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Ergonomie am ArbeitsplatzDrucken

Mitarbeiter durch Ergonomie langfristig schützen

Wie lassen sich in der Produktion Fehlzeiten reduzieren? Was sind die entscheidenden Stellschrauben?

Die durchschnittliche Anzahl an Krankheitstagen in Deutschland steigt: Waren es laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2007 noch 8,1 Tage, so stieg der Wert für 2016 auf 10,8. Dies ist freilich durch eine Vielzahl von Faktoren bedingt, doch nimmt man den derzeit häufigsten Grund für Krankheitsausfälle hinzu, gibt dies durchaus Anlass zur Sorge:
So nahmen vor zwei Jahren Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems - also solche, die gerade bei manueller Arbeit entstehen – den vordersten Platz bei den Ursachen für Ausfälle ein. Angesichts dieses Befundes ist die Bedeutung ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung größer denn je.

Daher soll es im Folgenden um die sich dadurch eröffnenden Chancen gehen – und um die Beantwortung der Frage, wie Barrierefreiheit damit zusammenhängt.

Krankheitsausfälle in Deutschland: Was ist der Faktor Nr. 1?

Insgesamt machten die genannten Krankheitsausfälle ganze 22,7 % des vollständigen Krankenstandes aus. Im Schnitt war eine derartige Erkrankung mit einem Ausfall von 18 Tagen verbunden. Bemerkenswert ist zudem die Bemerkung des Statistischen Bundesamtes, dass die niedrige Zahl von 2007, die eine Verbesserung von 37 % bedeutet, auf den "Rückgang gesundheitsbeeinträchtigender Arbeiten (z. B. im Produzierenden Gewerbe)" zurückzuführen sein könnte.
Es zeigt sich also, dass eine Sensibilisierung für die Thematik sichtbare Erfolge zeitigt, gleichzeitig aber eine durchgehende Etablierung der Ergonomieprinzipien noch nicht erfolgt ist. Folglich muss hier noch einiges passieren, zum Wohle der Mitarbeiter und der Produktitvität.

Prophylaxe für das Muskel-Skelett-System

Ergonomische Maßnahmen sind ausdrücklich als prophylaktische Maßnahmen zu verstehen. Wie so oft, ist bei Fachbegriffen der Blick auf die ursprüngliche Wortbedeutung nützlich. Die Bezeichnung für die vorbeugende Maßnahme der Prophylaxe bezieht sich nämlich auf das griechische Wort prophylaxis, das übersetzt "Behutsamkeit" oder "Vorsicht" bedeutet. Während also der vorbeugende Charakter der Prophylaxe längst zum Alltagswissen gehört, kann die Berücksichtigung der ursprünglichen Bedeutung dazu betragen, noch umsichtiger zu sein. Obwohl Körper wie selbstverständlich eingesetzt und beansprucht werden, sind sie kostbar und bedürfen der Schonung.

Aber was ist eigentlich so speziell am Muskel-Skelett-System?

Der Mensch besitzt ungefähr 650 Muskeln, über 200 Knochen und mehr als 100 Gelenke. Genau das Zusammenwirken dieser drei Elemente ist ebenso faszinierend wie fragil. Gerade bei repetitiven Handlungen, ungewöhnlichen Körperhaltungen oder einer Nichtberücksichtigung des Greifraums kommt es zu Reizungen, auf lange Sicht sogar Verschleißerscheinungen, die schnell weitere Kreise ziehen. Auch die Motivation des einzelnen Mitarbeiters, wenn nicht gar psychische Gesundheit kann später hiervon betroffen sein.
Wenn Unternehmen sich um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter sorgen und ergonomische Prinzipien beherzigen, bedeutet dies zweierlei: Sie zeigen sich mitmenschlich und steigern gleichzeitig ihre Wirtschaftlichkeit.

Von Ergonomie zu Barrierefreiheit: Zum Wohle der Mitarbeiter

Für den Industriearbeitsplatz stellen speziell entwickelte, modulare Arbeitsplatzsysteme ein ideales Mittel dar, um ergonomische Anforderungen zu erfüllen. Damit gehören starre Einstellungen der Vergangenheit an:
Vor allem aufgrund seiner Flexibilität im Allgemeinen und stufenlose Höhenverstellbarkeit im Besonderen ermöglicht ein solcher ergonomischer Arbeitsplatz dem Werker eine Anpassung an seine individuellen körperlichen Anforderungen. Auch Ergonomie-Experte Marius Geibel (item Industrietechnik) hebt die Faktoren Individualität und Modularität besonders hervor:
"Entscheidend ist die individuelle Ausrichtung von Material-, Werkzeug- und Informationsbereitstellung, Beleuchtung etc. an die Proportionen und Fähigkeiten des Arbeiters. Bediene ich mich bei der Arbeitsplatzgestaltung eines Baukastensystems, eröffnet das ungeahnte Möglichkeiten der Adaption sowohl an den Mitarbeiter als auch an den Produktionsprozess."

Auf dieser Grundlage lassen sich auch barrierefreie Arbeitsplätze realisieren, denn die sind ähnlich. Hier geht es bekanntlich darum, unabhängig von Alter oder körperlichen Beeinträchtigungen eine Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen.

Ein Arbeitsplatzsystem, das hinsichtlich der Regeln der Ergonomie entwickelt wurde, ist hierfür aufgrund seiner Flexibilität bestens aufgestellt. Beispielsweise können entsprechend angepasste Arbeitstische, die das Heranfahren mit einem Rollstuhl vereinfachen, problemlos integriert werden. Gleichzeitig wird auf diese Weise jedoch auch Prophylaxe betrieben:
Wer an entsprechend ausgestatteten Arbeitsplätzen arbeitet, schont seine Gesundheit nachhaltig und bleibt seinem Arbeitgeber und seinen geschätzten Arbeitskollegen länger erhalten. Nichts anderes ist die Essenz gelebten Ergonomiedenkens.

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Industrielle Arbeitsplätze barrierefrei, ergonomisch und effizient einrichten für Arbeitnehmer mit körperlicher Behinderung.

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Friedenstraße 107-109
42699 Solingen

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Aus dem Inhalt des Whitepapers

Teil 1 Rahmenbedingungen der deutschen Wirtschaft

  • Barrierefreiheit für alle
  • Barrierefreie Arbeitsstätten
  • Leistungsgewandeltes Deutschland
  • Menschen mit Behinderung
  • Gesetzeslage für Unternehmen
  • Fazit: Inklusion lohnt sich

Teil 2 – Die Umsetzung von Barrierefreiheit im Unternehmen

  • Barrierefreiheit zahlt sich aus
  • Barrierefreiheit gestalten
  • Barrierefreier Arbeitsplatz im Unternehmen
  • Greifraum und Beleuchtung
  • Zuschüsse und Fazit