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Fußgängerbrücke mit 3wendiger Rampe an den Bahnhof

Beitrag Fußgängerbrücke mit 3wendiger Rampe an den Bahnhof

Autor: doris raudenbusch Antworten: 2 letzte Antwort: 2011-09-02 10:45:06 von doris raudenbusch

AutorBeitrag
Beitrag
doris raudenbusch
erstellt:
26.08.2011 14:25:24

Fußgängerbrücke mit 3wendiger Rampe an den Bahnhof

ich möchte gerne wissen, ob es einem Rollstuhlfahrer möglich ist eine 3 wendige Rampe (nach DIN 18024, Länge ca. 105 Meter) anschließend eine Fußgängerbrücke mit 2 % Steigung ca. 200 m lang aus eigener Kraft zu bewältigen? Der Höhenunterschied beträgt bei der Rampe ca. 5.10 Meter und bei der Brücke ca. 4 Meter. Hat der Rollstuhlfahrer nun das Pech und möchte mit dem Zug in die andere Richtung fahren, so muß er wieder eine Rampe mit 6 % Gefälle hinunter, durch die Unterführung und wieder eine Rampe mit 6% Steigung hinauf. Höhenunterschied ca. 3 Meter.
Ist es einem Rollstuhlfahrer zuzumuten, daß er ca. 12,10 Meter hinauf- und ca. 3 Meter hinunterfahren muß bis er den gewünschten Zug erreicht? Oder muß man statt der Rampe einen Aufzug (nach DIN) bereitstellen? Ist es Vorschrift oder notwendig, daß man auf der Brücke auch Zwischenpodeste (nach DIN 18024) baut?

Antworten

Beitrag
Bernhard Kohaupt
erstellt:
30.08.2011 17:29:17

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Viele Fragen lassen sich nicht einfach mit ja oder nein beantworten. Alle Regelwerke, ob von DIN, FGSV oder Bahn, begrenzen das Gefälle barrierefreier Rampen auf 6 % und schreiben zusätzlich alle 6 m ein Ruhepodest vor. Diese Regelung geht davon aus, welches Gefälle noch von einem durchschnittlichen Rollstuhlfahrer mit Handbetrieb bewältigt werden kann. Deren Kondition und Reichweite ist natürlich begrenzt, das gilt aber auch für Entfernungen in der Ebene. Für Rollatornutzer gelten etwa ähnliche Grenzen.

Mit Rollstühlen, die durch einen Begleiter geschoben werden, lassen sich noch etwas steilere Rampen bewältigen. Für Elektrorollstühle sind auch lange Rampen mit 10 % Steigung selten ein Problem. Andererseits sind Aufzüge sehr störanfällig, gerade in ländlichen, kleineren Bahnhöfen lassen Reparaturen oft lange auf sich warten. Gleichzeitig sind hier - auch wegen der größeren Entferneungen - eher elektrisch angetriebene Rollstühle unterwegs.

Deshalb lässt sich die Frage nur im Einzelfall - unter Abwägung aller Gesichtspunkte - beantworten, ob an dieser Stelle Auzügen oder Rampen das angemessene Mittel sind, um die Höhendifferenzen barrierefrei zu überwinden.

... auf nullbarriere.de

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Beitrag
doris raudenbusch
erstellt:
02.09.2011 10:45:06

Ist ja schön und gut. Die Frage ist ja: Kann man einem Rollstuhlfahrer diese Strecke mit Steigungen zumuten oder sollte man einen Fahrstuhl einbauen? Denn nach DIN heißt es: Der Rollstuhlfahrer soll aus eigener Kraft die Strecke bewältigen und nicht mit dem elektr. Rollstuhl. Auch denke ich an die Leute mit Rollator. Da hat keiner einen Motor drin.

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