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Bedienungstableau in öffentlichen Aufzügen

Beitrag Bedienungstableau in öffentlichen Aufzügen

Autor: Anonym Antworten: 4 letzte Antwort: 2012-06-22 21:03:28 von Tabea Strauss

AutorBeitrag
Beitrag
Anonym
erstellt:
12.07.2010 18:30:45

Bedienungstableau in öffentlichen Aufzügen

In Aufzügen, die öffentlich genutzt werden, ist oft die Schrift auf den häufig benutzten Tasten des Bedienungstableaus für Menschen mit Sehbehinderungen nicht mehr zu erkennen.
Gehört die "Wartung" des Bedienungstableaus auch zur Wartung der Aufzüge? Gibt es Erfahrungen für dauerhafte Beschriftung von Aufzugstasten?

Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
24.10.2010 17:52:42

Expertenseite

Dieses Problem haben bestimmt schon viele von uns bemerkt, aber keiner kümmert sich um eine Wiederherstellung der Lesbarkeit. Die Hersteller von Schrifttafeln mit Tasten sind in der Pflicht, langlebige Materialien zu verwenden, die die Lesbarkeit auch nach vielen Benutzungen noch ermöglichen. Solange die Auftraggeber das nicht fordern, wird dieses Problem nicht behoben werden.

Beitrag
Anonym
erstellt:
17.11.2010 13:19:49

Die Lesbarkeit der Taster spielte schon immer eine große Rolle bei den Aufzugsherstellern, weil die Förderleistung der Aufzüge nämlich stark von der schnellen Fahrtwunscheingabe der Nutzer abhängig ist. Die Wartezeiten in den Haltestellen werden durch gute Taster deutlich verringert. Und das ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Aufzüge und natürlich auch für den jeweiligen Aufzugshersteller.

Aber leider sind auch hier nicht immer optimale Lösungen gefunden worden. Fakt ist, dass der Auftrag zum Austausch der Bedienelemente nach Verschleiß eine Aufgabe des Betreibers ist. Üblicherweise sind Tastvorsätze auszutauschen und das ist wirklich nicht sehr teuer. Hierbei gibt es meist auch Optionen bei der Qualität der Tastvorsätze. Ein Edelstahltastvorsatz tief graviert und farblich ausgelegt hat nun mal unbestreitbar eine sehr hohe Lebensdauer.

Besser ist aber auf jeden Fall, dass schon bei der Auftragsvergabe ein Behindertentableau im Fahrkorb vorgesehen wird. Dann sind alle Anforderungen von Rollstuhlfahrern und auch von Sehbehinderten weitgehend erfüllt. Große taktile Taster, die auf Wunsch auch mit Brailleschrift ausgeführt werden können, sind die Lösung des Problems.
Mit der Europäisierung der Aufzugsvorschriften haben sich in Deutschland verschiedene Ansichten etabliert, wie die behindertengerechten Tableaus auszusehen haben. Aber alle diesbezüglichen Lösungen sind besser als es einfach bei billigen Standardtableaus zu belassen, die dann zu den genannten Problemen, vorwiegend bei sehbehinderten Mensche, führen.

Beitrag
Klaus Fey
erstellt:
01.11.2011 18:01:15

Als Behindertenbeirat für schwerhörige Menschen habe ich auch Kontakt zu "halbblinden" Menschen.
So ist erst kürzlich am Rathaus von Freiburg ein Lift installiert worden, dessen Tableau von dieser Personengruppe jedoch nicht bedient werden kann, weil die großen Stockwerkszahlen beim Stillstand nicht hinterleuchtet sind.

Angeblich soll dieser Lift jedoch der Norm entsprechen.

Wo können unterschiedliche Bilder von Bedienungstableaus angesehen werden?
Wie muss die barrierefreie Ausschreibung eines solchen Aufzugs dann lauten?

Beitrag
Tabea Strauss
erstellt:
22.06.2012 21:03:28

Ich bin Mutter und viel mit dem Kinderwagen unterwegs.
Sobald ich einen Aufzug betrete, weckt die Ansage mein Kind auf. Wer je Kinder betreut hat, weiß, dass das nicht erstrebenswert ist.
schön fände ich neben klar erkennbaren und langlebigen Knöpfen auch einen Knopf, mit dem man die Ansage für sehbehinderte Menschen bei Bedarf ausschalten könnte. In 99% der Aufzugsfahrten bin ich entweder allein oder definitiv nicht mit sehbehinderten im Aufzug.
Vielleicht können diese Vorschläge ja Eingang in Ihre Planung finden.

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch

16761 Hennigsdorf OT Stolpe-Süd

Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch ist Architektin und Spezialistin für Barrierefreies Bauen. Sie berät Bauherren, Planer und Betroffene.

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