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Barrierefreie Arbeitsplätze planen

Barrierefreies Arbeiten: Das sollten Unternehmen beachten

flexible Arbeitstischhöhen in der Produktion
Die Flexibilität des Arbeitsplatzsystems ist eine entscheidende Stellschraube.

Die Relevanz von Barrierefreiheit für die Industrie ist unstrittig. Sie ermöglicht die Integration von oft hochqualifizierten Arbeitnehmern, unabhängig von Alter oder Beeinträchtigungen. Und das in einem Sektor, der zu Deutschlands Wirtschafts- und Innovationsmotoren zählt. Beide Seiten profitieren also.
Bei der Umsetzung kommen für Unternehmen allerdings zahlreiche Fragen auf: Was sind die wichtigsten Stellschrauben bei der Gewährleistung von barrierefreiem Arbeiten? Welche Aspekte sind neben der Motorik zu berücksichtigen? Gibt es gesetzliche Regelungen?

Barrierefreier Arbeitsplatz: Auf die Planung kommt es an

Es hängt von der individuellen Situation ab, wie aufwendig die Realisierung eines barrierefreien Arbeitsplatzes ist. Dennoch sollte das Konzept Barrierefreiheit im Idealfall bereits in der Planungsphase von Produkten und Fertigungssystemen präsent sein. Dadurch lassen sich häufig Kosten einsparen. Hier werden nämlich zahlreiche Entscheidungen getroffen, deren Umsetzung sich später oft nur mit einigem Aufwand modifizieren lässt. Mit einem von vornherein ergonomischen und flexiblen Arbeitsplatzsystem sind Änderungen mit nur wenigen Handgriffen möglich.

Moderne Arbeitsplatzsysteme sollten Mitarbeiter in die Position bringen, auf Basis ihrer individuellen Leistungsvoraussetzungen bestmögliche Arbeitsleistungen zu erbringen. Was für ergonomische Arbeitsplätze im Allgemeinen gilt, trifft auf barrierefreies Arbeiten in erhöhtem Maße zu. Die Anforderungen des Arbeitsplatzes und die spezifischen Einschränkungen des Mitarbeiters müssen genau bekannt sein. Zudem empfiehlt es sich unbedingt, langfristig zu denken. Wer jetzt schon im Sinne der Prophylaxe für die Schonung seiner Arbeitnehmer sorgt, erhält deren Arbeitskraft und Zufriedenheit für eine lange Zeit.

Gesundheitsmanagement und barrierefreies Arbeiten

Auch bei der Prophylaxe mag man zunächst am ehesten an Belastungen des Rückens denken. Darüber hinaus können jedoch noch weitere Bewegungen sehr belastend sein. Dazu gehören solche bei der Informationserfassung, aber auch Füge- und Greifvorgänge. Betriebliches Gesundheitsmanagement auf dem neuesten Stand schließt die Optimierung sämtlicher dieser Aspekte mit ein. Nur auf diese Weise kann eine Arbeitsumgebung entstehen, die nachhaltig die Mitarbeiter schont. Barrierefreies Arbeiten gewährleistet schließlich, dass die Vorteile ergonomischer Prinzipien allen Mitarbeitern offenstehen.

Die Frage "Was ist barrierefrei?" und das Zwei-Sinne-Prinzip

Ferner sollte man sich stets bewusst sein, dass Barrierefreiheit weit über die Rücksichtnahme auf Bewegungseinschränkungen hinausgeht. Aus diesem Grund sollte das sogenannte "Zwei-Sinne-Prinzip" befolgt werden. Es beruht darauf, dass bei einem Ausfall eines Sinnes immer noch die zwei anderen Sinne mit ausreichenden Informationen versorgt werden. Hier sind die einzelnen Sinne und entsprechende Zeichen, bezogen auf ihre Bedeutung für die industrielle Produktion:

Piktogramm sehenSehen: Visuelle Zeichen

Alle im Arbeitsumfeld platzierten Zeichen, die mit dem Auge wahrgenommen werden. Beispiele: Bilder, Symbole (Warnungen etc.), Handzeichen, Leuchtzeichen.

Piktogramm höhrenHören: Akustische Zeichen

Akustische Zeichen sind alle arbeitsrelevanten Signale, die man hören kann. Beispiele: Schallzeichen (z.B. Alarmtöne), Laute, Sprache.

Piktogramm taktilTasten: Taktile Zeichen

Dabei handelt es sich um Zeichen, die man erfühlen oder ertasten kann. Beispiele: Rippenplatten oder Bodenindikatoren. Diese ermöglichen Kommunikation mittels erhabener Schrift oder Symbolen (etwa die Brailleschrift [Blindenschrift] oder geprägte Reliefpläne).

Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsstättenregeln

Für die Gestaltung von Arbeitsplätzen in Deutschland gelten zudem zahlreiche Vorgaben. Diese sind in der Arbeitsstättenverordnung festgehalten. Wer eine Umgebung für barrierefreies Arbeiten schaffen möchte, muss in dieser Hinsicht freilich besondere Sorgfalt walten lassen. Im besagten Dokument finden sich Angaben zu so unterschiedlichen Aspekten wie Belüftung, Beleuchtung, Raumtemperatur oder der Anforderung an einzelne Raumtypen (etwa Arbeits-, Arbeits-, Pausen-, Bereitschafts- und Sanitärräume). Alle Angaben entsprechen aktuellen Standards und werden dementsprechend regelmäßig aktualisiert. Dabei entspricht die Konzeption derjenigen der europäischen Arbeitsstättenrichtlinie: Konkrete Handlungsanweisungen sind nicht zu finden – dafür aber Schutzziele und generelle Anforderungen.

Zusätzlich veröffentlicht der Ausschuss für Arbeitsstätten in regelmäßigen Abständen Arbeitsstättenregeln (ASR). Sie sind rechtlich nicht verbindlich und dazu gedacht, Arbeitgeber und vollziehende Behörden bei der Realisierung der Arbeitsstättenverordnung zu unterstützen. Was diese eher allgemein beschreibt, wird durch die ASR plastisch dargelegt. Hält sich ein Arbeitgeber an die ASR, so sollte er davon ausgehen, die dahinterstehenden Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung zu erfüllen. Davon abweichende Lösungen müssen in puncto Sicherheit und Gesundheitsschutz gleichwertig ausfallen. Ansonsten drohen hohe Geldstrafen.

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Industrielle Arbeitsplätze behindertengerecht einrichten: ergonomisch und effizient

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Aus dem Inhalt des Whitepapers

Teil 1 Rahmenbedingungen der deutschen Wirtschaft

  • Barrierefreiheit für alle
  • Barrierefreie Arbeitsstätten
  • Leistungsgewandeltes Deutschland
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Teil 2 – Die Umsetzung von Barrierefreiheit im Unternehmen

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