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Barrierefreie Wohnplanung

Beitrag Barrierefreie Wohnplanung

Autor: Katrin Bours Antworten: 2 letzte Antwort: 2012-11-12 20:24:56 von Sina Marks

AutorBeitrag
Beitrag
Katrin Bours
erstellt:
08.10.2012 14:19:18

Barrierefreie Wohnplanung

Ich beschäftige mich momentan mit dem Thema barrierefreiem Bauen auf Grund meiner Bachelorarbeit und versuche ein Konzept zu erstellen, welches den Umbau eines Seniorenheims in betreutes Wohnen darstellen soll. Ich bin nun dabei, die einzelnen Wohnungen so auszulegen, dass sie barrierefrei zugänglich sind. Darunter sind nun auch Wohnungen, deren Wohnflächen allgemein ziemlich gering gehalten werden (müssen). In der Planung sollen diese Wohnungen vor allem alleinstehenden Personen zur Verfügung gestellt werden. Meine Problematik liegt momentan besonders im Schlafzimmer. Überall gibt es Beispiele für Doppelzimmerbelegung (entweder als Doppelbett oder als zwei Einzelbetten) und wie dort die seitlichen Abstände sein sollen.

Meine Frage ist nun, muss auch ein Einzelbett an BEIDEN Längsseiten die vorgegebene Abstände (ein mal 90cm und ein mal 120cm) aufweisen?

Wenn ein Doppelzimmer mit zwei Einzelbetten ausgestattet ist, muss nur eins der Betten an beiden Seiten zugänglich sein. Das andere kann mit einer längsseite an der Wand stehen. Wie sieht es nun in einem Einzelzimmer aus?

Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
12.10.2012 17:18:50

Expertenseite

Grundsätzlich gilt für den Neubau und die Umgestaltung von Wohnungen für Senioren, die als Bewohner mit ihren individuellen Behinderungen noch nicht bekannt sind:
Schaffung von ausreichenden Bewegungsflächen in allen Wohnräumen. Es sollten die Planungsmaße für Rollstuhlbenutzer gelten, weil diese den größten Bedarf an ausreichenden Bewegungsflächen haben. So betragen die Mindesttiefen von Bewegungsflächen an einem Bette 150 cm entlang der einen und 120 cm entlang der anderen Längsseite. Bei Doppelbettmöblierung betragen die Mindesttiefen an dem Bett des Nicht-Rollstuhlnenutzers 120 cm.

Der Raum kann vom Bewohner bzw. vom Pflegenden individuell eingerichtet werden.

Im privaten Wohnungsbau kann man sicherlich differenzieren. Einige Beispiele zum Raumbedarf

... auf nullbarriere.de

DIN 18040-2 Wohnraum, Schlafraum

Beitrag
Sina Marks
erstellt:
12.11.2012 20:24:56

Ich bin auch ganz der Ansicht von Frau Baasch, dass hier das Bett von beiden Seiten zugänglich sein muss mit entsprechenden Bewegungsflächen für Rollstuhlfahrer.
Z.B. wenn die Person so lange wie möglich selbstständig bleiben möchte, ist es hier wichtig, so banal es auch klingt, das diese hier zum Bettenmachen von beiden Seiten an das Bett kommt. Ohne diese Möglichkeit kann die Person dabei Schwierigkeiten bekommen, da Strecken und Beugen im Alter oft nicht mehr ganz einfach ist.
Auch wenn diese Planung ein Mehrbedarf an Fläche benötigt, wird es sich später für die Bewohner in jeder Hinsicht rentieren.

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch ist Architektin und Spezialistin für Barrierefreies Bauen. Sie berät Bauherren, Planer und Betroffene.

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