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Behindertenparkplätze fehlen oft

Beitrag Behindertenparkplätze fehlen oft

Autor: uwe.schneider@dielfen.de Antworten: 3 letzte Antwort: 2017-06-20 12:33:50 von Antonio Gottwald

AutorBeitrag
Beitrag
uwe.schneider@dielfen.de
erstellt:
05.07.2016 14:19:28

Behindertenparkplätze fehlen oft

Mich stört immer wieder, dass bei Neu- oder Umbauten von Läden und anderen Gebäuden mit Publikumsverkehr keine Parkplätze für außergewöhnlich Gehbehinderte angelegt werden oder sie entsprechen nicht der Norm und sind so eng und/oder kurz, dass man dort seinen Rollstuhl nicht ausladen kann, obwohl die SonderBauVO NRW das vorschreibt.

Nun sagte mir ein Architekt, man könne sich von dieser Pflicht beim zuständigen Bauamt freikaufen? Stimmt das? Und unter welchen Bedingungen?

Und noch eine Frage: Muss nicht jeder, der Publikumsverkehr hat mind. einen solchen Parkplatz anbieten, wenn es baulich möglich ist? Oder gibt es hier Bestandsschutz auf ältere Gebäude?


Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
15.07.2016 08:23:34

Expertenseite

Ich kann Ihre Wahrnehmung nur bestätigen, weil mein Mann und ich selbst als Betroffene oft vergeblich nach einem geeigneten Parkplatz suchen müssen. Der Stellplatzbedarf wird in den Bauordnungen der Bundesländer ( einschließlich Ergänzungen) geregelt. So gibt es in NRW Richtzahlen für den Stellplatzbedarf als Ergänzung zu §51 der BauO NRW.

... auf nullbarriere.de

DIN 18040-3 Parkplatz

Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen (BauO NRW)

Beitrag
Clemens Freden
erstellt:
06.09.2016 10:13:24

Ich stelle leider auch mit Bedauern fest, dass es immer weniger Behindertenparkplätze bei neuen, öffentlich zugänglichen Gebäuden gibt. Ich wohne in Bayern und wenn es sogar in NRW so ist, dann müsste das ja ein länderweites Problem sein?

Beitrag
Antonio Gottwald
erstellt:
20.06.2017 12:33:50

Bei vielen Bauten und Anlagen obliegt es den Architektenbüros, wie etwas gestaltet wird.
Zwecks "Verschlankungen" der öffentlichen Verwaltungen werden Baupläne nicht mehr im Detail in der bauaufsichtsführenden Behörde überprüft. Es gibt einfach zu viele Richtlinien, die dann zu Überprüfen wären, ob diese eingehalten wurden. Dafür gibt es in der Verwaltung oft kein Personal mehr. Die Behörden machen sich es meist daher sehr einfach und verweisen auf die Einhaltung bestehender Regelungen (Gesetze und Richtlinien) und gehen davon aus, dass Architektenbüros diese eingehalten haben.
Baupläne werden somit oft "nur" durchgewunken und nur der ästhetische Bereich eines Entwurf wird begutachtet.
Allerdings hat man als Bürger das Recht, bei Offenlegung der betr. Baupläne, auch von öffentlichen Bauten, diese einzusehen und dann ggf. mit dem Fachbereichsleiter oder einem Bauamtsmitarbeiter die Bedenken/Mängel zu äußern. Daher ist es wichtig, das betroffene Personen, Verbände und Interessensgemeinschaften sich hier einbringen.

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch ist Architektin und Spezialistin für Barrierefreies Bauen. Sie berät Bauherren, Planer und Betroffene.

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