barrierefreier Umbau des Wohnungsbestandes

Wohnen im Alter zentrale Zukunftsaufgabe - Herausforderung liegt im barrierefreien Umbau des Bestands

Vortrag auf der Weiterbildungsveranstaltung "ZIELPUNKT barrierefrei planen und bauen" auf der bautec2008 in Berlin am 22.Februar 2008 von
RA Alexander Rychter




RA Alexander Richter auf der bautec2008 in Berlin am 22.02.2008
RA Alexander Richter auf der bautec2008 in Berlin am 22.02.2008

"Wohnen im Alter wird vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eines der zentralen Themen der nächsten zehn bis 15 Jahre für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft", betonte Alexander Rychter, Geschäftsführer des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) im Fachforum "barrierefrei planen und bauen" auf der BauTec 2008 in Berlin. "Zentrale Herausforderung ist der barrierearme Umbau im Bestand. 93 Prozent der älteren Menschen leben in ihrer eigenen Wohnung. Aber lediglich knapp ein Prozent des Wohnraums in Deutschland ist seniorengerecht, also nur etwa 400.000 Wohnungen."

Nach Berechnungen des BFW leben 93 Prozent der Menschen über 65 Jahren in Deutschland in einer "normalen Wohnung", vier Prozent im Alten- und Pflegeheim und zwei Prozent im Betreuten Wohnen. Traditionelle Wohnungen, Pflegewohngruppen und Gemeinschaftliches Wohnen machen den Rest aus. Ältere Menschen verbringen vier Fünftel ihrer täglich verfügbaren Zeit in der eigenen Wohnung und damit mehr als doppelt so viel wie in anderen Altersgruppen. Bereits 2030 wird mehr als jeder Dritte in Deutschland 60 Jahre und älter sein. Nur knapp ein Prozent des Wohnraums - rund 400 000 Wohnungen - sind in Deutschland altersgerecht gebaut. Doch der Bedarf steigt, denn die Zahl der Senioren nimmt zu.

Das Festhalten an gänzlich barrierefreien Standards, warnt Rychter, würde jedoch im Bestand eine Investitionslücke heraufbeschwören. Die Reform der Pflegeversicherung biete starke Anreize, solange wie möglich zuhause zu wohnen. Doch müssten altersgerechte Umbauten noch mehr von der Politik unterstützt werden: "Denkbar wären finanzielle Anreize durch ein entsprechendes KfW-Programm oder die Förderung altersgerechter Umbauten im Rahmen des KfW-CO2-Programms."

Rychter hob außerdem hervor, dass der Umbau allein im Bestand in einigen Regionen Deutschlands nicht ausreiche. Auch der altersgerechte Wohnungsneubau müsse gefördert werden. 2007 lagen die Baugenehmigungen im Wohnungsneubau rund 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Rychter forderte daher die Wiedereinführung einer degressiven AfA, die insbesondere das altersgerechte Bauen berücksichtigt.

Der BFW als Spitzenverband der unternehmerischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft befasst sich bereits seit mehreren Jahren intensiv mit den Herausforderungen des demografischen Wandels und den Auswirkungen auf die Branche. Unter anderem ist der Verband Mitglied im Expertenkreis des Modellprogramms "Neues Wohnen" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mit dem Modellprogramm sollen gute Praxisbeispiele aufgezeigt werden, wie ältere Menschen möglichst lange in der vertrauten Wohnumgebung leben können.


Beispiele aus dem Vortrag

Wohnungsbestand

Prozentuale Verteilung altersgerechter Wohnformen
Prozentuale Verteilung altersgerechter Wohnformen
DIN 18040 - Grundsätzliche Anforderungen für den Wohnungsbestand
DIN 18040 - Grundsätzliche Anforderungen für den Wohnungsbestand

Wohnformen

vorstationäre Wohn-, Betreuungs- und Pflegeangebote
Bedarfgerechte vorstationäre Wohn-, Betreuungs- und Pflegeangebote
Neue Wohnformen - Begrenztes Potenzial
Neue Wohnformen - Begrenztes Potenzial

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Autorinfo

Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.

Rechtsanwalt
Alexander Rychter

Kurfürstendamm 57
10707 Berlin

Dem Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Spitzenverband der unternehmerischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitglieder und verbundene Unternehmen an. Sie verwalten momentan einen Wohnungsbestand von rund 3,2 Millionen Wohnungen sowie Gewerberäume von insgesamt 10,4 Millionen Quadratmeter Nutzfläche.

Weiterbildung

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Barrierefreie Wohngebäude DIN 18040-2
Berlin 19.-20.01.18

Barrierefreie öffentliche Gebäude DIN 18040-1
Berlin 01.03.18

Barrierefreie öffentliche Infrastruktur DIN 18040-3
Berlin 02.03.18

Tipps

Personenaufzug

PersonenaufzugBehindertenaufzug, Senkrechtlift gemäß DIN 18040, DIN EN 81-70

Fenster/ Türen

Fenster/ TürenFenster, Türen, barrierefreie Balkontür, Jalousien, Oberlichtöffner

Küchen

Küchenbarrierefreie Kü­chen, Schulküchen, Therapieküchen, für große und kleine Leute, Seniorenwohnungen

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Bad und WCEinrichtungen, Generationenbad, Wellness, barriere­freie Dusche, mo­bile Haltegriffe, Duschsitz, Dusch-WC, Spiegel, Inhandspender

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