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Rampe für Kindergarten - öffentliches Gebäude

Beitrag Rampe für Kindergarten - öffentliches Gebäude

Autor: Claudia Reiser Antworten: 5 letzte Antwort: 2017-10-26 08:49:19 von Claudia Reiser

AutorBeitrag
Beitrag
Claudia Reiser
erstellt:
20.09.2017, 15:27

Rampe für Kindergarten - öffentliches Gebäude

Wir planen aktuell einen Kindergarten, der mit einem barrierefreien Zugang im nicht überdachten Aussenbereich ausgestattet sein soll.

Hierzu würden wir gerne eine entsprechende Rampe ausbilden, die jedoch einen Bodenbelag aus profilierten Holzbrettern auf Stahl-Unterkonstruktion erhalten soll.
Gibt es hierzu Erfahrungen, ob die profilierten Bretter eine ausreichende Rutschfestigkeit für Rollstuhlfahrer sicherstellt ?

Wenn statt einer Rampe eine Brücke (Bogen) gebaut werden soll - muss dann an jeder Stelle der Brücke die max. 6% Steigung eingehalten werden oder kann die Steigung gemittelt werden ?

Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
21.09.2017, 08:39

Expertenseite

Ich empfehle Ihnen, diese Frage den Herstellern zu stellen.

https://nullbarriere.de/treppen-rampen-handlauf.htm

Beitrag
Claudia Reiser
erstellt:
21.09.2017, 09:32

Herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Leider komme ich mit dieser nicht weiter, da es sich bei den Herstellern um solche handelt, die lediglich Alu- oder Edelstahl-Rampen herstellen und somit weder etwas über die Nutzung von Profilbrettern noch über die Berechnung von Brückenbauten sagen können.
Vielleicht hat jemand noch einen anderen Tipp für mich ?

Beitrag
Sonja Hopf
erstellt:
22.09.2017, 08:33

Die max. Steigung des Bogens darf 6% in keinem Punkt überschreiten.

Beitrag
Antonio Gottwald
erstellt:
20.10.2017, 13:02

Als Rollifahrer kann ich von "Holzrampen" nur abraten!!!!

Für öffentliche Gebäude sind Holzrampen in keiner Weise bei Neubauten zulässig. (DGUV Regelwerk).
Was man in privaten Gartenanlagen oder auf dem privaten Grundstück baut bleibt jedoch davon ausgenommen.
Aber Kindergärten sind öffentliche Bauten - auch wenn sie private Trägerschaften haben (Siehe Landesbauordnungen).

Holz mit einer Beschichtung, Imprägnierung oder einer Oberflächenstruktur ist keine Langzeitlösung und Bedarf einer ständigen Kontrolle der Sicherheit.
Also kann eine "Holzrampe" nur eine vorübergehende Notlösung bei trockenem Wetter sein, die aber keine Barrierefreiheit darstellt.

Für Holzbauten steht hier auch der reguläre Fachhandel als kompetenter Ansprechpartner in jeder Region zur Verfügung.

Bei Witterungseinflüssen bildet sich auf Holzoberflächen eine rutschige Fläche, egal wie diese Oberfläche behandelt oder strukturiert ist. Auch eine Oberflächenbehandlung läuft und nutzt sich über einen kurzen Zeitraum ab und eine Rampe müsste gesperrt werden wegen Unfallgefahr.

Bei Nässe (Regen, Schnee, Eis und feuchtem Laub) ist eine Holz-Rampe so gut wie unbrauchbar.
Hier sollten alternative Rampenbauten überlegt und in Betracht gezogen werden!!!!

Die 6% Steigung einer Rampe ist ein Orientierungswert und richtet sich an den Nutzerkreis, für wen die Rampe geeignet sein soll (Aktiv-Rolli bis hin zu E-Rollis).
Im öffentlichen Raum geht man jedoch davon aus, dass eine Rampe für jeden "Rollifahrer und vergleichbare Nutzer" nutzbar sein soll - daher sollte man die 6% Steigung weitgehend einhalten. Die Steigung bezieht sich zusätzlich auf die Länge einer Rampe.

Abweichungen der Steigung sollte man also etwas flexibel sehen und mit Augenmaß planen.
Im Idealfall ist bei der Planung der Selbstversuch durchzuführen.

Beitrag
Claudia Reiser
erstellt:
26.10.2017, 08:49

Hallo und ein herzliches Dankeschön.

Die Antwort eines aktiven Rollifahrers ist für uns ausserordentlich hilfreich und wir werden Ihre Stellungnahme berücksichtigen und diei Rampe entsprechend umplanen.

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