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Beitrag Die Lage von Wohnungen entscheidet mit über Wohnzufriedenheit

Autor: Ulrike Herrgesell Antworten: 1 letzte Antwort: 2010-09-29 08:33:07 von Helga Baasch

AutorBeitrag
Beitrag
Ulrike Herrgesell
erstellt:
26.09.2010 18:46:14

Die Lage von Wohnungen entscheidet mit über Wohnzufriedenheit

ich beschäftige mich während meines Studiums mit dem Thema altersgerechtes Wohnen. Dabei bin ich auf folgende Aussage hier bei Ihnen gestoßen: "Die Lage der Wohnung spielt bei Entscheidung zum Umzug in ein anderes Wohngebiet eine nicht geringe Rolle. So sollten Grün- und Erholungsanlagen in Wohnungsnähe sein. Wohnfolgeeinrichtungen, wie Einkaufszentren, Arztpraxen, Apotheken usw., muss man zu Fuß erreichen können. Ganz wichtig ist auch eine gute Verkehrsanbindung." Ich würde mich sehr freuen, wenn ich in Erfahrung bringen kann, was man unter "fussläufig" versteht. Gibt es dafür ein Größenmaß? Und was kann ich noch zu Wohnfolgeeinrichtungen zählen? Auch Warenangebote des langfristigen und mittelfristigen Bedarfs, kulturelle Angebote, Post etc.? Ich freue mich sehr über eine Antwort.

Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
29.09.2010 08:33:07

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Der Begriff "fußläufig" hat sich unter den Fachleuten, die sich mit dem Thema "Wohnen im Alter" beschäftigen, durchgesetzt. Er ist zwar nicht sehr schön, aber man kann ihn übersetzen mit "zu Fuß gehen". Eine Empfehlung von Fachleuten ist es, die Wohnfolgeeinrichtungen in Wohngebieten möglichst von der Wohnung in 500m zu erreichen. Diese Aussage finden Sie in verschiedenen Veröffentlichungen, die sich mit diesem Thema beschäftigen.
Ich habe in meiner Veröffentlichung "Wohnerfahrungen mit betreutem Wohnen", die 2001 vom Universitätsverlag der Bauhaus-Universität Weimar herausgegeben wurde, zusammen mit meinem Bearbeitungsteam Anforderungen an das Wohnumfeld formuliert. Die Standortqualität von Wohnungen für ältere Menschen ist entscheident davon abhängig, ob ältere Menschen bei zunehmend gesundheitlichen Beeinträchtigungen weiterhin in ihren Wohnungen bleiben können. Entscheidungskriterien sind neben dem barrierefreien Wohnumfeld ruhige und zentrale Lage, gute Ausstattung mit Wohnfolgeeinrichtungen sowie gute Anbindung an den öffentlichen Personenverkehr. Letztendlich entscheidet der ältere Mensch selber, welche Anforderung er an die Lage seiner Wohnung stellt. Ich wünsche mir, dass zu diesem Thema im Forum Erfahrungen von Architekten ausgetauscht werden, die Wohnungen für ältere Menschen geplant und realisiert haben.

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch

16761 Hennigsdorf OT Stolpe-Süd

Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch ist Architektin und Spezialistin für Barrierefreies Bauen. Sie berät Bauherren, Planer und Betroffene.

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