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Barrierefreie Ausführung Rampe und Hauseingang

Beitrag Barrierefreie Ausführung Rampe und Hauseingang

Autor: Myriam Bea Antworten: 2 letzte Antwort: 2017-06-20 13:09:36 von Antonio Gottwald

AutorBeitrag
Beitrag
Myriam Bea
erstellt:
02.08.2016 19:09:15

Barrierefreie Ausführung Rampe und Hauseingang

Wir sind Eigentümer einer Wohnung in einem 2015 fertiggestellten Neubau (8-Familien-Haus) mit barrierefreiem Zugang (Kaufvertrag). Die zur (ca. 2 m über dem Niveau der Zufahrtstraße liegende) Hauseingangstür führende Rampe verfügt über keinen Handlauf. Die Schwelle der Hauseingangstür weist eine Höhe von knapp 2 cm auf. Die Hauseingangstür verfügt über ein Vordach sowie eine ebenerdige Regenrinne und ist hierdurch vor Schlagregen geschützt.
Der Bauträger hat uns mitgeteilt, dass die DIN-Norm 18040 vor allem in öffentlichen Gebäuden umgesetzt wird, im privaten Bereich die Vorgaben der DIN-Norm allerdings nicht so streng seien. Demzufolge seien diesbezügliche Abweichungen aus der Norm gestattet und die Ausführung der Rampe im Privatbereich ohne Handlauf zulässig. Zur Schwellenhöhe gibt es vom Bauträger bislang keine Aussage.

Sind die in DIN 18040-2 beschriebenen Handläufe für Rampen verpflichtend? Muss die Eingangstür ohne Schwelle sein oder zumindest der Bauträger erklären, warum eine Schwelle technisch nicht vermeidbar ist?

Antworten

Beitrag
Dipl. Ing. Dirk Michalski
erstellt:
10.10.2016 19:55:45

Juristisch maßgeblich ist das, was im Kaufvertrag als Eigenschaft des Bauwerks vereinbart ist.

Welche DIN Norm?....mit welchen Details?

Beitrag
Antonio Gottwald
erstellt:
20.06.2017 13:09:36

Schrieb am 10.10.2016:

Juristisch maßgeblich ist das, was im Kaufvertrag als Eigenschaft des Bauwerks vereinbart ist.

Welche DIN Norm?....mit welchen Details?

So ist das nicht ganz richtig gesagt.
Sicherlich ist der "Kaufvertrag und die darin aufgeführten baulichen Bestandteile und ein netter zusätzlicher Vermerk zum Anreiz zum Kauf einer Immobilie", jedoch gibt die Landesbauordnung eines Bundeslandes vor, welche Richtlinien ebenso einzuhalten sind- ohne das diese im Kaufvertrag Erwähnung finden.
Es muss nicht alles im Bauvertrag/Immobilienvertrag enthalten oder erwähnt sein, was per Gesetz (Landesbauordnung + anerkannte Musterbauordnungen der Länder) vorgeschrieben ist.
Selbst Abweichungen der Baurichtlinien werden in diversen Verordnungen zum Landesbaurecht in den Bundesländern beschrieben. Ein Käufer kann sich leider nur auf das Wort des Verkäufers verlassen, sofern keine eigenen Kenntnisse vorhanden sind. Und das barrierefreie Bauen ist eindeutig in der DIN und in den Musterbauverordnungen beschrieben.

Wenn jemand die Barrierefreiheit im "Kaufvertrag" explizit so ausdrückt, muss er sich auch an die DIN 18040 halten. Dafür gibt es ja diese Richtlinie.
Die 2cm Kante sind in der DIN 18040 allgemein noch als barrierfrei einzustufen, obwohl bereits die "NULL-Barriere" mittlerweile technisch möglich ist (insbesondere bei "Neubauten").
Der Handlauf, wie oben beschrieben, ist jedoch bei einem Verkauf einer Immobilie von einem Bauträger, die unter dem Akzent "Barrierefrei" ausgewiesen wird, verpflichtend. Was jemand privat verkauft oder in seinem privatem Umfeld abändert, obliegt nicht der DIN.

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch ist Architektin und Spezialistin für Barrierefreies Bauen. Sie berät Bauherren, Planer und Betroffene.

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