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Barrierearme Stadt: Fördermöglichkeiten

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B: Verkehrsanlagen, öffentlicher Raum / Bereiche 9-10

  1. Verkehrsanlagen
  2. Öffentlicher Raum

Hier einige Hinweise und Bestellinformationen zu ausführenden Firmen:

9. Verkehrsanlagen
Aufzüge zur Überwindung von Höhenunterschieden
  • Für Aufzüge gilt die DIN EN 81-70.
  • Aufzugskabinen im städtischen Raum (z. B. U-Bahnhöfe, Straßenüber- und -unterführungen) müssen mindestens 1,10 m breit und 1,80 m tief sein.
  • Die lichte Durchgangsbreite der Türen muss mindestens 0,90 m betragen. Erfolgt der Zugang über die Längsseite des Aufzugs, muss die Türdurchgangsbreite mindestens 1,10 m betragen.
  • Vor den Kabinentüren muss eine Bewegungsfläche von mindestens 1,50 m x 1,50 m vorhanden sein. Gegenüber von Aufzugstüren dürfen keine abwärts führenden Treppen angeordnet sein. Ist dies baustrukturell nicht möglich, muss ein Sicherheitsabstand von mindestens 3,00 m vorhanden sein.
  • Für Befehlsgeber gilt die DIN EN 81-70:2009 (Barrierefreie Nutzbarkeit von Befehlsgebern), Anhang G sowie Anhang E (Maßnahmen für blinde und sehbehinderte Personen).

Aufzugsanlagen

Senkrechtaufzüge und Personenaufzüge

Senkrechtaufzüge und Personenaufzüge

 

Mit einer Hubhöhe von bis zu 13 m und den Zugangsmöglichkeiten von drei Seiten bietet der BLS-V ideale Voraussetzungen zum Einsatz im öffentlichen Umfeld.

Mit einer Hubhöhe von bis zu 13 m und den Zugangsmöglichkeiten von drei Seiten bietet der BLS-V ideale Voraussetzungen zum Einsatz im öffentlichen Umfeld.

Rampen zur Überwindung von Höhenunterschieden

Treppen zur Überwindung von Höhenunterschieden

  • Treppen müssen mit beidläufigen Handläufen ausgestattet werden. Im Übrigen müssen Treppen in Analogie zu Teil A. Gebäude die Anforderungen der DIN 18040-1 einhalten.

Überwindung von Höhenunterschieden (z. B. Über- / Unterführungen, Erschließung von U-/S-Bahnstationen)(Punkt 3)

Schaffung von barrierefreien Stellplätzen (z. B. Kfz) (Punkt 1)

  • Kfz-Stellplätze müssen in Analogie zu Teil A. Gebäude die Anforderungen der DIN 18040-1 einhalten.
Anpassung von Haltestellen (ÖPNV)
  • Die Haltestelle muss ebenerdig oder über Flächen mit einer Steigung von max. 8 % erschlossen werden können.
  • Das Haltestellenniveau muss einen möglichst schwellenlosen Einstieg in das Verkehrsmittel gewährleisten.
  • Der Abstand (Spaltbreite) zwischen Haltestellenkante zur Einstiegsplattform des Verkehrsmittels (z. B. Straßenbahn, U- oder S-Bahn) darf max. 5 cm betragen.
  • Werden entlang von Bahnsteigkanten des schienengebundenen ÖPNV Bodenindikatoren installiert, müssen diese im Abstand von mindestens 60 cm von der Bahnsteigkante verlaufen und mindestens 30 cm breit sein.
  • Der Bewegungsraum auf Haltestellen entlang von schienengebundenen Verkehrsmitteln (z. B. Straßenbahn, U- oder S-Bahn) und Bussteigkanten muss auch im Bereich von Einbauten (z. B. Haltestellenüberdachung) auf Haltestellen mindestens 1,50 m tief
  • sein.
  • Haltestellen müssen bei Dunkelheit mit mindestens 20 lx ausgeleuchtet sein.
dauerhafte und wartungsarme Haltestellenkante

dauerhafte und wartungsarme Haltestellenkante

Schonung des Reifens und optimale Spurführung der Reifenflanke am Bordstein

Schonung des Reifens und optimale Spurführung der Reifenflanke am Bordstein

10. Öffentlicher Raum
Fußgängerüberwege
  • Querungsstellen mit gemeinsamen Bordsteinhöhen müssen gegenüber der Fahrbahn auf 3 cm abgesenkt und zusätzlich farblich gekennzeichnet werden. Es müssen abgerundete Bordsteine nach DIN 32984 verwendet werden.
  • Querungsstellen mit differenzierten Bordsteinhöhen (getrennte Querungen für Rollstuhl-/ Rollatornutzung bzw. für blinde und sehbehinderte Menschen) müssen mit einem Bereich mit so genannter Nullabsenkung und einem weiteren mit einer eindeutigen Bordsteinkante von mindestens 6 cm Höhe gestaltet werden. Es gilt die DIN 32984.
  • Querungsstellen mit und ohne Lichtsignalanlagen müssen für blinde und sehbehinderte Menschen mit Bodenindikatoren Auffindestreifen und Richtungsfelder) nach DIN 32984 ausgestattet werden.
Für barrierefreie Übergänge nach DIN 32984 Bodenindikatoren im öffentlichen Verkehrsraum.

Für barrierefreie Übergänge nach DIN 32984 Bodenindikatoren im öffentlichen Verkehrsraum.

Ermöglicht eine barrierefreie Überrollbarkeit, ebenso wie eine eindeutige Erkennbarkeit für Blinde und Sehbehinderte.

Ermöglicht eine barrierefreie Überrollbarkeit, ebenso wie eine eindeutige Erkennbarkeit für Blinde und Sehbehinderte.

Sonderbordsteine und Orientierungsplatten für den Bau von Doppelquerungsstellen und Querungsinseln

Sonderbordsteine und Orientierungsplatten für den Bau von Doppelquerungsstellen und Querungsinseln

für Außenanlagen, Verkehrsanlagen, Wege, Plätze - flexibler Einsatz in allen Betonsteinen, Kunststeinen oder Natursteinen

für Außenanlagen, Verkehrsanlagen, Wege, Plätze - flexibler Einsatz in allen Betonsteinen, Kunststeinen oder Natursteinen

Verkehrsberuhigte Bereiche (Fußgängerzonen)
  • Die Übergänge von Fußgängerzonen und anderen den Fußgängern vorbehaltenen Verkehrsbereichen zu sonstigen Verkehrsanlagen müssen visuell und taktil durch architektonische Maßnahmen (z. B. spezifische Pflasterung) gekennzeichnet sein. Ist dies baustrukturell nicht möglich, müssen Leitliniensysteme (Bodenindikatoren) eingesetzt werden, die sehbehinderte und blinde Menschen an Gefahrenstellen und Hindernissen sicher vorbeiführen.
  • Hauptgehbereiche müssen von Stadtmöblierung (z. B. Pflanzkübeln, Müllbehältern, Sitzbänken, Anzeigetafeln) frei gehalten werden. Ist dies baustrukturell nicht möglich, müssen diese ertastbar (z. B. über ertastbare Sockelbereiche analog DIN 18040-1) gestaltet werden.
  • Für Rollstuhl- bzw. Rollatornutzer müssen ausreichend breite, gut "berollbare" Zonen innerhalb von Bereichen, die beispielsweise mit Kopfsteinpflaster oder sonstigen stark profilierten Belägen gestaltet sind, vorgesehen werden.
Öffentliche WC-Anlagen und Mehrzweck-WCs
  • Öffentliche WCs müssen stufen- und schwellenlos vom öffentlichen Verkehrsraum aus zugänglich sein. Darüber hinaus müssen sie den Anforderungen barrierearmer WCs und Mehrzweck-WCs entsprechen (siehe 5. Sanitärräume).

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Helmut Schäfer
Redaktion nullbarriere.de

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