplatz Sickerpflaster, Dränpflasterstein gut zu pflegen, griffig, keine Entwässerung nötig wenig Farben und Formate zur Auswahl
Hauptsitzplatz, Terrasse Beton-Platten Klinker, Holzdielen gut zu reinigen, ebene Fläche ermöglicht festen Stand der Gartenmöbel und verhindert Stolpergefahr Betonplatten sind schwer aufzunehmen und auszurichten, Holzdielen können bei Nässe rutschig werden
Nebenweg, Nebensitzplatz, Kfz-Stellplatz wassergebundene Decke, Kies, Splitt, Schotterrasen wasserdurchlässig, leicht zu pflegen und auszubessern, keine Entwässerung nötig bleibt in Schuhsohlenprofilen hängen schlechter begeh- und befahrbar
Nebenweg, Kompostplatz, Nebensitzplatz Holzhäcksel, Rindenmulch leicht zu pflegen und auszubessern, angenehm zu begehen schlecht befahrbar mit schwerem Gerät oder Rollstuhl

Sicherer Wegbelag

Der Wegbelag muss bei allen Witterungen gut begehbar sein und darf nicht Algen oder Moos ansetzen. Strukturierte Oberflächen sind besser als glatte, helle besser als dunkle. Das Material muss gut zu säubern sein, was beispielsweise bei Rasengittersteinen und Sickerpflaster mit breiten Fugen kaum möglich ist.

Bei der Oberflächengestaltung von Wegen haben Sie die Wahl zwischen Betonwerkstein und Naturstein, unterschiedlich geformten Platten und Pflastersteinen sowie zwischen verschiedenen Farben und Körnungen von mineralischen Kiesen oder Splitten, Rasen und organischen Materialien. Entscheiden Sie sich bei den Hauptwegen für eine Belagsart, an der sich alle anderen Wege orientieren können. Ein einheitlicher Wegebelag hat eine beruhigende Wirkung. Dabei sollte der Belag in Farbe und Material den Charakter des Gartens und des Hauses aufgreifen. Abwechslung bringen farblich abgesetzte Natursteinreihen an den Wegrändern, an Abzweigungen und Stufen. Je weiter ein Weg vom Hause entfernt ist, desto natürlicher darf das Material werden. Denken Sie aber immer an Begehbarkeit, Sicherheit und Pflegeaufwand.

Baustoffhändler und Betonsteinwerke bieten Musterflächen mit den unterschiedlichsten Platten und Steinen an. Testen Sie Ihren Favoriten sowohl an sonnigen Tagen (das Material sollte Sie nicht blenden), als auch an trüben und nassen Tagen, ...

Garten für Senioren; Blick ins Buch!

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Autorin Brigitte Kleinod

Brigitte Kleinod

ist Biologin und Gartenplanerin. Seit vielen Jahren ist sie als Gartenberaterin und -planerin tätig. Als Autorin hat sie sich mit vielen Gartenbüchern einen Namen gemacht.

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Tipp

Lange Wege ansehnlich gliedern

Lange Wege lassen sich mit dunkel abgesetzten Querstreifen optisch verkürzen. Diese Bänder kann man auch in die angrenzenden Beete hinein verlängern. Die gleiche Wirkung erzielen Sie mit einem Versatz des Weges. In Kurven fügen sich markante Gehölze oder Gegenstände wie eine Lampe, eine Bank oder ein Stein optisch vorteilhaft ein, da sie den Richtungswechsel auf angenehme Weise unterstreichen.

Tipps

Außenanlagen

AußenanlagenPflaster, Ökobeläge, Platten, Hang- und Randbefestigungen, Stufen, Möblierung und Maßanfertigungen für die öffentliche und die private Außen- oder Gartenanlage.

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