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Rampe zu Praxis privat oder öffentlich?

Beitrag Rampe zu Praxis privat oder öffentlich?

Autor: Hay Kuder Antworten: 4 letzte Antwort: 2017-07-30 13:28:24 von Antonio Gottwald

AutorBeitrag
Beitrag
Hay Kuder
erstellt:
10.05.2017 18:37:38

Rampe zu Praxis privat oder öffentlich?

Ein Heilpraktiker in Baden Württemberg möchte eine bestehende Rampe, die durch seinen Garten in seine Praxis führt, überarbeiten.
Die bestehende Rampe ist sehr steil (25%).
Eine neue Rampe soll angelegt werden, kann aber nicht unter 8% gebaut werden.
Ist die max. Steigung von über 6% zulässig?
Gilt für eine Heilpraktiker-Praxis privat oder öffentlich?

Antworten

Beitrag
Antonio Gottwald
erstellt:
20.06.2017 11:52:38

Das BW-Baugesetzbuch schreibt für "Praxen der Heilberufe und der Heilhilfsberufe", nach dem BauG von BW, einen barrierefreien Zugang vor. Wie die Barrierefreiheit dann aussieht, sollte nach den einschlägigen DIN-Normen entworfen sein.

Eine Steigung über 6% ist nach DIN 18040 nicht mehr barrierefrei für "Selbstfahrer" - in der Link:
https://nullbarriere.de/rampen-steigung.htm

Beitrag
Gregor Schlicksbier
erstellt:
21.07.2017 15:37:01

Praxen sind zwar sinnigerweise öffentlich zugänglich, es gelten aber nicht die Normen und Bestimmungen für öffentliche Gebäude. So hat sich z.B. die Bahn seit den 50er Jahren ein eigenes Gesetzespaket geschaffen, dass sie bis heute von vielen Verpflichtungen frei hält.

Beitrag
Gregor Schlicksbier
erstellt:
21.07.2017 15:43:10

Das BauGB des Bundes gibt nur den allgemeinen Rahmen vor.
die Ausformulierungen in den 16 verschiedenen Bauordnungen ist Ländersache. Was also in BW gilt, ist nicht zugleich auch in Bayern gültig. Auch haben nicht alle Bauordnungen eine Anpassung an das Behindertengleichstellungsgesetz vollzogen.

Beitrag
Antonio Gottwald
erstellt:
30.07.2017 13:28:24

Ich denke nicht, dass wir uns über Gesetze und diverse andere Verordnungen auseinander setzen müssen.

Es besteht jedoch der Grundsatz darin "welchen "Kundenkreis" umfasst eine Praxis des Gesundheitswesen und für wen stellt sie eine Versorgung dar"? Wem gegenüber soll die Praxis dienen und somit zugänglich sein?

Aber nun kitzelt es mich schon anzumerken, dass in der Landesbauordnung von Baden Württemberg die Barrierefreiheit verankert ist. Unter anderem auch in der Umsetzung und Anwendung für "Praxen der Heilberufe und der Heilhilfsberufe" (LBO BW § 39). Dass dies jedoch in der praktischen Anwendung bei Architekten und Bauherren gerne "überlesen" wird, ...ist mir wohl bekannt.

Die DIN-Normen 18040 Teil 1: „öffentlich zugängliche Gebäude“ und DIN 18040 Teil 2: „Wohnungen“ sind anerkannte bautechnische Regeln.
Die beiden Normen wurden in der Liste der Technischen Bestimmungen in BW bekannt gemacht und sind ab dem 1. Januar 2015 auch verbindlich.
Sie ersetzen die bisher geltenden DIN-Normen 18024 und 18025 in BW.
Im Zusammenhang des §3 der LBO BW, sind diese bei Veränderungen (Umbauten) anzuwenden.

Also, wie du siehst, ist es unerheblich, ob eine Praxis von einem "privaten oder staatlichen Betreiber" betrieben wird.
Maßgeblich ist die Verwendung.

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