Warum IndukTive Höranlagen? |
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Warum IndukTive Höranlagen?Muss man IndukTive Höranlagen in öffentlichen Gebäuden wirklich einbauen?
Im Folgenden soll versucht werden, auf diese Fragen zu antworten, wobei aber zu den Kosten lediglich qualitative Aussagen möglich sind. Projektbezogen lässt sich hierzu vieles genauer beschreiben als in einer allgemeinen Darstellung. Normative Forderungen und EmpfehlungenÖffentliche Gebäude und öffentliche Veranstaltungsräume unterliegen zahlreichen gesetzlichen Regelungen des Bauwesens. In diesem Zusammenhang z. B. ist auf die Versammlungsstättenverordnung (z. B. Innenministerium Schleswig-Holstein, Landesverordnung für den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten, Versammlungsstättenverordnung - VStättVO - 5. Juli 2004) und (bisher noch) auf DIN 18024-2 (Versammlungs-, Sport- und Gaststätten; Nov. 1996) zu verweisen, die in allen Bundesländern bauaufsichtlich eingeführt ist, in etlichen der alten Bundesländer aber nur mit bestimmten Abschnitten und nicht vollständig. Die bauaufsichtlich verbindlichen Teile könnte man (wenn es diesen Begriff denn gäbe) als "Baugesetz" bezeichnen, denn die Erfüllung der darin enthaltenen Anforderungen ist eine der Voraussetzungen zur Erteilung einer Baugenehmigung. DIN 18024 in der Fassung von 1996 stellt aber keine "allgemein anerkannte Regel der Technik" mehr dar. Die Norm wurde gerade (jetzt mit der Ziffer DIN 18040) überarbeitet. In dieser Norm wird unter der Ziffer 5.2.2 auf den Einbau von Hörhilfsanlagen hingewiesen. Für genauere Aussagen wird in DIN 18040 auf die Raumakustiknorm DIN 18041 (Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen; Mai 2004) verwiesen. Diese Norm befasst sich wiederum "nur" mit dem guten Hören in Veranstaltungsräumen, nicht aber mit Gesundheits- oder Sicherheitsaspekten. Deshalb hat sie keine Chance, als Technische Baubestimmung bauaufsichtlich verbindlich eingeführt zu werden. Nach Aussage des DIN ist diese Norm einer der "Bestseller", man kann deshalb (auch ohne bauaufsichtliche Einführung) von einer allgemeinen Anerkennung ausgehen und diese Norm, die auch in Österreich und der Schweiz angewendet wird, als "allgemein anerkannte Regel der Technik" ansehen. Der Leiter des DSB-Referates BPB, Carsten Ruhe, ist Mitglied im Normenschuss DIN 18040 und war auch Mitglied im Normenausschuss DIN 18041. Er hat seinerzeit die Überarbeitung dieser Norm, deren Vorgängerfassung aus 1968 stammte, angestoßen und der dortige Normenausschuss war von Anbeginn für sein Anliegen aufgeschlossen, auch die hörgeschädigtengerechte Beschallung in einer Raumakustiknorm mit zu verankern. Einige Abschnitte der Norm sind in der Anlage abgedruckt. Gesetzliche GrundlagenNach den bisherigen Ausführungen hat es den Anschein, als wenn der Einbau von Hörhilfsanlagen in Veranstaltungsräumen in das Belieben der Betreiber gestellt sei. Nach Auffassung des DSB-Referates BPB ist dies aber nicht so, denn das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz, an dem sich auch die Landesgleichstellungsgesetze orientieren, stellt Forderungen, die in ihrer allgemeinen Fassung auch die hier anstehende Fragestellung mit einschließen. In § 4 heißt es sinngemäß, dass barrierefrei zu erstellende Gebäude und Räume
erreichbar und nutzbar sein müssen. Es steht außer Frage, dass in öffentlichen
Gebäuden nach der jeweiligen Landes-Bauordnung (zumindest
in Teilbereichen) barrierefreie Nutzungen möglich sein müssen,
auch wenn dieses vielleicht bei einem Umbau nicht für das gesamte Gebäude
zu realisieren ist. Wenn man die barrierefreie Nutzung im umfassenden
Sinne des "universal design" und nicht nur für die häufig zitierten
Rollstuhlfahrer gewährleisten will und muss, so gehört für Menschen mit
Höreinschränkungen dazu, dass sie z.B. auch einem Gottesdienst, einer
Theater- oder Kinodarbietung oder einer Vorlesung in der allgemein üblichen
Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde
Hilfe folgen können. weitere Punkte des Inhaltes IndukTiv, FM-Funk oder Infrarot?Auszüge aus DIN 18041DIN 18041, Tabelle C1, und SIA 500, Anhang D: Vor- und Nachteile der ÜbertragungssystemeEntscheidungshilfe zur Auswahl der optimalen Anlage für die Tonversorgung hörgeschädigter Teilnehmer nach verschiedenen Eigenschaften. Die vollständige Dokumentation steht hier zum Downloaden bereit. |
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