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Anforderung an Rampe im Eingangsbereich eines ...

Beitrag Anforderung an Rampe im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses

Autor: lutz Antworten: 3 letzte Antwort: 2016-02-10 12:21:37 von Sonja Hopf

AutorBeitrag
Beitrag
lutz
erstellt:
05.02.2016 09:58:14

Anforderung an Rampe im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses

In einem MFH ist im Inneneingangsbereich eine Rampe vorhanden mit Gefälle von auf Einzelstrecken (150 cm) von 7% und 5,5 %.
Meine Fragen:
1. ) Ist das Gefälle der Gesamstrecke zu messen (6 Meter) ?
2.) Welche Rutschhemmklasse muss die Rampe haben?
3.) Ist der Knickpunkt von waagrechtem Zuweg auf Rampe auch
weiter definiert (zusätzlicher Signal- oder Rutschhemmstreifen ???)

Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
10.02.2016 08:52:09

Expertenseite

Für Neubauten (MFH) gilt die DIN 18040-2.Bei Ihrem bereits vorhandenem MFH legte die Baugenehmigung die Anforderungen im Inneneingangsbereich fest.
Zu Ihren Fragen:
Zu 1:
Die Neigung von Rampenläufen darf höchstens 6% betragen. Bei längeren Rampen und bei Richtungsänderungen sind Zwischenpodeste mit einer nutzbaren Länge von mindestens 150 cm erforderlich. Diese Forderung bestand bereits in älteren Normen und LBO zum Barrierefreien Bauen.
Zu 2:
Bodenbeläge im Eingangsbereich müssen rutschhemmend(sinngemäß mindestens R9 nach BGR 181) und fest verlegt sein.
Zu 3:
Hinweise für die Gebäudenutzung können visuell (durch Sehen),auditiv (durch Hören) oder taktil (durch Fühlen oder Tasten z.B. mit Händen, Füßen, Blindenlangstock) wahrnehmbar gestaltet werden. Nähere Hinweise dazu findet man in der DIN 18040-1. Ein besonderer Hinweis am Knickpunkt kann sinnvoll sein, ist aber nicht vorgeschrieben.
Allgemeiner Hinweis:
Die Schutzziele der Norm (gemäß zu 1, zu 2 und zu 3) sollten "sinngemäß" bei der Umgestaltung des MVH erreicht werden.

Beitrag
lutz
erstellt:
10.02.2016 11:02:00

leider waren meine Fragen:

1.) Muss die Rampe als gesamte Strecke maximal 6 % haben
oder können Einzelstrecken innerhalb der Rampe vom Gefälle her prozentual höher liegen als 6 %, aber im Gesamten die Strecke (in diesem Falle 6 Meter) eben jene maximal 6 % erreichen.

2.) Es handelt sich um ein Mehrfamilienhaus und nicht um eine Arbeitsstätte. Nirgendwo ist ist klar definiert, dass die Bodenbelagsfläche in einem MFH R 9 haben muss, oder ?

Beitrag
Sonja Hopf
erstellt:
10.02.2016 12:21:37

DIN 18040-2 Punkt 4.3.4
Bodenbeläge
Bodenbeläge in Eingangsbereichen müssen rutschhemmend (sinngemäß mindestens R 9 nach BGR 181) und fest verlegt sein und für die Benutzung z. B. durch Rollstühle, Rollatoren und andere Gehilfen geeignet sein.
Bodenbeläge sollten sich zur Verbesserung der Orientierungsmöglichkeiten für sehbehinderte Menschen visuell kontrastierend von Bauteilen (z. B. Wänden, Türen, Stützen) abheben. Spiegelungen und Blendungen sind zu vermeiden.

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