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Anzahl barrierefreie Wohnungen in Wohngebäuden

Beitrag Anzahl barrierefreie Wohnungen in Wohngebäuden

Autor: Gerald Casper Antworten: 1 letzte Antwort: 2010-11-04 14:17:48 von Sonja Hopf

AutorBeitrag
Beitrag
Gerald Casper
erstellt:
26.10.2010 17:55:10

Anzahl barrierefreie Wohnungen in Wohngebäuden

Fragen zur NBauO: §44, Abs.3, Satz 1: Bislang haben wir, wie alle Architekten hier, für 4 Wohnungen die geforderte barrierefreie Whg. erstellt. In der NBauO steht jedoch: "In Gebäuden mit mehr als 4 Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei sein." WOHNUNGEN EINES GESCHOSSES! Meine Fragen: Alle Wohnungen eines Geschosses? Nicht nur die geforderte eine? Und wenn Geschoss, dann egal, welches Geschoss (natürlich mit Aufzug zu erreichen)?

Antworten

Beitrag
Sonja Hopf
erstellt:
04.11.2010 14:17:48

Zu § 43 - Wohnungen

Handlungsempfehlungen zum Vollzug der HBO 2002 (aktualisierter Stand: 1. Oktober 2008)

Bei den Anforderungen des § 43 Abs. 2 geht es um die barrierefreie Erreichbarkeit von Wohnungen oder bestimmter Räume innerhalb von Wohnungen.

Es ist nicht verlangt, dass bei bestimmten Wohngebäuden alle Wohnungen oder ein Teil der Wohnungen in allen Einzelheiten behindertengerecht/ barrierefrei sein sollen. Eine solche Entscheidung obliegt nach wie vor der Bauherrschaft. Die gesetzlichen Anforderungen beziehen sich nur auf die Erschließung außerhalb der Wohnung und bestimmter Räume in diesen Wohnungen.

Der Begriff ”Barrierefreiheit” ist in § 2 Abs. 7 allgemein definiert und wird durch die nach § 3 Abs. 3 bauaufsichtlich eingeführten Technischen Baubestimmungen DIN 18024 und 18025 näher bestimmt.

Abs. 2 Satz 1 regelt die barrierefreie Erreichbarkeit der Wohnungen eines Geschosses. Die Verpflichtung betrifft alle Wohnungen eines Geschosses. In welchem Geschoss diese Wohnungen liegen, unterliegt der Entscheidung der Bauherrschaft.

Zur Herstellung der barrierefreien Erreichbarkeit sind auf dem Grundstück und in dem Gebäude entsprechende bauliche Vorkehrungen zu treffen, wie z.B. Rampen, erforderliche Bewegungsflächen, ggf. Aufzüge, notwendige Breite der Wohnungseingangstür. Satz 2 regelt die barrierefreie Zugänglichkeit von Räumen in Wohnungen. Anders als § 47 Abs. 8 HBO 1993 bezieht sich Satz 2 nunmehr ausdrücklich nur auf die Wohnungen, die nach Satz 1 barrierefrei erreichbar sein müssen. Zusätzlich zu den bereits in § 47 Abs. 8 HBO 1993 erwähnten Räumen (ein Wohnzimmer, eine Toilette, ein Bad und die Küche oder Kochnische) sind Schlafräume mit in die Verpflichtung aufgenommen; ebenso wie bei diesen erstreckt sich die Verpflichtung nunmehr auf alle Wohnräume solcher Wohnungen.

§ 43 Abs. 2 Satz 3 nennt drei konkrete Fälle, die zum Wegfall der Verpflichtung führen können.

... auf nullbarriere.de

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch ist Architektin und Spezialistin für Barrierefreies Bauen. Sie berät Bauherren, Planer und Betroffene.

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