Treppe oder/mit Aufzug

Beitrag Treppe oder/mit Aufzug

Autor: Anonym Antworten: 1 letzte Antwort: 2010-10-09 06:59:51 von Helga Baasch

AutorBeitrag
Beitrag
Anonym
erstellt:
08.10.2010, 15:31

Treppe oder/mit Aufzug

Hallo,

ich arbeite momentan an einem Gebäude, in dem ein Aufzug und eine Treppe ist. Das Problem ist nun, dass die Treppe mit einer Hinterschneidung von 1,0 cm ausgebildet ist (Setzstufe ist senkrecht und nicht schräg). Nun ist die Frage, ob das Gebäude noch barierefrei ist. Man muss dazu wissen, dass der Aufzug die Anforderungen der Barierefreiheit erfüllt, bei diesem ist es aber nicht erlaubt, ihn im Brandfall zu benutzen. Die Treppe erfüllt die Forderung der Barrierefreiheit aber nicht. Ist dieses Gebäude also barierefrei?

Wissenswert ist vielleicht noch, dass dieses Gebäude aus einem UG als Tiefgarage, dem EG, 1.OG und 2.OG, in denen Büroräume sind, und einem 3.OG in dem sich 2 Wohnungen befinden, besteht. Die Treppe zieht sich von unten nach oben durch und der Aufzug ist direkt daneben.

Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
09.10.2010, 06:59

Expertenseite

Ein Gebäude ist barrierefrei, wenn es die Bedürfnisse von allen Menschen, insbesondere von Menschen mit motorischen Einschränkungen (auch von Rollstuhlbenutzern) sowie mit Seh- und Hörbehinderungen erfüllt. Diese Anforderungen werden in den Normen zum Barrierefreien Bauen (noch gültig sind die DIN 18024, Teil 2 und DIN 18025, Teil 1 und Teil 2) erfüllt. Diese Forderungen werden auch in der neuen DIN 18040 erhoben.
Hauptforderungen sind:
1. Barrierefreier Zugang zum Gebäude und zu Räumen bzw. Wohnungen
2. ausreichende Bewegungsflächen im Gebäude und in den Räumen
3. Nutzung von Bedienungseinrichtungen, wie z.B. Lichtschalter im Greifbereich
4. Schaffung von übersichtlichen Orientierungshinweisen, insbesondere von Menschen mit sensorischen Einschränkungen.
Die erste Forderung wird von "Ihrem" Gebäude erfüllt. Der Aufzug erfüllt die Anforderungen zur barrierefreien Überwindung von Höhenunterschieden und Nutzung des Aufzuges durch die oben genannten Personengruppen. Die Treppe muss "nur" die bautechnischen Anforderungen erfüllen.
In Brandschutzkonzepten sind die Belange von Menschen mit motorischen und sensorischen Einschränkungen zu berücksichtigen. Das trifft z.B. zu, wenn der Aufzug im Brandfall nicht benutzt werden kann. Das kann u.a. dadurch geschehen, dass sichere Bereiche für den Zwischenaufenthalt nicht zur Eigenrettung fähiger Menschen geschaffen werden.

Raumspartür - Dreh-FalttürHandlauf und Geländer für Treppe, Rampe und BalkonRampen-Systeme für innen und außenModulare RollstuhlrampenLeitsysteme, Türschilder, Handlaufinformationen, TasttafelnErste-Hilfe-Schrank, Spuckschutz für Unternehmen, Gewerbe und Handel

Symbole

Beiträge: Beitrag Beitrag Neuer Beitrag Neuer Beitrag Wichtiger "Sticky" Beitrag, keine Antworten möglich Wichtiger "Sticky" Beitrag, keine Antworten möglich Beitrag noch nicht moderiert! Beitrag noch nicht moderiert!

Moderator

Alles barrierefrei bauen

Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch

16761 Hennigsdorf OT Stolpe-Süd

Inhouse-Seminar

Weiterbildung Sie möchten Ihre Mitarbeiter, Vertriebspartnern oder Kunden die Möglichkeit geben, sich zum aktuellen Stand von Normen und Gesetzen auf dem Gebiet des barrierefreien Bauens informieren?

Fachvorträge, Inhouse-Seminare, Weiterbildung zum Barrierefreien Bauen