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Denkmalschutz versus Barrierefreiheit

Beitrag Denkmalschutz versus Barrierefreiheit

Autor: Windröschen Antworten: 1 letzte Antwort: 2017-06-27 09:25:52 von Antonio Gottwald

AutorBeitrag
Beitrag
Windröschen
erstellt:
08.05.2014 00:27:39

Denkmalschutz versus Barrierefreiheit

Bei der behindertengerechten Umgestaltung meines Arbeitsplatzes stößt mein Arbeitgeber an Grenzen, weil Vorschriften des Denkmalschutzes dem in wichtigen Punkten entgegenstehen.

Inwieweit muss sich Barrierefreiheit den Anliegen des Denkmalschutzes unterordnen? Wer hat Erfahrungen mit diesem Konflikt? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es?

Muss ich trotz Schwerbehinderung einen unzureichend eingerichteten Arbeitsplatz akzeptieren, wenn der Umbau aus Gründen des Denkmalschutzes nicht durchgeführt werden kann/soll?

Antworten

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Antonio Gottwald
erstellt:
27.06.2017 09:25:52

Die Vereinbarkeit von Barrierefreiheit und Denkmalschutz ist eine technische und bauliche Anpassung, die in der Zukunft in vielen Lebensbereichen an Bedeutung gewinnen wird.
Wie vor Ort damit umgegangen wird, ist eine Herausforderung aller Beteiligten und sollte zur Zufriedenheit aller Beteiligten umgesetzt werden.
Eine gesetzliche Richtlinie hier zu verankern, würde nicht alle Bauten sinnvoll erfassen (wer mag nicht die Gastronomie in den Altstädten, Burgen oder oder, ohne das Flair der Bauten zu verändern oder ohne die Historie des Denkmals).
Man kann auch nicht alle "Altstädte und ihre Fußgängerzonen (inkl. des Gewerbes)" umbauen, so dass diese umfassend barrierefrei sind. Das würde auch eine zu hohe wirtschaftliche Anforderung der Beteiligten erfordern.

Eine endgültige Lösung für eine barrierefreie Umwelt im Altbestand (Denkmalgeschütztes Fachwerk und Burgen) kann also nur punktuell geschehen.
Bei der Einrichtung von Arbeitsplätzen sind meist schon aus den Betriebsstättenverordnungen, Brandschutzverordnungen, DGUV-Regelwerk und anderen Sicherheitsvorschriften viele Dinge zu berücksichtigen.
Im Rahmen aller dieser Vorschriften sollte ein Gewerbetreibender schon die Möglichkeiten haben, barrierefreie Arbeitsplätze einzurichten. Es gehört eben auch ein bisschen Mut zur Veränderung dazu.

Veränderungen im denkmalgeschützten in barrierefreies Umfeld kann nur im Dialog geschehen.
Denn beide Aspekte, Denkmalschutz und eine barrierefreie Umwelt, haben für unser Leben ein wichtigen Stellenwert.

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch

16761 Hennigsdorf OT Stolpe-Süd

Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch ist Architektin und Spezialistin für Barrierefreies Bauen. Sie berät Bauherren, Planer und Betroffene.

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