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Querneigung in Grundstückszufahrten

Beitrag Querneigung in Grundstückszufahrten

Autor: Claudia Roick Antworten: 1 letzte Antwort: 2016-11-09 10:53:17 von Bernhard Kohaupt

AutorBeitrag
Beitrag
Claudia Roick
erstellt:
04.11.2016 16:17:25

Querneigung in Grundstückszufahrten

Die DN 18040-3 gibt eine maximale Querneigung von 2,5 % in ebenen Flächen vor. Dies hat zur Folge, dass an Grundstückszufahrten die Absenkung "mitgenommen" wird und zu (durchaus) häufigen Ab- und Auffahrten für die Nutzer der Geh- und Radwege in Längsrichtung führt.
Gibt es Möglichkeiten (oder Erfahrungswerte) zur Überschreitung der Querneigung in Grundstückszufahrten?
Welche Erfahrung haben mobilitätseingeschränkte Verkehrsteilnehmer mit den "Geh- oder Radweg-Achterbahnen"?

Antworten

Beitrag
Bernhard Kohaupt
erstellt:
09.11.2016 10:53:17

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Die Begrenzung des Gefälles bezieht sich in der DIN 18040-3 ausdrücklich nur auf die Bewegungsflächen und nutzbaren Gehwegbreiten. Es wird ausdrücklich empfohlen, an Einfahrten nicht die Bewegungsflächen selbst abzusenken, sondern mit einheitlichem Quergefälle durchgehen zu lassen. Dafür kann im Sicherheitsraum zwischen Gehbahn und Fahrbahn mit größerem Gefälle ausgeglichen werden. In der folgenden Anmerkung wird sogar ausdrücklich für kurze Strecken bis 1 m Länge eine Neigung bis 12 % als Ausnahme zugelassen, "um im Übrigen normgemäße Neigungsverhältnisse zu erreichen" . (DIN 18040-3, 4.3, Anm.2).
Bei - nicht der Norm gemäßen - schmalen Gehwegen lässt sich das mitunter nicht vollkommen realisieren, aber Ziel sollte immer sein, den eigentlichen Bewegungsraum (Gehbahn) möglichst mit einheitlichem Gefälle durchgehen zu lassen. Um das unterschiedliche Niveau zu überbrücken, können auch Schrägbordsteine/Rollborde helfen, an Querungsstellen allerdings mit Bodenindikatoren abgesichert.

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