Heime im Quartier |
|---|
Die 5. Generation des Altenwohnbaus: KDA-QuartiershäuserDie 5. Generation: KDA-Quartiershäuser ![]() Die Quartiersorientierung sozialer Einrichtungen ist in aller Munde. Es findet ein Umkehrprozess statt: nicht mehr von zentralen großen Einrichtungen her zu denken, sondern kleinräumig, also ausgehend von der Gemeinde oder vom Stadtviertel. Aus diesem Denken heraus muss sich auch das ehemalige "Altenheim" im Quartier neu positionieren. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) plädiert aus seiner Tradition heraus für eine neue 5. Generation des Altenwohnbaus, die sich auszeichnet durch Privatheit, Leben in Gemeinschaft sowie Leben im und für das Quartier. Prinzipien von Wohnhäusern der 5. GenerationSelbstbestimmung und PrivatheitNicht ohne Grund haben Menschen Vorbehalte, in eine stationäre Wohnform einzuziehen, da sie um ihre Selbstbestimmung und Privatsphäre fürchten. Unter Privatsphäre und Privatheit versteht man das Recht, alleine gelassen zu werden und frei zu sein von ungewollter Publicity, Bloßstellung und Überwachung (Creighton 1985). Ebenso bedeutet Privatheit nach Robinson (1979) das Zurückziehen als kontrolliertes Öffnen und Schließen anderen gegenüber und die Freiheit der Wahl bezüglich der persönlichen Zugänglichkeit: Ich bestimme selbst, wer mich sehen darf. Damit für den Betroffenen und seine Angehörigen, aber auch für die Mitarbeitenden der Wohnformen deutlich wird, dass der Mieter aus seinem Quartier in das nächstgelegene "Quartiershaus" ziehen kann, ohne dass er seine Selbstbestimmung und Privatheit an der Haustür des Wohnhauses "abgeben" muss, müssen diese Barrieren zwischen privatem und (teil)öffentlichem Raum deutlich gekennzeichnet werden, zum Beispiel mit einer Haustür, einer Klingel und/oder einem Briefkasten. Der Begriff und das Konzept "Appartement" wird anders wahrgenommen als ein sogenanntes Zimmer in einem Wohnbereich. Diese Unterscheidung zwischen privatem (Appartement), teilöffentlichem (Wohnküche und Wohnzimmer im Quartiershaus) und öffentlichem Raum (im Quartier) ermöglicht es auch Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen, besser wählen zu können, was sie möchten. Ein Zimmer auf einer "Station" wird von den Mitarbeitenden oft nicht als Privatsphäre wahrgenommen. Ebenso wichtig ist eine eigene abschließbare kleine Küche (Pantry- Küche), damit auch Angehörige die Kontrolle über Kochen und Nahrungsmittel haben. Der Umstand, sich unabhängig von der Gemeinschaft ein kleines Mittagessen warmmachen, Kaffee und Tee kochen zu können, verstärkt das Gefühl eigener Unabhängigkeit von der umgebenden Gemeinschaft. Leben in GemeinschaftEine große Errungenschaft der 4. Generation (der stationären Hausgemeinschaften) sowie der ambulant betreuten Wohngruppen war auch im Sinne von Goffman die Loslösung von der Zentralversorgungseinheit "Großküche". Die offenen Wohnküchen, in denen tagsüber immer jemand zugegen ist, gewähren auch Menschen mit Demenz ein gutes Wohlbefinden durch Ansprache und Sicherheit. Im Rahmen des "Leuchtturmprojektes Demenz" des Bundesministeriums für Gesundheit konnte das KDA ... Die 5. Generation des Altenwohnbaus (Teil 1) Leseprobe ![]() |
barrierefrei bauen



Erfahrungen austauschen!
Hersteller/ Produkte
Besucherumfrage