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Treppenlift in Mietshaus

Beitrag Treppenlift in Mietshaus

Autor: Sonja79 Antworten: 6 letzte Antwort: 2018-11-14 15:08:56 von Weentim

AutorBeitrag
Beitrag
Sonja79
erstellt:
31.03.2016, 16:34

Treppenlift in Mietshaus

Meine Oma wohnt in einem Haus zur Miete. Nun hatte sie einen Unfall und kann keine Treppen mehr steigen, obwohl sie so ganz fit ist. Sie ist auch noch nicht so alt. 52.

Nun zu meiner Frage. Ist es erlaubt, oder muss es der Vermieter erlauben, dass im Haus ein Treppenlift eingebaut werden kann? Die Kosten würden wir natürlich selbst tragen. Kann diese Maßnahme vom Mieter verweigert werden?

Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
03.04.2016, 08:13

Expertenseite

Gesetzliche Voraussetzungen für den Einbau eines Treppenliftes sind
- das Mietrechtreformgesetz vom 19.06.01 (BGBL.I S. 1149ff, insbesondere §554a Barrierefreiheit) und
- das Gleichstellungsgesetz.
Auch Mieter in einem Mehrfamilienhaus haben Anspruch auf den Einbau eines Treppenliftes, wenn sie infolge ihrer Behinderung nicht mehr anders ihre Wohnung erreichen können.
Allerdings müssen dafür die baulichen Voraussetzungen und die Sicherung des Fluchtweges über die Treppe gegeben sein. Ich empfehle Ihnen, sich Informationsmaterial von den Herstellern zu besorgen und sich in Ihrem Fall über die Machbarkeit beraten zu lassen.

... auf nullbarriere.de

Planung und Einbau eines Treppenliftes

Treppenlift im notwendigen Treppenraum

Beitrag
Sonja79
erstellt:
04.04.2016, 11:21

Danke für Ihre Antwort, ich werde da gleich mal schauen. Das Thema ist sehr umfassend und für mich erst mal wie ein großes Durcheinander.

An Fluchtwege ectr. habe ich bisher noch gar nicht gedacht, da gibt es dann auch von der Vermieterseite her so Einiges zu beachten.

Am WE haben wir uns auch Gedanken über eine andere Wohnung gemacht. Mal schauen, wie das weitergeht.

Meinen Sie die Krankenkasse wäre auch eine Alternative Anlaufstelle?

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
06.04.2016, 09:26

Expertenseite

Nein, Sie müssen sich an die Pflegekasse wenden.

Beitrag
Antonio Gottwald
erstellt:
28.06.2017, 15:00

Hierzu gibt es eine gesetzliche Regelung :)

Paragraph § 554a BGB
(1) Der Mieter kann vom Vermieter die Zustimmung zu baulichen Veränderungen oder sonstigen Einrichtungen verlangen, die für eine behindertengerechte Nutzung der Mietsache oder den Zugang zu ihr erforderlich sind, wenn er ein berechtigtes Interesse daran hat. Der Vermieter kann seine Zustimmung verweigern, wenn sein Interesse an der unveränderten Erhaltung der Mietsache oder des Gebäudes das Interesse des Mieters an einer behindertengerechten Nutzung der Mietsache überwiegt. Dabei sind auch die berechtigten Interessen anderer Mieter in dem Gebäude zu berücksichtigen.

(2) Der Vermieter kann seine Zustimmung von der Leistung einer angemessenen zusätzlichen Sicherheit für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes abhängig machen. § 551 Abs. 3 und 4 gilt entsprechend.

(3) Eine zum Nachteil des Mieters von Absatz 1 abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

(Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554a.html )

Ich denke, das ist aussagekräftig genug :) :) :)
Natürlich sind auch alle "Brandschutz-Richtlinien" bei so einem Vorhaben ebenso zu beachten.

Beitrag
Theo Schön
erstellt:
25.07.2017, 14:01

Ist halt die Frage, wann genau das Interesse des Vermieters hier überwiegt.

Beitrag
Weentim
erstellt:
14.11.2018, 15:08

Ja, von Vortteil wäre es schon wenn der Vermieter dieser Verantwortung nachkommt.Da es für die Oma wohl eine große Erleichterung wäre und vielleicht auch für andere Bewohner.

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