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Zuschuss der Pflegekasse

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Finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes des Pflegebedürftigen.

Zuschuss der Pflegekasse: Kosten max. 2.557 Euro

Neu ab 2015: Kosten bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme

Die Zuschüsse der Pflegekassen für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes des Pflegebedürftigen werden ohne einen Eigenanteil des Pflegebedürftigen gewährt.

Was wird finanziert?

Außerhalb der Wohnung

  • Einbau eines Personenaufzuges in einem eigenen Haus
  • Anpassung des Aufzuges an die Bedürfnisse eines Rollstuhlfahrers: Ebenerdiger Zugang, Vergrößerung der Türen, Schalterleiste in Greifhöhe
    Installation von Haltestangen, Schaffung von Sitzplätzen
  • ebenerdiger Zugang, Vergrößerung der Türen, Anordnung von Schalterleisten, Briefkästen in Greifhöhe, Anbringen von Haltestangen, Schaffung von Sitzplätzen,
  • Schaffung von Orientierungshilfen für Sehbehinderte, z. B. ertastbare Hinweise auf die jeweilige Etage
  • Treppenumbauten, Rampen und Treppenlifte
  • Installation von gut zu umfassenden und ausreichend langen Handläufen auf beiden Seiten
    farbige Stufenmarkierungen an den Vorderkanten
  • Türvergrößerung, Abbau von Türschwellen, Installation von Türen mit pneumatischem Türantrieb
  • Einbau einer Gegensprechanlage
  • ausgenommen Parkplätze, Pflasterung des Hauszugangs

Innerhalb der Wohnung

  • Schaffung von Bewegungsflächen durch Installation der Waschmaschinenanschlüsse in der Küche, anstatt im Bad (Aufwendungen für Verlegung von Wasser- und Stromanschlüssen) ,
  • Änderung des Bodenbelags um Stolperquellen, Rutsch - und Sturzgefahren zu beseitigen
  • Veränderung der Heizung,
  • Änderung Lichtschalter/Steckdosen, Heizungsventile in Greifhöhe,
  • Reorganisation der Wohnung (Stockwerktausch),
  • Treppenlifte, Sitzlifte
  • Türvergrößerung, Abbau von Türschwellen, Türanschläge,
  • Fenstergriffe auf Greifhöhe
  • Hausnotruf

Küche

  • Armaturen,
  • rutschhemmender Bodenbelag,
  • mit Rollstuhl unterfahrbare Kücheneinrichtung
  • motorisch betriebene Absenkung von Küchenhängeschränken

Bad

  • Einbau eines nicht vorhandenen Bades/WC,
  • Armaturen,
  • Badewanneneinstiegshilfen (Änderung der Bausubstanz),
  • rutschhemmender Bodenbeläge insbesondere in der Dusche,
  • Duschplatz, wenn nicht mehr eine Badewanne genutzt werden kann,
  • Anpassung der Höhe von Einrichtungsgegenständen,
  • höhenverstellbarer Waschtisch
  • höhenverstellbareres WC

Schlafzimmer

  • Bettzugang,
  • rutschhemmender Bodenbelag,
  • Lichtschalter/Steckdosen vom Bett aus zu erreichen

Umzugskosten

Auszug Begutachtungsrichtlinie 2009

Eine Maßnahme zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes des Pflegebedürftigen liegt auch vor, wenn den Besonderheiten des Einzelfalles durch einen Umzug in eine den Anforderungen des Pflegebedürftigen entsprechende Wohnung (z. B. Umzug aus einer Obergeschoss- in eine Parterrewohnung) Rechnung getragen werden kann. In diesem Fall kann die Pflegekasse die Umzugskosten bezuschussen.

Die Bewilligung von Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes durch die Pflegekasse bzw. einen anderen Leistungsträger schließt einen gleichzeitigen Anspruch auf Hilfsmittel nach § 33 SGB V bzw. Pflegehilfsmittel nach § 40 Abs. 1 SGB XI grundsätzlich nicht aus. Z. B. könnte die Pflegekasse als Wohnumfeldverbesserung die Herstellung eines bodengleichen Zuganges zur Dusche bezuschussen und die GKV bei Vorliegen der Voraussetzungen nach § 33 SGB V einen Duschsitz zur Verfügung stellen.

Wird die wohnumfeldverbessernde Maßnahme im Zusammenhang mit der Herstellung neuen Wohnraums durchgeführt, sind hinsichtlich der Zuschussbemessung die durch die Maßnahme entstandenen Mehrkosten zu berücksichtigen (z. B. Mehrkosten durch Einbau breiterer als den DIN-Normen entsprechender Türen, Einbau einer bodengleichen Dusche anstelle einer Duschwanne). In der Regel werden sich die Mehrkosten auf die Materialkosten erstrecken. Mehrkosten beim Arbeitslohn und sonstigen Dienstleistungen können nur berücksichtigt werden, wenn sie eindeutig auf die wohnumfeldverbessernde Maßnahme zurückzuführen sind.

Berücksichtigungsfähige Kosten

  • Vorbereitungshandlungen, Beratungskosten
  • Materialkosten (auch bei Ausführung durch Nichtfachkräfte),
  • Arbeitslohn und ggf.
  • Gebühren (z. B. für Genehmigungen)
  • Wurde die Maßnahme von Angehörigen, Nachbarn oder Bekannten ausgeführt, sind die tatsächlichen Aufwendungen (z. B. Fahrkosten, Verdienstausfall) zu berücksichtigen.

Umbaumaßnahmen in Wohnungen, in denen mehrere Pflegebedürftige wohnen

Leben mehrere Pflegebedürftige in einer gemeinsamen Wohnung, dürfen die Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des gemeinsamen Wohnumfeldes einen Betrag in Höhe von 2.557 Euro je Pflegebedürftigem nicht übersteigen. Der Gesamtbetrag je Maßnahme nach Satz 3 ist auf 10.228 Euro begrenzt und wird bei mehr als vier Anspruchsberechtigten anteilig auf die Versicherungsträger der Anspruchsberechtigten aufgeteilt.

Neu ab Januar 2015: Diese Leistung wird mit dem ersten Pflegestärkungsgesetz deutlich erhöht. Demnach kann der Gesamtbetrag je Maßnahme bis zu 16.000 Euro betragen, wenn mehrere Anspruchsberechtigte zusammen wohnen.

Die Umgestaltung von bestehenden Flächen zu Gemeinschaftsräumen oder Schaffung von Gemeinschaftsräumen kann bei nicht ausreichenden Zuschüssen mit dem Kredit der KfW 159 "Altersgerecht Umbauen" finanziert werden.

Insbesondere folgende Maßnahmen sind keine Maßnahmen i. S. von § 40 Abs. 4 SGB XI:

  • Ausstattung der Wohnung mit einem Telefon, einem Kühlschrank, einer Waschmaschine,
  • Verbesserung der Wärmedämmung und des Schallschutzes,
  • Reparatur schadhafter Treppenstufen,
  • Brandschutzmaßnahmen,
  • Herstellung einer funktionsfähigen Beleuchtung im Eingangsbereich/Treppenhaus,
  • Rollstuhlgarage,
  • Errichtung eines überdachten Sitzplatzes,
  • elektrischer Antrieb einer Markise,
  • Austausch der Heizungsanlage, Warmwasseraufbereitung,
  • Schönheitsreparaturen (Anstreichen, Tapezieren von Wänden und Decken, Ersetzen von Oberbelägen),
  • Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden,
  • allgemeine Modernisierungsmaßnahmen.

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Mehr Leistung ab 2015

Mit dem neuen Pflege-stärkungsgesetz 1 ab Januar 2015 werden die Zuschüsse für wohnumfeld-verbessernde Maßnahmen von bisher bis zu 2.557 Euro auf zukünftig bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme erhöht. Wenn mehrere Anspruchs-berechtigte zusammen wohnen wird der Gesamtbetrag ab Januar 2015 von bisher max. 10.228 Euro auf zukünftig bis zu 16.000 Euro erhöht.

Förderprogramm "Altersgerecht Umbauen" - seit 01.04.2009

Damit können Wohnungen modernisiert, barrierefrei gestaltet oder mit intelligenter Haustechnik ausgestattet werden. Gefördert werden Maßnahmen an bestehenden Gebäuden unabhängig vom Baujahr des Gebäudes mit zinsgünstigen Krediten. Eine Kombination der KfW-Darlehen mit anderen Fördermitteln (z. B. Kredite oder Zulagen/Zuschüsse) ist zulässig, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt.

Wohnraum Modernisieren mit KfW-Fördermitteln



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